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Honigbiene598
Honigbiene598 (Rang: Albert Einstein3)

Wer war Tacitus ?

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Tacitus

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456846
Neko9

Neko9

Rang: Bachelor (624) | Antike (6)

3 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (11.06.2008 16:02)

1

Er war ein römischer Historiker (und Senator).

Tacitus, Publius Cornelius (geb. um 55, gest. ca. 115), römischer Geschichtsschreiber, wahrscheinlich in Norditalien (Gallia Cisalpina) oder Südfrankreich (Gallia Nabonensis) geboren.
Das wenige, was man über Tacitus' Leben weiß, stammt entweder aus seinen eigenen Werken oder aus Briefen des römischen Staatsmannes und Redners Plinius des Jüngeren, mit dem Tacitus eng befreundet war. Er bekleidete im Jahre 79 vermutlich das Amt des Quästors, war 88 Prätor und 97 Konsul; um 112/13 war er vermutlich Prokonsul der Provinz Asia. Erst in den letzten Jahrzehnten seines Lebens konnte er sich seiner historisch-literarischen Arbeit, von der weniger als die Hälfte erhalten ist, widmen. Tacitus begann mit der Veröffentlichung seiner Werke erst nach der Gewaltherrschaft Domitians.

http://www.novaesium.de/quellen.htm kopieren

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237023
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Albert Einstein (15.176) | Antike (8)

3 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (11.06.2008 16:02)

2

Publius Cornelius Tacitus (= "der Schweigsame") wurde um 55 n.Chr. in Südgallien geboren. Über die ersten 3o Jahre seines Lebens wissen wir so gut wie nichts (nomen est omen!). Das erste gesicherte Datum ist 68 n.Chr., das Jahr, in dem er Prätor war; wenn man einen normalen cursus honorum (Ämterlaufbahn) voraussetzt, muß er 81 oder 82 Quästor, etwa 84 Ädil oder Volkstribun gewesen sein. Seit 77 muß er mit der Tochter des Ritters Cu. Iulius Agricola verheiratet gewesen sein, wie sich nur mit viel Mühe aus seinen eigenen Angaben im "Agricola" rekonstruieren läßt. Im Jahre 97 erst war Tacitus Konsul, ab 98, dem Regierungsantritt Trajans, konnte er es wagen, ohne Gefahr für Leib und Leben seine schriftstellerische Tätigkeit zu beginnen. 112/113 war er Statthalter der Provinz Asia, der angesehendsten senatorischen Provinz (identisch mit dem westlichen Teil der heutigen Türkei). Die letzten Hinweise über ihn gibt es aus dem Jahre 116, so daß man also sicher nur sagen kann, daß er nicht vor 116 gestorben sein kann, mehr nicht, und falls er nicht eine von Edgar Allan Poes Gestalten ist, die als Scheintote weiterleben, so gibt es ihn wohl nicht mehr als Lebenden. Dieser wohl nach Thukydides bedeutendste Historiker aller Zeiten war eng mit Plinius dem Jüngeren befreundet, wie dieser war auch er ein bedeutender Redner.

http://www.lateinservice.de/referate/inhalt/tacitusref.htm kopieren
Tacitus

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269796
Bienchen651

Bienchen651

Rang: Mileva Einstein (14.899) | Antike (6)

4 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (11.06.2008 16:03)

3

Tacitus

In der Forschung wird das von dem römischen Historiker Tacitus in seinen Annalen (I 31) nicht namentlich genannte Sommerlager in finibus Ubiorum (im Gebiet der Ubier) allgemein mit dem Lager C von Neuss identifiziert. Danach nahm hier zur Zeit von Augustus' Tod, also im Sommer 14 n. Chr., eine Meuterei der niedergermanischen Legionen ihren Anfang, die einen höheren Sold sowie generell deutliche Verbesserung des Militärdienstes forderten. Gegebenenfalls wären die Truppen auch bereit gewesen, so Tacitus, dem Caesar Germanicus zur Kaiserwürde zu verhelfen. Germanicus selbst allerdings hatte wenig Ambitionen in dieser Richtung, und es gelang ihm, die Meuterer zum Einhalten zu bewegen, indem er u.a. ihren Forderungen entgegenkam.

In den ersten Büchern seines zweiten großen Geschichtswerkes, den sog. Historiae, berichtet Tacitus von den Bürgerkriegen, die das Römische Reich nach dem Tode Neros, des letzten Mitglieds des iulisch-claudischen Geschlechts, erschütterten und im Jahre 69 zum sog. Vierkaiserjahr führten. Im Zusammenhang mit diesen Nachfolgekämpfen kam es in demselben Jahr im Nordosten Galliens zum Aufstand der Bataver unter Führung batavischer Adeliger und des römischen Offiziers Iulius Civilis. Tacitus schreibt in seinem 4. und 5. Buch ausführlich über diese Rebellion. Und hier ist es auch, wo Novaesium das erste Mal, namentlich genannt, die Bühne der Geschichte betritt, wenn auch wenig rühmlich. Theodor Mommsen hat die damaligen Geschehnisse im Neusser Lager wortstark als "Doppelschmach von Novaesium" bezeichnet.

Biographie
Tacitus, Publius Cornelius (geb. um 55, gest. ca. 115), römischer Geschichtsschreiber, wahrscheinlich in Norditalien (Gallia Cisalpina) oder Südfrankreich (Gallia Nabonensis) geboren.
Das wenige, was man über Tacitus' Leben weiß, stammt entweder aus seinen eigenen Werken oder aus Briefen des römischen Staatsmannes und Redners Plinius des Jüngeren, mit dem Tacitus eng befreundet war. Er bekleidete im Jahre 79 vermutlich das Amt des Quästors, war 88 Prätor und 97 Konsul; um 112/13 war er vermutlich Prokonsul der Provinz Asia. Erst in den letzten Jahrzehnten seines Lebens konnte er sich seiner historisch-literarischen Arbeit, von der weniger als die Hälfte erhalten ist, widmen. Tacitus begann mit der Veröffentlichung seiner Werke erst nach der Gewaltherrschaft Domitians.

Nach dem Regierungsantritt Trajans veröffentlichte Tacitus wohl noch im Jahr 98 seinen literarischen Erstling De Vita Iulii Agricolae (Über das Leben des Agricola), eine Biographie über seinen Schwiegervater, den römischen Staatsmann und General Gnaeus Julius Agricola. Das zweite der so genannten kleinen Werke des Tacitus trägt den Titel De origine et situ Germanorum, kurz Germania (um 98), eine geographisch-ethnographische Schrift über Germanien. Der Dialogus de Oratoribus (Dialog über die Redner), der wahrscheinlich um 102 entstanden ist, ist nicht zweifelsfrei als Werk von Tacitus überliefert, wenngleich er üblicherweise als eines seiner Werke geführt wird. Historiae (Geschichtsbücher), das erste von Tacitus' beiden Hauptwerken, wurde wahrscheinlich zwischen 104 und 109 veröffentlicht. Es beinhaltet die Geschichte des Römischen Reiches von 69 v.Chr. bis zur Ermordung des Kaisers Domitian im Jahre 96 n.Chr. Vom ursprünglichen Werk, das wahrscheinlich aus 14 Büchern bestand, sind nur die ersten vier und Teile des fünften erhalten. Die Annales (um 115 bis 117, Annalen), die ursprünglich wohl den Titel Ab Excessu Divi Augusti (Vom Tode des göttlichen Augustus an) trugen, beschreiben die Geschichte der Julischen Kaiser nach Augustus bis zum Tod Domitians, also den Zeitraum von 14 bis 68 n. Chr. Ursprünglich umfasste dieses Werk 16 Bücher, davon sind aber, neben einigen Fragmenten, nur neun Bücher vollständig erhalten.

Tacitus' große Bedeutung als Geschichtsschreiber liegt in seinem psychologischen Blick in das Innere der Figuren und in seiner brillanten Schilderung der Charaktere. Sein Stil zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination von Knappheit und farbenfrohem Ausdruck aus. Tacitus war ein glühen


Ergänzung vom 11.06.2008 16:04:

Tacitus' große Bedeutung als Geschichtsschreiber liegt in seinem psychologischen Blick in das Innere der Figuren und in seiner brillanten Schilderung der Charaktere. Sein Stil zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination von Knappheit und farbenfrohem Ausdruck aus. Tacitus war ein glühender Verfechter der Ideale der römischen Republik und kritisierte den politischen und moralischen Verfall in der Kaiserzeit. In diesem Zusammenhang sind die kritischen Porträts zahlreicher römischer Kaiser (besonders Domitian) zu sehen.
(Quelle: Tacitus, Publius Cornelius (Microsoft Encarta Enzyklopädie)
http://www.novaesium.de/quellen.htm kopieren

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47391
hexe196740

hexe196740

Rang: Mileva Einstein3 (40.066) | Antike (46)

6 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (11.06.2008 21:02)

4

Der altrömische Prätor und Konsul war im öffentlichen und politischen Leben Roms ein gefeierter Redner. Mit seinen Schriften, die er „sine ira et studio“ verfasste, positionierte sich Tacitus innerhalb der systematisch-kritischen Geschichtsschreibung der griechisch-römischen Antike, wie sie von Herodot und Thukydides begründet worden war ...


Biografie
Cornelius Tacitus wurde um 55 n. Chr. vermutlich in der altrömischen Provinz Gallia Narbonensis (heute: Provence, Frankreich) geboren.

Sein Vater war als Procurator, d.h. Finanzbeamter, des Römischen Reiches in der Provinz Gallia Belgica tätig gewesen.

Obwohl Tacitus keiner Adels Familie entstammte, wurde ihm die politische Laufbahn geöffnet. Im Jahr 88 erlangte er die Ernennung zum Prätor, zugleich trat er in eines der bedeutenden Priesterkollegs ein, welche die offizielle Religion des Römischen Reichs kontrollierten. 97 avancierte er zum Konsul, der höchsten altrömischen Beamtenfunktion. Die Jahre 112-113 verbrachte Tacitus als Gouverneur in der Provinz Asien.

Neben seiner politischen Laufbahn betrieb Tacitus überdies intensive Rhetorik-Studien, wodurch er zu einem gefeierten Redner wurde. Diese Fähigkeit stellte er mit seinem Freund Plinius der Jüngere erstmals 100 unter Beweis, als er Marius Priscus für seine Missregierung in Afrika erfolgreich anklagte.

Ab diesem Moment intensivierte Tacitus auch seine schriftstellerischen Aktivitäten, die zunehmend die Oberhand über das juristische Engagement gewannen. Neben einer Biographie seines Schwiegervaters („De vita et moribus Iulii Agricolae“, 98) trat er vor allem mit einer landeskundlichen Abhandlung über die Provinz Germanien („De origine et situ Germanorum“, 98) an die Öffentlichkeit.

Sein Hauptwerk machen die ursprünglich vermutlich 14 Bücher umfassenden „Historiae“, eine Kaisergeschichtsschreibung über die Zeit der Flavier, aus, von denen jedoch nur die ersten vier Bücher und ein Teil des fünften Buches überliefert sind. Auch von seinem Alterswerk („Annales“, ca. 118-123) gilt etwa ein Drittel als verschollen.

Tacitus wollte den politischen und moralischen Zerfall unter der römischen Monarchie aufzeigen, wobei er zu einseitigen Urteilen und einer insgesamt pessimistischen Grundstimmung neigte. Dennoch betrieb er auch eine systematisch-kritische Geschichtsschreibung, indem er chronologisch vorging, Quellenmaterial heranzog und sich gemäß seiner Losung „sine ira et studio“ („ohne Hass und parteiischen Eifer“) um eine objektive Beurteilung der Ereignisse bemühte.

Tacitus positionierte sich somit innerhalb der antiken griechisch-römischen Geschichtsschrei-bung, wie sie von Herodot und Thukydides überkommen war. Seine Erzählung, die auf die Geschichte Roms und der Kaiser zentriert war und die der Provinzen und des Römischen Reichs vernachlässigte, galt der nachfolgenden Geschichtsschreibung für Jahrhunderte als Maßstab.

Tacitus starb um 125 n. Chr. in Rom.
http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=2083&RID=1 kopieren

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