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(Gast402791)

Meine Gurkenpflanzen im Gewächshaus sind welk

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Mum-Pitz

Mum-Pitz

Rang: Albert Einstein (21.128) | Gartren (10)

28 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (17.06.2008 17:20)

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http://www.wdr.de/tv/ardheim/tipps/april/0204_4.phtml kopieren
....
Pilzkrankheiten an Gewächshausgurken

Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea) an Salat- oder Schlangengurken im Gewächshaus hat seinen Schrecken verloren, denn es gibt mittlerweile eine Reihe resistenter oder toleranter Sorten im Fachhandel.

Resistent soll Sudica F1 von Kiepenkerl sein, tolerant (relativ widerstandsfähig) die Sorten Flamingo F1 und Futura F1 von Sperli Saatgut. Diese drei sind auch gegen weitere Gurkenkrankheiten resistent wie Gurkenkrätze und Blattfleckenkrankheit.

Echter Mehltau befällt vor allem die Blätter, aber auch die Stängel. Ober- und unterseits sind die Blätter mit einem mehlartigem und abwischbarem Belag überzogen. Die Blätter verbräunen später und vertrocknen.

Resistente Sorten gegen Falschen Mehltau (Pseudoperonospora cubensis) gibt es leider noch nicht. Die Symptome sehen wie folgt aus: Auf den Blattoberseiten erscheinen eckige hellgelbe Flecken, die später nachdunkeln. Unterseits kann ein weißgrauer, flockiger Schimmelbelag auftreten. Der Befall breitet sich sehr schnell weiter aus. Die Blätter verbräunen später und sterben ab. Auch hier können ebenfalls die Stängel befallen werden.
Die Sporen können nur dann in die Pflanze eindringen, wenn die Blätter für mindestens fünf Stunden nass sind, was meist in unbeheizten Gewächshäusern der Fall ist, wenn sich bei der nächtlichen Abkühlung Tau auf den Blättern bildet. Die Gefahr, die von der Taubildung ausgeht, wird verringert, wenn man die Gurkenpflanzen erst relativ spät im ungeheizten Gewächshaus auspflanzt, so etwa Ende April.

An der Versuchsstation Auweiler der Landwirtschaftskammer Rheinland hat man überraschend festgestellt, dass sich Falscher Mehltau an Gewächshausgurken durch wöchentliche Spritzungen mit „Steinhauers Mehltau-Schreck“ (SMS – 0,25 Prozent mit 0,25 Prozent Rapsöl) eindämmen lässt. Eigentlich wirksam und getestet gegen Echten Mehltau an Rosen, Wein etc.
Die Sporen können nur dann in die Pflanze eindringen, wenn die Blätter für mindestens fünf Stunden nass sind, was meist in unbeheizten Gewächshäusern der Fall ist, wenn sich bei der nächtlichen Abkühlung Tau auf den Blättern bildet. Die Gefahr, die von der Taubildung ausgeht, wird verringert, wenn man die Gurkenpflanzen erst relativ spät im ungeheizten Gewächshaus auspflanzt, so etwa Ende April.

An der Versuchsstation Auweiler der Landwirtschaftskammer Rheinland hat man überraschend festgestellt, dass sich Falscher Mehltau an Gewächshausgurken durch wöchentliche Spritzungen mit „Steinhauers Mehltau-Schreck“ (SMS – 0,25 Prozent mit 0,25 Prozent Rapsöl) eindämmen lässt. Eigentlich wirksam und getestet gegen Echten Mehltau an Rosen, Wein etc.Dieses Produkt besteht im Wesentlichen aus Backpulver (Natriumhydrogenkarbonat) und ist in der Mischung mit Rapsöl erhältlich bei:

* Rosenhof-Schultheis
Tel. (0 60 32) 8 10 13
E-Mail: bestellen@rosenhof-schultheis.de


Auch das Präparat „Neudo-Vital Obst-Pilzschutz“ der Firma Neudorff konnte den Befall von Falschem Mehltau eindämmen (1 Prozent, 14-tägig gesprüht).

Bei der Fusariumwelke (Fusarium solani und F. oxysporum) werden die Leitungsbahnen der Triebe befallen, äußerlich ist dies nicht erkennbar.Bei Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen welken die Gurkenpflanzen plötzlich. Eine Bekämpfung ist nicht möglich. Allerdings hat es sich gezeigt, dass auf Kürbis veredelte Gurken deutlich robuster und widerstandsfähiger gegen diese Pilzerkrankung sind.

ff


Ergänzung vom 17.06.2008 17:21:

Grundsätzlich sollte man beim Anbau von Gewächshausgurken deren Ansprüche kennen und ihnen gerecht werden. Es sollte eine weite Fruchtfolge eingehalten werden, da Gurken selbst unverträglich sind und eine Reihe von Krankheitserregern im Boden überdauern können.

Die Profis sterilisieren den Boden durch Dämpfen, in den Niederlanden werden Salatgurken u.a. wegen der Bodenmüdigkeit inzwischen fast ausschließlich erdelos (also auf Substraten im Plastiksack) gezogen.

Die Ansprüche an das Gewächshausklima sind groß: Die Lufttemperatur sollte zwischen 16 und 30 Grad Celsius liegen, bei Temperaturen unter 10 Celsius treten Störungen auf. Die Bodentemperatur sollte zwischen 18 und 28 Grad Celsius liegen, unter 18 Grad Celsius entstehen Störungen im Wasserhaushalt der Pflanzen. Der Boden sollte lehmig-humos und durchlässig sein, in jedem Fall ohne Staunässe, der pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 liegen. Die Pflanzen werden nicht beregnet oder besprüht, sondern die Erde direkt befeuchtet.
Die Ansprüche an Bodentemperatur und -qualität verringern sich etwas durch die Verwendung veredelter Gurkenpflanzen, die Pflanzen sind dann deutlich robuster. Im Versand sind auf Kürbis veredelte Gurken der Sorte Sudica F1 bei „Green And Easy“ erhältlich.

* www.GreenandEasy.de

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