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(Gast500328)

Grundsätze der NS-Rassenlehre

1. Schon bald nach der Machtergreifung (1933) ordnete die NS_egierung an, dass in allen Schulen "Rassenlehre" als Pflichtfach zu unterrichten sei. Welche Absicht verfolgten die Nazis mit dieser Anordnung ?
2. Nach welchen Merkmalen versuchte Hitler, Menschen verschiedener Rassen zu bewerten ?

3 Antworten

155527
honorata

honorata

Rang: Mileva Einstein2 (27.483) | nationalsozialismus (109), rassenlehre (5)

4 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (10.11.2008 21:30)

1

http://www.netz-gegen-nazis.de/ kopieren

Zu 2.: wer keinen Arier-Nachweis erbringen konnte, dem ging es nicht gut. Der Ariernachweis, seit 1933 (mit Wirkung des Arierparagraphen) für alle Beamten und öffentlichen Bediensteten und seit 1935 (mit Wirkung der Nürnberger Gesetze) für alle Deutschen eingeführter Nachweis der "deutschen oder artverwandten Abstammung bzw. des Grades eines fremden Bluteinschlages" durch Vorlage entsprechend beglaubigter Urkunden.
Häufig wurde auch eine Ahnentafel oder ein Ahnenpass angefertigt. Verlangt wurde der Nachweis der arischen Abstammung bin in die Generation der Großeltern.
Der Abstammungsnachweis war Voraussetzung für die Zugehörigkeit zu nationalsozialistischen Organisationen und für die Inanspruchnahme öffentlicher Leistungen.

http://shoa.de/drittes-reich/ideologie-und-weltanschauung/540.html kopieren


Ergänzung vom 10.11.2008 21:33:

Im Nationalsozialismus wurde auf diese Weise »Rasse« zum Lebensgesetz für Individuen, Volk und Staat, dessen Herrschaft die deutschen Anthropologen (mit wenigen Ausnahmen) u. a. durch das Erstellen von Rassengutachten stützten.

http://shoa.de/drittes-reich/ideologie-und-weltanschauung/368.html kopieren

Die Rassetheorie geht von der Voraussetzung aus, dass als "ehernes Gesetz" in der Natur die ausschließliche Paarung jedes Tieres mit seiner eigenen Art gelte. Nur außerordentliche Umstände wie etwa Gefangenschaft vermögen dieses Gesetz zu durchbrechen und zur Rassenmischung zu führen.

http://www.antisemitismus.net/rassenlehre/01.htm kopieren


Ergänzung vom 10.11.2008 21:36:

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385552
Petermeister

Petermeister

Rang: T.A. Edison (10.819) | nationalsozialismus (23), rassenlehre (5)

5 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (10.11.2008 23:01)

2

Bei Hausarbeiten.de habe ich folgenden Auszug zum Thema gefunden:

2.1. Theoretische Grundlagen – „Rassenkampf“ und „Rassenhygiene“

Darwin, Gobineau, Chamberlain – diese Namen sind für das Verständnis der NS-Ideologie von umfassender Bedeutung, da sie mit ihren rassentheoretischen Lehren und Ideen im 19. Jahrhundert die Grundlagen für die Rassenideologie der Nationalsozialisten gelegt haben. Der englische Naturforscher Darwin entwickelte die Lehre vom „Kampf ums Dasein“, der zufolge die stärkeren Individuen, bei gleichzeitiger Eliminierung der schwächeren Individuen durch natürliche Selektion, überleben („survival of the fittest“). Gobineau, der den Begriff „arische Rasse“ prägte, versuchte die Ungleichheit der menschlichen Rassen zu beweisen und teilte diese in kulturbegründende, kulturtragende und kulturzerstörende Rassen ein. Chamberlain, auf den die Formel „arisch = germanisch = deutsch“ zurückgeht, vertrat die Ansicht, die „arische Rasse“ sei die allein kulturträchtige.2 Aufgrund der intensiven Lektüre und Auseinandersetzung mit diesen Theoretikern während seiner Inhaftierung in Landsberg entwickelte Hitler in „Mein Kampf“ seine eigene Rassenlehre. Ausgangspunkt der NS-Rassenideologie bildete die Überzeugung von der unveränderbaren, im Blut bzw. den Genen liegenden Verschiedenheit der Rassen, die somit auf biologische Aspekte und nicht auf Einflüsse der Umwelt oder Erziehung zurückgeführt wurde. So ging auch Hitler in „Mein Kampf“ von der Ungleichheit der Menschen aus, die sich höher- und minderwertigen Rassen zuordnen lassen. Dabei stehen sich die unterschiedlich starken Rassen in einem „Rassenkampf“ gegenüber, in dem die stärkere, auf Rassereinheit basierende Rasse als Sieger hervorgehen wird, während sich die schwächere der überlegenen Rasse unterzuordnen hat. Denn Hitler war der festen Überzeugung, dass die Natur den Trieb zur Rassereinheit habe. Dies impliziere den Untergang des Rassemischlings, den Hitler „*******“ zu nennen pflegte, da die Natur ihn mit Unfruchtbarkeit strafe und die „Rassereinen“ zur Blutreinheit treibe.3 An den Untergang des „Bastards“ sei jedoch die Voraussetzung geknüpft, dass eine „höher stehende unvermischt gebliebene Rasseeinheit“4 bzw. ein „Grundstock rassisch reiner Elemente“5 vorhanden bleibe, wie sich Hitler ausdrückte. Die Vermischung von Blut unterschiedlicher Rassen, häufig auch „Durchrassung“ bezeichnet, senke das Niveau der Rasse, führe somit zu einer Abartung der reinen Rasseeinheit und verstoße gegen die Natur. Deshalb galt es im Nationalsozialismus alle Maßnahmen zur „Aufartung“ bzw. „Aufnordung“ zu ergreifen.

Das „Endziel“ der Nationalsozialisten war eine von „minderwertigen Elementen“ befreite Volksgemeinschaft, die jedem anderen Volk in der Welt körperlich und geistig überlegen ist und die Weltherrschaft auf ewig für sich beanspruchen kann. Als minderwertig galten all diejenigen, die nicht in das Bild einer rassisch homogenen, körperlich und geistig leistungsfähigen, erbgesunden und gemeinschaftsfähigen „Herrenrasse“ passten. Daraus leitete Hitler die dringendste Aufgabe des Staates ab. Diese bestand in der Reinhaltung und Gesundung der Erbmasse des Volkes. Damit verbunden war die Pflicht zur „Ausmerze“ aller minderwertigen und parasitären Individuen, d. h. der Staat hatte dafür zu sorgen, alle erblich Kranken und Belasteten für zeugungsunfähig zu erklären sowie alle „Fremdrassigen“ zu eliminieren. Es galt also, den rassisch wertvollsten, gesündesten und kulturspendenden Kern des Volkes und dessen Fruchtbarkeit zu fördern. Für Hitler und die NS-Ideologen stellte die nordisch-arische Rasse den für die Menschheit wertvollsten Kern dar. In Anlehnung an Gobineau galt sie für die Nationalsozialisten als die kulturbegründende und kulturtragende Rasse, denn sie allein habe die menschliche Kultur und Zivilisation sowie die Sprache hervorgebracht und Ergebnisse in Kunst, Wissenschaft und Technik seien das Produkt des Ariers.6 Die Rassenhygiene wurde somit zum „heiligsten Menschenrecht“ erklärt, gleichzeitig aber auch zur „heiligen Verpflichtung“ für alle erhoben, und der

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