Mach deiner "Lütten" mal klar, daß man sich Geld erarbeiten muß.
Sicher steht einem Kind Taschengeld für die Begleichung "kleiner Einkäufe"zu.
Dazu zählt auch ein Kinobesuch,Klamotten.Gerade in der Pubertät wollen die Teenies ja mit ihren Altersgenossen mithalten können :-)
Nee,im Ernst:Taschengeld steht dem Kind schon zu.Aber einen festen Regelsatz gibt es rechtlich nicht.Denn es ist ja einkommensabhängig. Bei Mädchen kompliziert sich die Sache natürlich,
denn deine "Madmoiselle" wird sicher derzeit öfter und länger vor dem Spiegel stehen, als du. Outfit, Kosmetika, Friseur usw.
Mach mal bitte folgendes (nur ein Vorschlag von mir):
Ich entnehme deinen Zeilen, daß du alleinerziehend bist,ja? Ist das so ?
Dann setzt dich mal mit deiner Tochter in Ruhe zusammen,und erkläre ihr sachlich, daß du bereit bist, ihr Taschengeld zu geben, damit sie sich eigene Wünsche erfüllen kann.
Wenn sie meint,sie hätte Anspruch auf das gesamte Kindergeld plus den Unterhalt ihres Vaters, also das sind ja nach deinen Angaben dann 454 Euro, dann mache ihr mal klar, daß ein Arbeitsloser mitunter weniger hat, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Sag ihr höflich, dass du ja ohnehin alles für sie mitbezahlst, Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung, Telefon, Fernsehgebühren, und warscheinlich auch noch Internetgebühren. Und dann sag ihr mal, daß du
dafür nur begrenzte Mittel zu Verfügung hast, sie aber sich keine Sorgen machen braucht, mal unter der Brücke schlafen zu müssen, weil du ja für sie sorgst.
Taschengeld JA. Aber in einem vernünftigen, angemessen Rahmen.
Kinder und Jugendliche, die noch kein eigenes Geld verdienen, sollen erstmal lernen, mit Geld umzugehen. Dazu trägt die Zahlung von Taschengeld ja auch bei. Es ist jetzt schwierig, einen monatlichen Betrag festzulegen. Schon gar nicht nach den "Bedürfnissen" deiner Tochter.Denn die sind sehr subjektiv, wenn nicht sogar sehr individuell und nicht alles ist nötig, was man gerne hätte. Denn du hast ja sicher auch mehr Bedürfnisse, als du dir finanzieren kannst. Mach ihr das auch klar.
Ich würde meinen, daß 10-12 Euro pro Woche deine Tochter zufrieden stimmen sollten.Das wären 45 Euro im Monat,nach alter Währung etwa 90 Mark.Das ist etwa soviel,wie ich damals während meiner Wehrdienstzeit bei der DDR Armee monatlich erhalten habe, oder soviel wie ein Lehrling im ersten Lehrjahr in der DDR. Nun gut,lassen wir diese Sache mal außer Betracht, auch daß sich die Preise stark nach oben geändert haben,ebendso die Währungsfrage.
Allerdings mussten wir damals was tun für das bisserl Geld.
Du bist keinesfalls verpflichtet, ihr die 300 Euro Unterhalt von ihrem Vater auszuzahlen. Der Unterhalt wird gezahlt,damit du, und ich denke ja immernoch das du alleinerziehend bist, deine Tochter versorgen kannst, aber nicht dafür, daß sie das Geld verjubelt.
Natürlich haben selbst Kinder vor Gericht schon eingeklagt, daß sie finanziell vernachlässigt werden. Das war dann der Fall, wenn die Mutter beispielsweise den Unterhalt "versoffen" hat und die Kinder keine Frühstücksbrote in der Schultasche hatten. Aber dieses Problem besteht bei euch ja mit Sicherheit nicht.
Zusammenfassend: Ich denke,40-50 Euro im Monat wäre eine sehr gute Alternative,wenn du es finanziell kannst.Sie kann es in einer Woche ausgeben,dann hat sie für den Rest des Monats nichts mehr,oder sie lernt es,auchmal auf einen größeren Wunsch zu sparen.
Und wenn sie's gelernt hat zu tun,und du es merkst,dann kann man ja immer mal noch ein paar Euro drauflegen, die dann fehlen, wenn sie sich eine langersehnten Wunsch erfüllen möchte.
Beispiel: Sie will sich eine schicke Hose oder Schuhe für, na sagen wir mal 120 Euro kaufen.Hat lange darauf gespart,aber es fehlen ihr immer noch 20 Euro.
Dann sagst du: Hier,den Rest gebe ich dir heute mal dazu.Geh los,und kauf dir deine Jacke/Schuhe heute schon.
Dann sind ja auch noch Geburtstag,Weihnachten.Da kann man auch mal ein zusäzliches Taschengeld geben.Aber die Prinzipien sollten eingehalten werden.Schreib ihr aber nicht vor, was sie mit dem Geld macht.
Sie muss es lernen.
Alles Gute