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bfighter
bfighter (Rang: Nobelpreisträger)

welche probleme bringt das Wildern im Regenwald alles mit


Ergänzung vom 08.03.2009 12:45:

Gibt es einen solchen teufelskrei(oben eingefügt) auch für das Wildern also wenn ein tier stirbt das andere auch davon betroffen sind

1 Antwort

475615
rosavita

rosavita

Rang: Melitta Bentz (9.849) | regenwald (16), Wildern (8), Wilderer (8)

6 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (08.03.2009 12:31)

1

Das natürliche Gleichgewicht wird empfindlich gestört.
Nicht nur in Bezug auf die gewilderten Tiere und den davon abhängigen Tieren.
Auch durch rücksichtsloses Verhalten der Wilderer werden Pflanzen zerstört, Tiere um ihren Lebensraum gebracht, einheimische Bevölkerung um ihre Narungsquellen beraubt.
Außerdem können Wilderer Krankheiten und Schadtiere einschleppen, gegen die die einheimischen Pflanzen, Tiere und Menschen keine Abwehrstoffe besitzen.


Ergänzung vom 08.03.2009 13:18:

Im Grunde gibst du in deiner Ergänzung die Antwort ja schon selbst!
Allerdings bezieht sich das ja in erster Linie auf den Mensch und hat vorrangig nicht ausschließlich mit dem Wildern im Regenwald zu tun.
Der da gezeigte Teufelskreis ist eine ganz allgemeine Folge der Ausbeutung der armen Länder.
Das Wildern führt da noch erschwerte Verhältnisse hinzu: Der im Regenwald lebenden Bevölkerung wird die natürliche Lebensgrundlage entzogen, dadurch, dass das ursprünglich aussschließlich von ihnen gejagte Wild durch Wilderer dezimiert wird.
Folglich muss die einheimische Bevölkerung verstärkt auf importierte Ware zurückgreifen, was die beschriebenen Folgen nach sich zieht.
Wobei der abgebildete Kreislauf eine Westliche Sichtweise enthält:
Die Steigerung der Landwirtschaftlichen Produktion wäre erst gar nicht notwendig, wenn der Bevölkerung nicht ihre Lebensgrundlage entzogen worden wäre!
Alle daraus sich ergebenden Probleme entstehen erst durch das Aufzwingen der Westlichen Sichtweise auf die Eiheimische Bevölkerung!
Die sinkende Produktivität auf Grund von Krankheiten und Armut ergibt sich aus der aufgezwungenen Annahme des Westlichen Lebebsstandards.
Dieser Teufelskreis wäre zu durchbrechen, wenn nicht unser Produktionsprinzip aufgezwungen würde, das sich in diesen Gebieten auf Grund der ganz anderen Umweltbedingungen eigentlich gar nicht umsetzen lässt, sondern durch behutsames moderniesieren der bestehenden Methoden.
So wurde z.B. schon immer Brandrodung angewandt, in dem kleine Teilbereiche des Regenwaldes abgebrannt, einige Jahre genutzt wurden und dann wieder sich selbst überlassen. Das hatte sogar den positiven Effekt der Verjüngung des Regenwaldes, ohne ihn nachhaltig zu zerstören.
Erst die Westler begannen den gerodeten Boden permanent zu nutzen, was ihn auslaugt, so dass immer mehr gerodet werden muss, und der ausgelaugte Boden benötigt zusätzlichen Dünger, den sich die arme Bevölkerung aber nicht leisten kann, so dass sie immer mehr verarmen.
Rückkehr zu alten Methoden würde dies aufheben.

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