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Happy-Girl
Happy-Girl (Rang: Einsteigerin)

Ich suche ein Gedicht, ein Text oder ein Roman über Frauen in der NS-Zeit!

In der Schule muss ich ein Referat machen über Frauen im Nationalsozialismus.Ich suche jetzt entweder ein gedicht, ein Text oder Ein Roman über dieses Thema.Schon mal danke im Voraus

3 Antworten

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Monleyca

Monleyca

Rang: Ada Lovelace (11.993) | Frauen (103), Gedicht (36), Frau (22)

6 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (09.03.2009 18:16)

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Kessi2109

Kessi2109

Rang: Nobelpreisträgerin (5.472) | Frauen (12), Gedicht (12), Roman (10)

7 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (09.03.2009 18:17)

2

Eine deutsche Mutter
Text: Erich Weinert

Am Freitag holten sie den Jungen weg.
Er griff noch schnell nach ihrer Hand. „Nicht weinen!“
Sie weinte nicht. Sie stand ganz weiß vor Schreck,
Ganz weiß vor Schreck. Sie hatte nur den einen.

Sie lag im Fenster bis um Mitternacht.
Dann rannte sie zum Polizeirevier.
„Um sieben ist er aus dem Haus gebracht.“
„Hans Fischer? Jakobstraße sechs? Nicht hier.“
Sie lief zum Polizeipräsidium.
„Hans Fischer? Ist hier gar nicht eingetragen.“
„Nicht eingetragen?“ Lange stand sie stumm,
Ganz weiß vor Schreck. „Wo kann man das erfragen?“
Die lachten nur. „Das ist so eine Sache.
Vielleicht in Tempelhof, Columbiahaus.“
Sie lief dorthin. Da stand ein Posten Wache.
„Hans Fischer, lieber Herr, ist der schon raus?“
„Das weiß ich nicht. Es sind so viele hier.“
Sie faßte seine Hand. „Es ist mein Sohn!“
„Dann fragen Sie beim Polizeirevierl“
Sie stand ganz weiß vor Schreck. „Da war ich schon.“
Der Posten sagte: „Bitte weitergehn!“
Sie lief zurück zum Polizeirevier.
Es war schon Morgen. „Ach, Sie suchen wen?
Hans Fischer, Jakobstraße - der ist hier.“
Die Tränen liefen über ihr Gesicht.
„Kann ich ihn sprechen? Kommt er nicht bald raus?“
Der Mann am Tische sagte: „Leider nicht,
Er ist gestorben. Sieht auch nicht gut aus.“
Ihr Mund stand offen. Doch es kam kein Wort.
Man führte sie behutsam vor die Tür.
Im kalten Morgen stand sie wie verdorrt
Und sank zusammen wie ein Stück Papier.
Vor tausend Türen tausend Mütter sterben ...
Doch einmal wird ein wilder Wind aufstehn,
Die kalte Asche ihres Grams verwehn
Und wird die bleichen Mütterwangen färben.
Und tausend Mütter stehen auf im Land,
Der toten Söhne Fahne in der Hand!


Ergänzung vom 09.03.2009 18:20:

dieses Gedicht haben wir damals in Kunst interpretiert...jeder hat sich eione Textstelle ausgesucht und dann gemalt. Ich hatte "sie lag im Fenster bis um Mitternacht". Inzwischen ist es (denke, denke, denke) ich glaub, 223 Jahre her und ich habs nicht vergessen, das Gedicht hat mir damals und heute sehr imponiert.


Ergänzung vom 09.03.2009 18:21:

*lach* nein, ich bin nicht Methusalems Frau!!! Es ist nur 22 oder 23 Jahre her!

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Taumariechen

Taumariechen

Rang: Doktorin (2.965) | Frauen (7)

61 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (09.03.2009 19:11)

3

ganz aktuell: der vorleser

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