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Teresa527
Teresa527 (Rang: Doktorandin)

wer sind /oder waren die slawen?

3 Antworten

18449
El_Chivato

El_Chivato

Rang: Juniorprofessorin (3.431) | Geschichte (555)

2 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (25.03.2009 10:29)

1

http://de.wikipedia.org/wiki/Slawen kopieren
Alles sehr schön einfach erklärt^^

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beerbel54

beerbel54

Rang: Mileva Einstein3 (41.746) | Geschichte (1.236)

17 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (25.03.2009 10:44)

2

Slawen: Ursprünglich nördlich der Karpaten im Bereich der Rokitnosümpfe und am Oberlauf des Dnjepr siedelnde indogermanische Stämme, breiteten sich nach Abzug der Germanen unter der Oberhoheit der Awaren im 6. Jahrhundert über die ungarische Tiefebene und auf der Balkanhalbinsel aus; von dort drangen sie in den Ostalpenraum ein und besiedelten weite Gebiete des heutigen Österreichs. Südslawische Stämme (genannt Winden oder Slowenen) trafen um 592 bei Toblach im Pustertal auf die Baiern und gelangten in den Lungau, durch das Mur- und Mürztal, über die Tauern bis nach Oberösterreich und über den Semmering nach Niederösterreich. Nordslawen drangen ab dem ausgehenden 6. Jahrhundert in das Mühl- und Waldviertel vor. Die Slawen übernahmen von den noch im Donau- und Alpenraum lebenden Romanen und Germanen Namen (Pielach, Zusammensetzung aus "biela" = weiß und Ache) und Kultstätten. Die slawischen Stämme schufen mit ihrer Arbeit die wirtschaftliche Basis für die Awarenherrschaft und mussten diesen Kriegsdienste leisten. Samo gründete ein von 623 bis zirka 660 nachweisbares Slawenreich, zu dem vielleicht auch Teile Österreichs gehörten. Nach dessen Zerfall behaupteten die im Alpenbereich lebenden Stämme ihre Unabhängigkeit, gründeten das Fürstentum Karantanien mit dem Sitz Karnburg und bildeten dort die Schicht der Edlinger. Als die Awaren versuchten, sie zu unterwerfen, wandte sich Fürst Boruth an den Baiernherzog Odilo, der die Awaren besiegte, die Karantanen jedoch unter seine Herrschaft stellte. Bischof Virgil von Salzburg organisierte die Missionierung, in Molzbichl bei Spittal an der Drau bestand im 8. Jahrhundert ein Kloster, der Chorbischof Modestus (757-63) gründete die 3 Hauptkirchen Maria Saal, Lurn-St. Peter im Holz und Undrima; darüber berichtet die "Conversio Bagoariorum et Carantanorum", eine 870/71 in Salzburg verfasste Denkschrift. Auch das Bistum Freising (dort wurde die von Missionaren entworfene älteste slawische Schrift überliefert) und das Patriarchat Aquileia (811 wurde die Drau Grenze zwischen diesem und dem Erzbistum Salzburg) beteiligten sich an der Christianisierung. Nach der Zerstörung des Awarenreichs durch Karl den Großen gerieten die Slawen des Donauraums und Pannoniens unter fränkische Oberhoheit, die Slawen Karantaniens behielten hingegen bis 828 eigene Fürsten. In der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts bildete sich das Großmährische Reich, das von den Magyaren zerstört wurde. Später kam es zu keinen großräumigen Herrschaftsbildungen im österreichischen Raum mehr, es gab aber kleine Gebiete etwa um Gars (Niederösterreich), wo am Beginn des 10. Jahrhunderts ein Graf Josef ansässig war und 1040 eine Slawenburg vom Babenberger Leopold zerstört wurde. Die Gräberfunde des 10. Jahrhunderts (in Messern, Thunau, Pottenbrunn, Köttlach, alle Niederösterreich) weisen auf eine starke slawische Besiedlung des Alpenvorlands. Im 11. Jahrhundert gingen die Slawen im Donaugebiet in der durch vorwiegend bairische Kolonisation geprägten Bevölkerung auf. In Kärnten und der Südsteiermark (Slowenien) bestand weiterhin eine slawische Bevölkerungsmehrheit. An die slawische Besiedlung erinnern viele Gewässer-, Berg-, Flur- sowie Ortsnamen (Graz = "gradec", Burg; Feistritz = "bistrica", Wildbach; Liesing = "lesnica", Waldbach). Von diesen Slawen sind die Kärntner Slowenen noch als geschlossen siedelnde Gruppe erhalten, während die übrigen Minderheiten (Kroaten im Burgenland, Tschechen im Wiener Raum) Zuwanderer der Neuzeit sind.

http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.s/s622542.htm kopieren

Derzeit ist etwa jeder dritte Europäer slawischer Abstammung.

http://www.slawen-in-europa.eu.tf/ kopieren

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20066
Aladin399

Aladin399

Rang: Juniorprofessor (3.824) | Geschichte (363)

37 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (25.03.2009 11:04)

3

Die Slawen gehören zur indogermanischen Völkergruppe und werden Anfang des 6. Jh. erstmalig erwähnt.
Die Heimat und der Bildungsprozeß der Slawen sind bis heute noch ungeklärt. Wahrscheinlich waren Kulturgruppen der späten Eisenzeit, die am oberen Dnjepr und Dnjestr wohnten, an ihrer Herausbildung beteiligt.
Als nach der 375 beginnenden Völkerwanderungszeit ganze Landstriche Mitteleuropas entsiedelt waren, drangen entlang der Weichsel, Saale und der Elbe slawische Völkerschaften in die ehemaligen germanischen Siedlungsräume ein. Teilweise hatten sie auch noch Kontakt zu den verbliebenden germanischen Siedlern, wie bei Ausgrabungen in Tornow (Brandenburg) bestätigt werden konnte.
Die slawischen Siedlungen unterschieden sich grundlegend von den germanischen. Die Slawen bauten Mehrhausgehöfte aus kleinen, in den Boden eingetieften, viereckigen Räumen, während die Germanen Langhäuser bevorzugten. Auch die Keramik war anders. Während die Germanen zu dieser Zeit die Drehscheibenkeramik bevorzugten, fertigten die Slawen handgefertigte Keramik vom sogenannten Prager Typ.
Schon frühzeitig (8./9. Jh.) bildeten sich im slawischen Westbereich politische Mittelpunkte heraus, die sich in befestigten Siedlungen manifestieren.
Um die Jahrtausendwende entwickelten sich daraus herrschaftliche und wirtschaftliche Zentren. Gleichzeitig entstanden Stammesterritorien.
Diesem wurde in den östlich der Elbe gelegenen großen Burgen (deren Burgwälle heute noch die Landschaft prägen) Ausdruck verliehen.
Als deutsche Kolonisten in die westlich gelegenen slawischen Gebiete der Wenden eindrangen, kommt es zu einer Überschichtung. Bis ins Spätmittelalter lebten Deutsche und Slawen friedlich nebeneinander.
Noch heute leben slawische Menschen vom Stamme der Sorben im östlichsten Teil Deutschlands mit ihrer eigenen Kultur und der speziell zu Feiertagen angelegten wunderschönen Frauentracht.

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