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Interview mit Nadeshda

Liebe Community, schon eine ganze Weile war es ruhig in Sachen Interviews auf dem COSMiQ-Blog – das soll sich heute aber ändern.  weiter ...



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sternchen500580
sternchen500580 (Rang: Einsteigerin)

hochsensibilität

bei mir wurde hochsensibilität mit verstärkter empathie diagnostiziert.meine frage wie geh ich damit um um nich in depressionen zu verfallen.wie kann man feststellen,wann ich meine gefühle empfinde und wann es gefühle anderer menschen sind.bin deswegen in depressionen geschlittert und will das durch mein wissen heraus jetzt ändern,das mir das nich wieder passiert.über eure erfahrungen und meinungen wäre ich euch sehr dankbar,lg.susi

4 Antworten

294746
Borstenpinsel

Borstenpinsel

Rang: Mileva Einstein (21.786) | Psychologie (273), Gefühle (9), Gedanken (7)

6 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (05.10.2009 22:57)

1

Ich habe mit meinen Depressionen abgeschlossen, als ich mit größtmöglichem Willen beschlossen habe, nicht mehr depressiv zu werden. Das hat sehr gut funktioniert, setzt aber einen erheblichen Dickschädel voraus.

Dort fühlst dich wahrscheinlich hier besser aufgehoben:


Ergänzung vom 05.10.2009 23:04:

Das Wichtigste ist, dass du merkst, dass du mit einer solchen Sensibilität nicht allein dastehst und lernst, deren positiven Seiten zu sehen. Du erlebst nicht nur das Negative und Belastende intensiver als andere Menschen, sondern auch die schönen Seiten des Lebens. Es ist wichtig dass du lernst, diese in deinem Leben mehr hervorzuheben.

5 Kommentare

294746
Borstenpinsel
Borstenpinsel

Danke!

Dir auch einen schönen Rest-Abend! ;-)

543577
sternchen500580
sternchen500580

was ist das positive an sensibilität ich empfinde es eher als negativ vor allem dann mit zuweinen wenn andere traurig sind obwohl ich es ev.grad nich bin.find ich einfach schrecklich.ich bin mittlerweile schon kontakt scheu geworden und hab mich von meinen freunden abgewandt weil sie mich nich verstehen oder sie wollen mich nich verstehen

294746
Borstenpinsel
Borstenpinsel

Ich weine auch immer mit. Aber das ist in Ordnung, weil Tränen, wie man ja so sagt, die Seele reinigen.
Man kann andere Menschen besser verstehen, weil man sich in sie hinein versetzen kann. Und man kann ihnen dadurch auch besser helfen. Man bekommt dadurch auch möglicherweise mehr Nähe zu Menschen, wenn man sie nicht fürchtet.

Na ja, Gruselfilme und Thriller muss man halt vermeiden, aber das ist ja kein Problem. *g*

543577
sternchen500580
sternchen500580

naja gruselfilme is glaub ich nix für mich g ja ich bin immer da und versuch andern zu helfen,aber ich selbst hab probleme wie ich festgestellt hab nähe zuzulassen,solang es nich um meine probleme geht is bei mir alles ok aber wehe wenn einer anfängt mich zu analysieren...fg

294746
Borstenpinsel
Borstenpinsel

Man darf nicht nur anderen Menschen helfen, ums von sich selbst abzulenken und zu verdrängen. Da hast du schon Recht. Manchmal ist man auch in Gefahr, zum Seelenmülleimer aller Anderen zu werden und kommt selbst nicht zu Wort. Dann muss man sich andere Freunde suchen.

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DOTx2

DOTx2

Rang: Nobelpreisträger (6.436) | Psychologie (482), Gedanken (15), Gefühle (13)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (06.10.2009 01:35)

6

Liebes Sternchen,

trotz Borstenpinsels ausgezeichneter Antwort und Labradorines berechtigtem Einwand, noch ein Beitrag zu deiner Frage von mir. Als erstes ein etwas flappsig klingendes Gedicht mit ernst gemeintm Hintergrund:

Ich wollt, ich wär ein Elefant.
Ich würde jubeln laut!
Mir wär´s nicht um das Elfenbein,
nur um die dicke Haut. (Urheber leider unbekannt)

Wir wissen, dass Elefanten, trotz ihrer dicken Haut, äusserst sensible Tiere sind. Das heißt, wir sind wie wir sind, können nicht einfach aus unserer Haut, sondern müssen zusehen, wie wir möglichst mit heiler Haut durchs Leben kommen.

Ein Freund, der Sozialarbeiter geworden war, hatte zu Beginn in seinem Beruf schwer zu leiden, weil er sich alles, was ihm da begegnete, sehr zu Herzen nahm. Ich hätte ihm gerne eine dickere Haut gewünscht, stieß damit bei einem gemeinsamen Freund auf Widerspruch: "Der muß da durch. Wenn er nicht so wäre, wie er ist, dann könnte er keine so gute Arbeit machen, wie er das tut."

Sensibilität und Empathie sind also Talente, die nicht jeder hat. Talente waren in der Antike eine Münzeinheit und man solle damit wuchern, steht in der Bibel (Mt 25,14-30). Man soll sie einsetzen, heißt das, aber auch pfleglich damit umgehen.

Wer sensibel ist, weiß meist um seine eigenen Schwächen sehr genau.
Und wer empathisch ist der hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Umgebung, weshalb auch jeder dann gerne damit zu dir kommt und freizügig bei dir Trost und Zuwendung holt. Wahrscheinlich gibst Du davon auch gern und freizügig und fühlst dich in dem Moment auch gut, denn Du bist ja ein gefragter Mensch.

Und flugs hat sich das Talent von einem Guthaben in eine Belastung, eine Depression verwandelt. Ähnlich wie ein Lottogewinner, dem alle die Türen einrennen, der auch keinen zurückweist und der, wenn alle gegangen sind mit leeren Taschen dasteht, ohne wirklich jemandem damit geholfen zu haben.

Du willst wissen, wann etwas dein Gefühl ist und wann das eines anderen. Den Trennungsstrich wirst Du sicher nie sauber ziehen können, weil Du sehr viel, was an dich herangetragen wird, nachvollziehen kannst und weil da jeweils eine eigene Saite in dir beginnt mitzuschwingen. Der Trennungsstrich ist aber an einer anderen Stelle zu ziehen: Du bist dadurch dass Du das Weh und Ach anderer Menschen verstehst nicht automatisch zuständig und verantwortlich für dieses Weh und Ach und Du mußt dich deshalb auch nicht daran beteiligen. Du kannst, wenn Du willst, ihnen signalisieren, dass Du sie verstehst und kannst ihnen dadurch vielleicht helfen es selbst besser zu verstehn und vielleicht finden sie dadurch besser zu einer Lösung, denn die die müssen sie alleine für sich finden.
Grenzen setzen nennt man so etwas. Das ist etwas anderes als sich zurück ziehen.

Ich denke, ich erzähle dir hier nichts völlig neues und Du weißt sicher auch, dass es mit dem Wissen darum alleine nicht getan ist. Drum schließe ich mich Labradorines Rat an, hol dir fachliche Hilfe, um das Grenzen setzen einzuüben. Viel Erfolg! DOT

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keksi12345

keksi12345

Rang: Einsteigerin (0)

5 Tage nachdem die Frage gestellt worden ist (10.10.2009 00:56)

7

hallo...:)
ich glaube der erste schritt, ist sich nciht als "krank" anzusehen.
Keine negative Denkweise zu entwickeln. Wie:
"Oh Nein! Da kann ich nicht hingehen viel zu viele Menschen. Viel zu viel Lärm! Das kann ich nicht machen, und das auch nicht! Oh wieso nur?" also nicht im selbstmitleid versinken!
Hochsensilbe Menschen nehmen die Reize ihrer Umwelt viel deutlicher war. Sie spüren Stimmungen und die Befindlichkeit anderer Personen
und empathische Menschen haben dieses "Helfersyndrom" ;) und steht dem, der Hilfe braucht gerne zur verfügung.
Also solltest du es als eine Fähigkeit sehen, die nicht viele haben.
Auch wenn du dich in manchen Stuationen nicht sehr wohl fühlst udn manchmal eine Pause brauchst ist das okay. Aber Grenzen musst du dir setzen, damit du nicht in Depressionen vrfällst und dich gänzlichst zurückziehst. Ich kann dir Leider keine Tipps geben, wie du Grenzen setzt und wie du im Alltag am besten mit deinen "taltenten :)" umgehst, weil ich bisher nur darüber gelesen habe. Aber der post von "Borstenpinsel" zeigt dir ja links zu foren, in denen es vielen geht wie dir. Außerdem steht dir noch die möglichkeit offen, dir fachliche Hilfe zu suchen. Aber sieh dich bitte nicht als Krank! Das ist der beste Rat den ich dir geben kann. :)

es grüßt
keksi

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Lionbeard

Lionbeard

Rang: Albert Einstein (15.731) | Psychologie (479), Gedanken (64), Gefühle (61)

6 Tage nachdem die Frage gestellt worden ist (11.10.2009 02:41)

8

Hochsensibilität und verstärkte Emphathie ist eine Gabe, kein Fluch, auch wenn es einem manchmal so vorkommt.Ein guter anfang wäre es, zuerst mal den Fernseher abzuschaffen. Klingt auf den ersten Blick blöd, ist es aber ganz und gar nicht. Bei dem eher guten Zeug, Krimis, Thriller. oder sogar Nachrichten, kriegst du die Krise und stumpft deine Gabe (und den Gehirn sowieso) dann mit Billig-Müll wie auf SAT1 zu.
Fernseher abschaffen ist eine sehr gute Idee (Ich hab meinen vor über 12 Jahre abgeschafft, und vermiss ihn nur noch ganz selten! Hab aber auch enie gute Alternative als Radiosender: SWE3, nur um einmal ein bißchen Werbung zu machen)
Der nächste Schritt ist der schwierigere. Auch wenn es vielleicht manchmal schwer zu glauben ist: Es gibt auch noch zahlreiche Menschen, die Positiv drauf sind und positive Gefühle ausstrahlen: Such dir solche als Freunde, meidem soweirt es möglich die Leute, die Negativ drauf sind (Nicht einfach, ich weiß).

Wichtig ist, dir selbst Grenzen zu setzen, bzw zu merken, wo diese sind und wo du sie nicht erweitern kannst.
Emphathie heißt, die Gefühle der anderen verstärkt zu spüren, der Trick ist: Nicht gleich losrennen, und dem Anderen versuchen zu helfen (Dann gleitest du ins Helfersyndrom ab), sondern erst mal tief durchatmen, und das Gehirn einschalten.
Personen "Ausblenden" die du nicht kennst: deine Gabe verscuhem zu blockieren: Sie kann dich nämlich hindern, denjenigen wirklich zu beurteilen: Wenn er auf deine Gefühle abzielt, (als Beispiel: Ein Bettler, der auf den Knien liegt und dir eine Schale entgegenhält löst selbst bei Nichtsensiblen extreme Gefühle aus. Bei Emphathen schaltet es die Sensibilität aus, klingt seltsam, ist aber wahr: Denn als Hochsensibler merkst du, dass diese Demutsgeste gefaket ist. Der Bettler ist nicht selten Teil einer Organisation, die Demutsgeste geht aber erst mal auf deine Emphathie)

Wenn du mekrst, dass es einem Anderen, denn du kennst, schlecht geht, nicht gleich mit der Türe ins Haus fallen. Bei passender Gelegenheit: "Dir gehts aber heute nicht gut!"
Aber sei bereit, dass du dann vielleicht die ein oder ander belastende "Beichte" bekommst.
Bestimmte Dinge sollte man generell meiden: Ich ertrage bis heute keine großen Menschmasse: Einkaufstraße am Samstag, überfüllte Konzerte, oder ander große Menschansammlungen

Und daraus folgernd: du musst dir auf heden Fall "Ruhezonen" einrichten: Also persönliche Bereicheund Zeiten, in denen du allleine bist und Kraft sammeln kannst.
Und wichtiger als Alles Andere: Freunde. Echte Freunde!
"Ein Freund ist jemand, der dich kennt und trotzdem mag!"

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31404
Labradorine
Labradorine

Ich glaube, dass du mit dieser Frage hier nicht unbedingt richtig bist. Wir hier sind nur Laien. Am besten wird dir ein Psychotherapeut sagen können, wie du mit dieser Hochsensibilität umgehen kannst.

Vielleicht bekommst du auch hier einige Antworten, aber bitte bewerte sie vorsichtig. :-)

 

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