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RonjaDD
RonjaDD (Rang: Juniorprofessorin)

Trauerverarbeitung

Ich wollte wissen, wenn ihr das sagen mögt und Erfahrungen habt, wie ihr die Trauer um einen Menschen verarbeitet habt, da ich nicht weiß wie und es nach einem Jahr immer noch sehr weh tut, was sicherlich normal ist.
Würde mich freuen.

13 Antworten

757963
Gan

Gan

Rang: Albert Einstein (20.501) | Tod (104), Trauer (18), Trauerbewältigung (8)

117 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 09:23)

1

Kommt auch darauf an wie Nahe man dem steht der von uns gegangen ist.
Ich verspüre immer noch eine tiefe Trauer und Schmerz der wohl bleiben wird wenn ich an meine verstorbene Frau denke ist 3 Jahre her.
Aber der Schmerz ist noch wie am Anfang ungeheuer stark ein auf und ab von Gefühlen.
Trotzdem das Leben feht immer weiter.

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297377
Japanese

Japanese

Rang: Mileva Einstein (21.006) | Tod (32)

35 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 08:02)

2

Wenn du anfängst dankbar zu sein diesen Menschen kennen- und liebe gelernt zu haben wird es dir leichter fallen ohne ihn leben zu können.
Erinnere dich immer an schöne Zeiten mit ihm und tue es für ihn wieder fröhlich zu sein und lachen zu können. Auch du kannst für andere ein guter, liebender Mensch sein wie er es für dich war. Dann können auch andere froh sein dich kennengelernt zu haben. Die Erinnerung daran ist etwas Wunderbare, oder nicht?


liebe Grüße japanese

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174523
RonjaDD
RonjaDD

ja, aber die Erinnerungen tuen auch weh, vielleicht bin ich noch nicht soweit, aber ja es war eine wunderschöne Zeit an die ich gerne denke....

33596
gretchen1843
gretchen1843

Und so musst Du sie einfach auch in Erinnerung behalten, dann wirst Du eines Tages auch wieder über manche Begebenheit lächeln können, ohne traurig zu sein. Glaub mir das, ich weiß, wovon ich rede.

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33596
gretchen1843

gretchen1843

Rang: Mileva Einstein2 (31.967) | Tod (166), Trauer (50), Trauerbewältigung (11)

75 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 08:42)

3

Um Trauer verarbeiten zu können, musst Du sie erst einmal in allen Phasen zulassen. Es wird eine Zeit geben, in der Du "dem Tod" zürnst, weil er Dir diesen Menschen genommen hat (bei mir war es mein Mann), eine Zeit wird sein, da wirst Du sogar auf den Verstorbenen wütend sein, weil er Dich verlassen hat ... Es wird auch eine Zeit kommen, da glaubst Du, die Trauer bewältigt zu haben und versuchst, nach vorn zu schauen (bei mir nach 3 Jahren). Und plötzlich erkennst Du vielleicht (bei mir jetzt, nach 6 Jahren), dass der Tote Dir mehr denn je fehlt und Du noch lange nicht auf dem Weg nach vorn bist. Alles das ist normal, weil jeder Mensch damit anders umgeht.
Gute Erinnerungen sollten aber nicht wehtun, sondern immer ein Lächeln in Dein Gesicht zaubern, auch dann, wenn es schade ist, dass Du sie mit diesem Menschen eben nicht mehr teilen kannst. Such Dir Ersatz durch Lesen, Schreiben, Musik hören ...
Alles Gute.

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106251
Pit

Pit

Rang: Nobelpreisträger (6.490) | Tod (5)

24 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 07:51)

4

Also ich denke "normal" gibt es hier nicht. Es kommt doch wohl auch darauf an, wie nahe man demjenigen gestanden hat. Mein Vater ist vor 24 Jahren verstorben und ich glaube darüber hinweg zu sein. Kommt wohl mit der Zeit. Aber ich werde immer noch sehr traurig, wenn ich mir bewusst werde, dass sein Bild verblasst und es langsam verschwindet. Lass deine Trauer zu und dann wirst du sie überwinden. Lebe mit ihr, aber gebe ihr nicht die erste Stelle. Gestehe dir ein, dass lebende Personen vorrangiger sein sollten.

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764805
sandora

sandora

Rang: Juniorprofessorin (3.915)

91 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 08:58)

5

Das Problem ist doch eigentlich, daß man mit niemanden wirklich darüber reden kann, da in der heutigen Zeit das thema Tod einfach verdrängt wird. Für mich war eines der schlimmsten Dinge nach dem Tod meines Mannes, daß die Leute mich gemieden haben, aus Angst ich könnte darüber reden..... DAS muß man mal überwinden.
Ich habe dann eine lange Reise unternommen um mich selbst mal in Ruhe mit allem auseinander zu setzen, um einen Abschied zu schaffen, um mich in Ruhe noch mal an all die schönen Augenblicke, das Glück mit ihm, zu erinnern.
Patentlösungen gibt es nicht, da jeder anders mit seiner Trauer - die ja eigentlich für alle anderen zu depremierend ist- umgeht und lernen muß, wieder nach vorne zu blicken.
Jetzt, nach 6 Jahren denke ich nach wie vor täglich an ihn. Mein jetziger Mann hat aber auch viel Verständnis, wenn ich mal wieder anfange Geschichten von meinem verstorbenen Mann zu erzählen oder bei irgend einem Thema so Sachen sage wie: xy hätte da ...gesagt, getan...
Vergessen werde ich ihn nie, das soll man ja auch nicht.
Raten kann Dir da niemand das Richtige, da jeder Fall anders ist, jeder Mensch anders ist.....aber wenn es gar nicht geht, dann suche Dir doch eine Selbsthilfegruppe - hat bei meiner Schwester nach dem Tod ihres Sohnes geholfen.

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giggl

giggl

Rang: Einsteigerin (27) | Tod (67), Trauer (6), Trauerbewältigung (6)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 09:37)

6

Liebe Ronja, aus eigener schmerzvoller Erfahrung kann ich deine Trauer mitempfinden. Ich habe mit 47 Jahren meinen Mann verloren, 4 Jahre später meine 23-ig jährige Tochter und 2 Jahre später starb meine
Mutter.Nach jetzt 10 Jahren wird der Schmerz erträglicher,aber die Narben bleiben. Lass deine Trauer zu und gib ihr Raum! Sprich mit Freunden und weine oder schreie,
wenn dir da nach ist. Ich wünsche dir solche Freunde, bei denen du dich gehen lassen kannst! Geh wieder unter Menschen! Aber bestimme selbst, wenn du allein sein willst! Mach nicht den Fehler dich zu betäuben, mit Alkohol oder Tabletten. D u bist stärker, als du denkst!
Ich schreibe dir ein Gedicht von Henry Scott Holland, daß mich sehr getröstet hat.

Der Tod ist nichtig
...ich bin euch nur vorrausgegangen,
Ich bin ich und ihr seid ihr.
Was wir einander bedeuteten bleibt bestehen,
Nennt mich bei meinem vetrauten Namen.Sprecht in der gewohnten Weise von mir und andert euren Tonfall nicht.
Hüllt euch nicht in Mäntel aus Kummer und Schweigen!
Lacht wie früher über die kleinen Scherze, die wir teilten.
Amüsiert euch, lächelt und sprecht ein Gebet für mich.
Leben bedeutet immer nur Leben.Es bleibt bestehen, immer.
Warum sollte ich aus eurem Herzen sein, nur weil ihr mich nicht seht?
Ich warte auf euch, zwischenzeitlich,
ganz in der Nähe, nur ein paar Strassen weiter.

Liebe Grüße

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Perlenkind

Perlenkind

Rang: Melitta Bentz (9.793) | Tod (57), Trauer (7)

9 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 15:39)

7

Es wird immer irgetwie wehtun. Es ist leider so, das dieses beschissene Gefühl des Verlustet zwar mit der Zeit nachlässt aber nie ganz aufhört.
Aber das ist auch gut so, denn so weißt du, das die verstorbene Person was besonderes in deinen Leben war. Vergess sie nicht.
Ich kenn leider keine "Tricks" oder "Tip" die da helfen.
Ich hab aufgehört nach solchen zu suchen. Mich tröstest der Gedanke, an die schöne Zeit. Und ich red gerne mit guten Freunden drüber und manschmal wein ich Heut noch... das tut gut.

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Tobiherz

Tobiherz

Rang: Juniorprofessor (4.040) | Tod (16)

6 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 07:32)

8

Klar sowas tut weh! Mein Vater ist gestorben, als ich 12 war. Ich bin schwer drüber weggekommen! hat bei mir so 5 Jahre gedauert, und dann hab ich es mit Hypnose und Autogenem Training endlich geschafft!

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schutzengel-23

schutzengel-23

Rang: Nobelpreisträgerin (6.512)

6 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 07:33)

9

Also ich trage die Trauer mit mir umher, wg. dem Tod meiner Oma. Sie ist damals in meinem KInderzimmer auf dem Boden gestorben, ich musste als Kind alles mit ansehen, wie sie wiederbelebt wurden ist ( vergebens ) und alles drum herum.
Ich kann nur sagen das der Schmerz nie aufhört, aber es heißt den Schmerz annehmen und nicht wegdrücken! Auch weinen dürfen. Tod sind die , die man vergisst! lg

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174523
RonjaDD
RonjaDD

das ist echt krass was du da erlebt hast, naja bei mir war´s mein Freund, weswegen sag ich mal nicht, da ich sonst wieder dumme Kommentare um die Ohren bekomme, aber da es so plätzlich war kann und will ichs gar nicht glauben, wie alt warst du denn da als deine Oma gestorben ist, wenn ich fragen darf?

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Yang

Yang

Rang: Einsteiger (29)

85 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 08:51)

10

Auch wenn das jetzt kaltherzig klingt, aber meine Grossmutter starb vor einem Jahr, ich habe dabei nichts gefühlt, und tue dies immernoch nicht.Man kann also Gefühle (Emotionen) für sich behalten, doch dann frisst es einen innerlich auf.

Das beste Mittel ist immer Ablenkung; triff dich mit Freunden, treibe Sport usw., aber vergiss die verstorbene Person nicht, sie würde sicher wollen, dass du spass hast, also habe spass und geniesse das Leben, bevor der Tod dich holt, und jeden Abend denkst du an die Person, bevor du einschläfst, irgendwann vergeht der Schmerz.

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Jaullll

Jaullll

Rang: Albert Einstein2 (30.356) | Tod (69), Trauer (10)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 09:43)

11

Hallo du, keine Angst, du bist absolut Normal. Bei mir war es so, als mein Bruder gestorbenist, war die erste Zeit eine absolute Betäubung, dann später begann das Leben wieder, aber das Gefühl des Verlustes war da und es schmerzte, es schmerzt auch heute noch nauc über 5 Jahren. Er fehlt mir einfach. Es ist einfach so. Aber es ist dann nicht mehr die schmerzende Trauer, es ist ein dann traurigsein so in etwa, schade daß er jetzt nicht dasein kann. Nimm dir Zeit für die Trauer, sie ist wichtig für dich, auch wichtig für das Andenken an den oder die Verstorbene.

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schanuggl

schanuggl

Rang: Mileva Einstein (13.842) | Tod (100), Trauer (8)

9 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 15:35)

12

Ein `Patentrezept`gibt es wohl nicht. Nur, dass deine Gefühle normal sind, auch nach einem Jahr, das steht außer Frage.
Ich weiß nicht, wie sehr du dich mit diesem Tod auseinandergestzt hast. Denn wenn es eines gibt, das ich dir raten kann, dann ist es die Auseinandersetzung damit. Je weiter du läufst um zu vergessen, um nicht mehr zu sehen, der Traurigkeit zu entfliehen, desto weiter läuft sie dir nach. Endlos.
Ich dachte mal, das sei eine passable Lösung. Ich laufe einfach weg, sehe nicht hin, beschäftige mich mit anderen Dingen, lenke mich ab was das Zeug hält um bloß nicht dran zu denken, dass - egal wie sehr ich versuche, so zu tun - die Dinge eben nicht so sind wie vorher.
Ich ging nicht mal zur Beerdigung. Am Ende hätte ich noch geheult. Wie peinlich! Muss ja nun wirklich keiner wissen, dass ich traurig bin. Also weitermachen, funktionieren, cool sein, lachen.
Das klappte leider nur sehr begrenzt. Bilder liefen mir nach und Gedanken und kriegten mich - immer wieder.
Irgendwann eines nachts habe ich beschlossen, dass ich lange genug umsonst gerannt bin; dass ich stehenbleiben und mich umdrehen muss um dem ins Gesicht zu sehen was mir nachlief.
Ich setzte mich also in mein stilles Kämmerlein, zündete ein paar Kerzen an und stellte mich den Bildern und den Gedanken die ich so lange einfach nur weggeschoben hatte. Ich heulte Rotz und Wasser - das liegt sonst nicht in meiner Natur - und verabschiedete mich, ganz allein; von dem was ich verloren hatte, von der kindlichen Vorstellung, dass man behalten kann wovon man meint, es gehörte einem - und von den Gedanken.

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743476
TechnikFreak

TechnikFreak

Rang: Albert Einstein6 (87.331) | Tod (69), Trauer (21), Trauerbewältigung (12)

13 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.01.2010 07:40)

13

Erst einmal muss man sagen dass "NORMAL" ja so oder so verschieden ist.
Jeder Mensch hat zu anderen Menschen eine andere Beziehung und ist eben auch anders in die Sachlage involviert.

Je nach Gefühlen, Verwandtschaftsgrad und anderen Faktoren wird Trauer eben auch anders verarbeitet.

Da ich fast jeden Tag mit TOD & STERBEN im Pflegebereich konfrontiert wurde gehe ich damit auch anders um. Denn der TOD gehört zum LEBEN dazu und warum sollte man damit nicht "NORMAL" umgehen?

Trauernde Menschen sind meist EGOISTEN.
Bitte jetzt nicht falsch verstehen aber wenn "ICH" den Menschen vermisse dann geht es ja um "MEINE" Gefühle da "ICH" nicht will dass dieser Mensch weg ist und auch "ICH" es nicht akzeptieren will.
Das zeigt dass das Wort "ICH" meist bei der Verarbeitung Thema Nr.1 ist!

Wenige Menschen sind ehrlich und sagen z.B. "Es ist Schade" usw.
oder "Schade dass dieser Mensch nun gestorben" ist.

Aber meist geht es ja um das "ICH" und nicht um den Menschen.
Ist es nicht besser wenn man sich freut dass ein kranker Mensch es endlich geschafft hat?

Da sollte man doch eher froh sein oder nicht?


Ergänzung vom 21.01.2010 07:41:

Man wird immer daran denken. Egal ob man es überspielt oder einen Trauertag einlegt. Es wird so sein und gehört zum Leben dazu.

Man kann damit umgehen bzw. lernen damit umzugehen aber vergessen sicherlich nicht.


Ergänzung vom 21.01.2010 07:42:

Ich denke oft auch dass es eher HEUCHLEREI ist denn jeder Mensch weiß doch dass "LEBEN" vergänglich ist und Menschen sterben.
Also hat man sein Leben lang Zeit sich darauf vorzubereiten.

4 Kommentare

174523
RonjaDD
RonjaDD

Ja du magst teilweise recht haben, aber wenn ein junger gesunder mensch anfang 30 von heute auf morgen stirbt und MAN ihn geliebt hat seine Familie, seine Freunde und ja auch ICH. Wenn ein Mensch alt und krank ist, ist es sicherlich besser das er "gehen" kann, aber da muss/sollte man Unterschiede machen..trotzdem danke

234585
deaktivierter_User
deaktivierter_User

Auch ich arbeite in der Pflege, gebe dir insofern recht, wenn es sich um Patienten und gute Ratschläge für die Angehörigen handelt, aber wenn man es selbst erleben muss, tickt man völlig anders. Wobei man noch unterscheiden muss, ob es die Großeltern oder Eltern sind, oder ob es sich um den Partner oder die eigenen Kinder handelt. Bei der älteren GEneration sieht man es in gewissen Sinne als normal, aber Mann und Kind, das ist nicht normal und zerstört erst mal die ganze gemeinsame Lebensplanung.
Ich hab Großeltern relativ früh verloren, obwohl ich sie geliebt habe, empfand ich es als normal, weil sie eben älter und krank waren.
Unser Kind verlor ich bei der Geburt. Es war schwer, aber ich hatte ja noch meinen Mann, wir haben uns gegenseitig gestützt.
Vergangenes Jahr im März verstarb mein Vati an HI, ohne Vorwarnung, er war 73 Jahre alt, auch da konnte ich nach einigen Wochen gut umgehen.
Jetzt ist der Hodentumor ( ED 1991, Rezidiv seit 2001)meines Mannes progredient, obwohl ich sehe, dass er leidet, empfinde ich es ganz und gar nicht als normal und hoffe immer noch auf Stabilisierung, da ja der Verlauf schon so lange ist. Ich habe einfach nur Angst....

33596
gretchen1843
gretchen1843

Wenn Du einem Menschen nahe stehst und er stirbt, ist es für Dich egal, ob er alt war oder noch nicht so alt - er wird für Dich immer viel zu früh gestorben sein.

800812
Peter-Pan
Peter-Pan

Sachlich hat freak natürlich recht, der Rest ist aber eher keine Hilfe, natürlich ist es Egoismus, genau wie die Eifersucht, die Liebe, sollten wir jetzt nicht mehr lieben? Der sexuelle Kontakt ist letztendlich auch nichts anderes als Egoismus, wir wollen uns paaren unsere Gene weitergeben, also auch keinen Verkehr mehr? Sicherlich gehört zur Trauerbewältigung auch ein gutes Stück loslassen, aber so sind wir Menschen eben und das ist auch gut so.

Gerne baut sich der Mensch in der Situation der Trauerbewältigung ein Konstrukt auf, z.B. wie konnte er/sie mich nur verlassen usw. es ist pure Hilflosigkeit. Aber diesen Menschen kann man nicht mit der oben beschriebenen Logik helfen, sondern nur mit Zuwendung,
ihnen Gefühl vermitteln, ich bin nicht allein in meinem Kummer. LG

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