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Sumyschka
Sumyschka (Rang: Master)

Verordnungen ausserhalb des Regelfalles

Kann man davon so viel Rezepte bekommen wie nötig oder gibt es auch dort ein gewisses Limit?

1 Antwort

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Mum-Pitz

Mum-Pitz

Rang: Albert Einstein32 (417.591) | Physiotherapeuten (35)

7 Tage nachdem die Frage gestellt worden ist (13.01.2011 17:34)

1

http://www.heilmittelkatalog.de/ergo/info.htm kopieren
ZITAT:
....
(4) Verordnungen außerhalb des Regelfalles

Der Arzt kann abweichend von den Vorgaben des Heilmittelkataloges weitere Folgeverordnungen verordnen, wenn das Therapieziel mit der Verordnungsmenge im Regelfall nicht zu erreichen ist.

Für eine solche Verordnung "außerhalb des Regelfalles" (insbesondere längerfristige Verordnungen) muss der Arzt eine medizinische Begründung mit einer prognostischen Einschätzung angeben.

Diese begründungspflichtigen Verordnungen müssen vor der Fortsetzung der Therapie (vom Patienten / Versicherten oder einer von ihm beauftragten Person) der zuständigen Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden (sofern die Krankenkasse nicht auf den Genehmigungsvorbehalt verzichtet hat).
....
....

(15) Medizinische Begründung bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles

Hier erfolgt die bereits erwähnte Angabe der medizinischen Begründung und der prognostischen Einschätzung bei "Verordnungen außerhalb des Regelfalls" (siehe Punkt 4, weiter oben).

Reicht der Platz auf dem Vordruck nicht aus, kann die Begründung schriftlich formfrei auf einem Zusatzblatt erstellt bzw. fortgesetzt werden.

Bei der medizinischen Begründung soll sich der Arzt am festgestellten Therapiebedarf, der Therapiefähigkeit sowie der Therapieprognose unter Berücksichtigung der angestrebten Therapieziele orientieren. Hierbei ist der textliche Umfang nicht vorgegeben.
.....
/ENDE ZITAT

http://www.kvberlin.de/20praxis/50verordnung/20heilmittel/heilmittel_genehmigung... kopieren

Folgende Krankenkassen verzichten bei Heilmittel-Verordnungen
außerhalb des Regelfalles auf die Vorlage zur Genehmigung:

Siehe Abb.

Erläuterung: Verordnung „außerhalb des Regelfalles“:

Der Regelfall stellt die maximale Verordnungsmenge dar, die bei einem Durch-
schnittspatienten mit einer gegebenen Indikation zur Heilmittelversorgung ausreicht,
um das Therapieziel zu erreichen (festgelegt im „Heilmittelkatalog“ der Heilmittelricht-
linie). Reicht bei einem Patienten die Verordnungsmenge des Regelfalls nicht aus,
kann eine Verordnung „außerhalb des Regelfalls“ ausgestellt werden. Diese muss auf
dem Verordnungsblatt gegenüber der Kasse begründet und vor der Fortsetzung der
Therapie der zuständigen Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden – sofern
diese nicht auf den Genehmigungsvorbehalt verzichtet hat.

Aber Vorsicht! Was nach einem Entgegenkommen der Krankenkassen aussieht kann
sich schnell als Falle erweisen. Denn: Der Genehmigungsverzicht ist kein Verzicht auf
einen möglichen Regress. Die Richtgrößen gelten trotzdem nach wie vor. Denken Sie
daran.

Erläuterung: Verordnung außerhalb des Regelfalls

Vorsicht! Genehmigungsverzicht ist kein Verzicht auf einen Regress

Ansprechpartner
Service-Center:
Tel. 31003-999
/ENDE ZITAT

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