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246905
habbott
habbott (Rang: Nobelpreisträgerin)

gesetzliche Kündigungsfrist in der Probezeit...

...die beträgt 2 Wochen, das weiß ich. Gilt das nur, wenn im Arbeitsvertrag nichts anderes vereinbart ist, oder kann man sich auch darauf berufen, wenn der arbeitsvertrag "6 Wochen zum Monatsende" sagt?


Ergänzung vom 03.02.2011 17:37:

Zusammenhang: ich möchte jemanden einstellen, der noch anderweitig vertraglich gebunden ist, und zwar so schnell wie möglich. Ihr AV sagt "6 Wochen zum Monatsende in der Probezeit". Kann man das irgendwie umgehen?

5 Antworten

854428
Nordstern

Nordstern

Rang: Albert Einstein2 (25.859) | Arbeitsrecht (39), Probezeit (23), Kündigungsfrist (5)

7 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (03.02.2011 10:38)

1

Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden."
http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Probezeit.html#tocitem5 kopieren

2 Kommentare

246905
habbott
habbott

ja, das habe ich auch gefunden. aber da steht auch:
"Für die ordentliche Kündigung während einer vereinbarten Probezeit gelten abgekürzte gesetzliche Kündigungsfristen. Falls für Sie nicht aufgrund Ihres Arbeitsvertrags oder aufgrund eines auf Ihr Arbeitsverhältnis anwendbaren Tarifvertrags andere Kündigungsfristen maßgeblich sind, kommt die gesetzliche Frist von zwei Wochen zur Anwendung."
Heißt das, das gilt nicht, wenn im AV was anderes vereinbart ist?

854428
Nordstern
Nordstern

Schau mal bei diesen beiden Links:

Jedoch auch die (nur) zweiwöchige Kündigungsfrist hat der Arbeitnehmer nicht immer. Kürzere Kündigungsfristen sind nämlich dann möglich, wenn das Arbeitsverhältnis einem Tarifvertrag unterliegt. Diese Ausnahme steht im § 622 Abs. 4 S. 1 BGB, und auch Gerichte haben bereits entschieden, dass eine Kündigungsfrist von einem Tag oder gar zum Ablauf des Tages wirksam sein kann, wenn sie im Tarifvertrag festgeschrieben ist (so z.B. das LAG Berlin,

http://www.recht-gehabt.de/ratgeber/meine-rechte-als-arbeitnehmer/kuendigung-wae... kopieren


http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/tid-13940/probezeit-kuendigun... kopieren

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10587
Veit1974

Veit1974

Rang: Mileva Einstein (24.332) | Arbeitsrecht (742), Kündigungsfrist (34), Probezeit (19)

12 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (03.02.2011 22:23)

2

Unser Anwalt für Arbeitsrecht hat mir einmal folgendes gesagt: Wenn ein Arbeitsvertrag eine Klausel enthält, die den Arbeitnehmer dadurch schlechter stellt als es im Gesetz steht, dann gilt sie nicht. Wenn die Klausel den Arbeitnehmer besser stellt als im Gesetz, dann ist sie gültig. Nur ein Tarifvertrag kann die gesetzlichen Fristen umgehen.

Ergo: Wenn es bei ihr keinen Tarifvertrag mit diesen Kündigungsfristen gibt, dann ist die Klausel in dem Arbeitsvertrag einfach ungültig, da sie den Arbeitnehmer schlechter stellt als Gesetz. Dann würde automatisch die gesetzliche Frist gelten.

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493089
jamu

jamu

Rang: Mileva Einstein (15.943) | Arbeitsrecht (14)

5 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (03.02.2011 10:36)

3

Lies den Vertrag mal genau. Die 6 Wochen zum Monatsende sind sicherlich nach Abschluss der Probezeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber die 2-wöchige Kündigungsfrist in der Probezeit nach oben setzt, zumal er es aus gesetzlicher Sicht nicht könnte, dass der Arbeitnehmer diese Verlängerung der Kündigungsfrist in der Probezeit einhalten muss.


Ergänzung vom 04.02.2011 07:31:

Eine längere Kündigungsfrist als die gesetzlich muss vom Arbeitnehmer nicht einhalten werden, wenn Sie ihn schlechter stellt.

Mal ganz abgesehen davon, dass wenn ein Arbeitnehmer in der Probzeit seinem Arbeitgeber kundtut, dass er aufhören möchte, wird dieser kaum versuchen, ihn durch Einhaltung einer überzogenen Kündigungsfrist zum bleiben zu zwingen.

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771591
squirrl

squirrl

Rang: Albert Einstein (14.013) | Arbeitsrecht (61), Probezeit (10), Kündigungsfrist (5)

11 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (03.02.2011 10:42)

4

Ich verstehe die Probezeit so, dass beide Seiten die Gelegenheit haben sich kennenzulernen und die Eignung für den Posten festzustellen.

In der Probezeit bin ich zu dem Arbeitnehmer gegangen und ihm entweder gesagt das ich den Eindruck habe er paßt in den Betrieb oder gesagt es schiene mir, dass es nicht harmoniere. Dabei habe ich dann noch einmal anhand der praktischen Arbeiten auf die Anforderungen des Jobs hingewiesen.

Entweder er hat seine Bemühungen verstärkt oder er sah das ein und ging dann aus eigener Einsicht oder ich mußt mich von ihm trennen.

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695159
frowolf

frowolf

Rang: Albert Einstein2 (29.412) | Arbeitsrecht (23), Probezeit (5)

33 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (03.02.2011 11:05)

5

soviel ich weis kann man in der probezeit fristlos gekündigt werden

1 Kommentar

493089
jamu
jamu

Fristlos geht schon lange nicht mehr. Ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von 2 Wochen.
LG Dir

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