Ich bin auch Gegnerin des Schächtens.
Das ist ein religiöses Gebot, im Judentum und der Islam hats übernommen.
Im Judentum ist ausserdem noch geboten, dass kein Tier leiden darf. Jedes Tier wird "einzeln" geschächtet.
Es gibt beim jüdischen Metzger keine sogenannte Massentierschlachtung - im unterschied, zum muslimischen Metzger.
Es wird jedesmal ein geschärftes Messer genommen. Sollte der Metzger den Eindruck haben, dass das Tier bereits vor dem Schächten "leidet" in besondere Panik gerät, so darf er es gar nicht schächten, dieses Fleisch würde als nicht mehr koscher gelten.
Der Metzger nimmut das Tier, zwischen seine Beine und führt den schnellen Schnitt aus.
Prinzipiell kaufen Moslems auch bei jüdischen Metzgern - Juden aber niemals in muslimischen Metzgereien, für Juden wäre das Fleisch nicht koster genug.
Beim muslimischen Schächten werden den Tieren die Hinterläufe zusammengebunden, dann hats schon Panik. Oft werden die Hufe mit Absicht gebrochen. Manchmal auch - weil es eben mehr muslimische Schächtungen gibt, werden die Tiere bereis in eine Metallvorrichtung gebunden - mit den Hufen - Kopp nach unten und aufgehängt - mehrere direkt. Dann erst wird nacheinander - an der Reihe - der Schnitt ausgeführt.
Unser Tiere im Schlachthof leiden auch - und wie.
In Gruppen werden sie - mit Hilfe von Elektroschockern - in den Schlachthof getrieben - raus aus den Transporterwagen -
Sie haben oft schon einige Knochen gebrochen, Panik gibts jedesmal unter den Tieren - jedesmal.
Sie riechen schon von Weitem, den Geruch der bereits getöteten Artgenossen.
Dann gibts eins mit nem "grossen Elektroteil" auf den Schädel - bzw. an die Schläfen. Tiere kippen um - wenn se Glück haben, sind se echt bewußtlos.
Dann werden sie - Kopp nach unten - an ein Metallding gehängt - ans Fließband -
Und nun das Interessante: Ihnen wird der Hals durchtrennt, sie bluten aus....
Sie sind nämlich durch den Elektroschuß keinesfalls "tot". Der dient zur sogenannten "Betäubung".
Also: Schlachten an und für sich, ist für jedes Tier schmerzhaft.
Wird Zeit - dass sich unsere hochtechnologisierte "Gesellschaft" da mal was anderes einfallen lässt.
Ergänzung vom 10.10.2011 23:18:
Jüdisches Schächten:
1. Vorbereitung
Die Vorbereitungen zum Schächten enthalten den Tiertransport, die Haltung im Schlachthof, das Führen der Tiere in die Schlachthalle sowie das Immobilisieren des Tieres und das Fixieren des Kopfes vor dem Schächtschnitt.
Da das Schächten am gesunden unbetäubten Tier durchgeführt werden muss, muss das Tier immobilisiert werden. Diese Vorbereitungen waren auch tierschützerischer Haupteinwand gegen das Schächten, von Baransky (1887)16 bis Seiferle (1991) 17. So schreibt etwa Rohner 18: "Schon die Vorbereitungen vor dem Schächten sind Grund genug, das Schächten zu verbieten." Heute wissen wir freilich auch, dass Tiertransporte und das Führen in die Schlachthalle weitaus größere Probleme darstellen. 19
Daher werden sogleich zum besseren Verständnis die verschiedenen Methoden des Immobilisierens des Tieres beschrieben. Dabei ist hervorzuheben, dass wir in der jüdischen Literatur dazu das Gebot der möglichst großen Schonung und Schmerzfreiheit finden, jedoch keine weiteren besonderen Vorschriften.
a) Schächten am liegenden Tier
In der alten Welt wurden die Tiere einfach umgeworfen. In der Halacha wird vorgeschlagen, nur zwei, eventuell auch drei Gliedmassen zu binden, keinesfalls aber vier, damit das Tier zu Boden gleitet und nicht fällt, weil dieser Sturz möglicherweise zu Knochenbrüchen führen könnte.
Mit der Zeit wurden immer wieder neue Methoden entwickelt, das Tier umzudrehen 20. Eine der ersten Methoden ist nach Hess benannt 21 und beschreibt das Binden eines Strickes an die Hörner des Großviehs. Er wird dann dreimal entlang des Körpers um das Tier gedreht, einmal in der Halsregion, das zweite Mal hinter den Vordergliedmassen und das dritte Mal vor den hinteren Gliedmassen. Wenn der Strick dann (von hinten) angezogen wird, legt sich das Tier hin. Wenn das Tier einmal liegt, werden die Gliedmassen zusammengebunden, der Hals gestreckt und das Tier ist zum Schächten vorbereitet.
http://www.cosmiq.de/qa/show/3203197/?proc=DisplayQA:do_it&id=3203197&wi... kopieren
Ergänzung vom 10.10.2011 23:29:
Ergänzung vom 10.10.2011 23:31:
Die schriftliche Tora bietet lediglich einen kleinen Hinweis auf das Schächten. So heißt es in Dewarim (Deuteronomium) 12,21: "Du sollst von Deinem Großvieh und Kleinvieh schlachten, so wie ich Dir befohlen habe".
Die Worte "wie ich Dir befohlen habe" sind sehr interessant, denn da wir in der ganzen Bibel keinen weiteren Hinweis finden, weisen sie auf eine dahinterliegende Schicht, auf eine noch ältere Vorschrift, auf die mündliche Lehre.9 Diese ist in die spezifischen Gesetze über das Schächten eingegangen, die wir im Talmud (Traktat Chulin 1-2) in Maimonides' Mischne Tora (Sefer Keduschah) und in Karos Schulchan Aruch (Jore De'a 1-28) finden.
Diese halachischen Vorschriften bestimmen ein exaktes Verfahren für das Schächten, wie es unten noch beschrieben wird. Eine zweite, dem Schächtschnitt vorangehende Betäubung würde dem Tier Verletzungen zufügen und es trefa (unrein) machen. Sie stünde daher im Widerspruch zur jüdischen Religion.
http://www.hagalil.com/judentum/koscher/schaechten/schaechten.htm kopieren