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Interview mit Nadeshda

Liebe Community, schon eine ganze Weile war es ruhig in Sachen Interviews auf dem COSMiQ-Blog – das soll sich heute aber ändern.  weiter ...



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Temistokles
Temistokles (Rang: Einsteigerin)

Wie lebten Frauen in Griechenland?

Wie lebten Frauen in Griechenland?

5 Antworten

177620
marwief

marwief

Rang: Albert Einstein15 (191.967) | Frau (34), athen (25), Sparta (9)

7 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (19.10.2011 11:17)

1

Mit sehr viel Macht innerhalb der Familie, wenig im öffentlichen Leben. Und sehr viel Freizeit, wenn sich der EWhemann ger4ade im Krieg um Troja oder auf Seeräuberei befand.

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818545
giggl

giggl

Rang: Mileva Einstein4 (53.528) | Frau (18)

27 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (19.10.2011 11:37)

2

Die Stadt Sparta erließ die ersten bekannten Gesetze, die die Stellung der Frauen regelten. Der kriegerische Stadtstaat sah in der Frau in erster Linie die Mutter, die Krieger gebar. Mädchen erhielten aber, wie die Jungen, die gleiche Ernährung und körperliche Ertüchtigung.

Die Ehe war erwünschter Status. Unverheiratete Frauen wurden verspottet und hatten rechtliche Nachteile. Die Ehefrau aus gehobenen Ständen führte den Haushalt, erzog die Mädchen und leitete die Bediensteten an.

Scheidungen galten nicht als Makel und geschahen formlos. Der Mann wies seine Frau einfach aus dem Haus. Die Kinder blieben beim Vater.

Da die Frauen ihr Leben im Haushalt führen mussten, hatten sie auch keinen hohen Bildungsstandard. Die Männer, wie auch die Justiz betrachteten die Frauen mit Herablassung und behandelten sie wie unmündige Kinder.

Männer wurden mit 18 Jahren volljährig, die Frauen blieben ihr Leben lang unmündig. Aristoteles betrachtete die Ehe nur nach dem Nützlichkeitsprinzip. Zwischen Mann und Frau herrsche ein Verhältnis von Wohltäter zu Almosenempfängerin.

Auf religiösem Gebiet gab es für die attischen Frauen Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. In verschiedenen Kulten waren Priesterinnen besonders angesehen.

Griechische Frauen durften eigene Feste feiern, bei denen Männer nicht zugelassen waren. Anfang November feierten Frauen zu Ehren der Göttin Demeter und brachten ihr Opfer dar.

mehr:
http://www.meinebibliothek.de/Texte2/html/frauen.html kopieren

6 Kommentare

887669
DOZO
DOZO

Na es gab auch Ausnahmen wie Perikles und Aspasia.
Oder Olympias, die Mutter Alexanders des Großen
oder Sapppho
oder Phryne und Praxiteles...

818545
giggl
giggl

Das waren aber die priviligierten Frauen.
Die Mehrheit der Frauen lebte wie im Link beschrieben.
Andererseits gab es auch noch Sklavinnen.

887669
DOZO
DOZO

Nicht alles was in dem link steht stimmt. So zum Beispiel stimmt das dort über Aristoteles Gesagte nicht. Die haben wohl eher den Plato gemeint. Auf ihn passt das Gesagte. Aristoteles war ein ganz anderer Mensch als Plato. -
Sicherlich gabe es noch die Sklavinnen - aber ob die weniger Rechte hatten als die heutigen Angestellten von Zeitarbeitsfirmen bezweifele ich. :-)
Es gab auch noch die Hetären, die Konkubinen und die Prostitution - aber die gibt es ja heute auch.

887669
DOZO
DOZO

Die griechischen Frauen feierten nicht nur heute sondern auch damals ganz schön und - sie ließen gelegentlich, wenn es ihnen paßte, auch Männer zu. Man denke nur mal an die "Mysterien von Samothrake".
Diese Insel der nördliche Ägäis wurde von den Seefahrern ganz gern mal angesteuert. Der griechische Held Herakles sollte damals mal anläßlich so einer Feier mit den Damen dort in einer Nacht 50 Söhne gezeugt haben.

887669
DOZO
DOZO

Zum link an sich: So sehr es begrüßenswert ist, dass das Wissen heute derart einfach per Tastatur- Klick- link- zugänglich ist, so sehr möchte ich dem empfehlen, der nicht nur etwas an der Oberfläche scharren möchte, sondern gern etwas tiefer schürft, auf der Hut zu sein.
Das da ist ein typischer "schulbuch-link" . Nehmen wir zum Beispiel mal den Satz darin
"..Trotz politischer Meinungsverschiedenheiten herrschte zwischen Mutter und Sohn ein gutes Verhältnis."
Ob dieses Verhältnis zwischen Alexander und seiner Mutter Olympias so gut war, darf man mit Recht bezweifeln, denn nicht umsonst ist dieses Wort an seine Mutter überliefert: "Dein Mietzins für 9 Monate ist sehr hoch !"-- Was in dieser Familie so gelaufen ist, gibt Anlaß zu berechtigten Frage: Hat er auf Wunsch der Mutter den Tod des Vaters veranlaßt ?
OLympias wäre nicht die einzige Mutter, die dem Sohn den Mord am Vater befohlen hat.

852975
claus_v
claus_v

Das muss dann wohl die Zeit sein, die man meint, wenn man von der "Guten alten Zeit" spricht!
*gggg*

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887669
DOZO

DOZO

Rang: Nobelpreisträger (5.923) | Frau (41), Sparta (7)

94 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (19.10.2011 12:44)

3

In Deiner Frage fehlen Zeitangabe und Ort.
Man muß bemerken : anders lebte die Frau in Athen und anders in Sparta.
Anders zur minoischen Zeit auf Kreta und anders während des goldenen Zeitalters des Perikles in Athen.
Wenn man Homer liest, bekommt man ein recht gutes Bild darüber wie die Frau zu seiner Zeit lebte (Ca. 800 v. Chr.)
In homerischer Zeit begann die Ehe mit dem Raub oder dem Kauf der Frau. In manchen Fällen veranstaltete der Vater der künftigen Braut einen Wettstreit zwischen den Bewerbern. In homerischer Zeit bewegten sich die Frauen ungehindert in der Öffentlichkeit. In minoischer Zeit waren die Verhältnisse ebenso, vielleicht sogar fortschrittlicher. Frauen nahmen mit bloßen Brüsten an den Stierkämpfen teil. -
In historischer Zeit aber waren die Verhältnisse ganz anders. Die Rechte der Frauen waren stark eingeschränkt. In der größten Blütezeit des Altertums, der Zeit des Perilkles hatten sie praktisch keine Rechte. Von seltenen Fällen abgesehen, war es ihnen sogar verboten auf die Strasse zu gehen. Die Einwilligung der Frau war für die Ehe nicht erforderlich (!)- Die Wahl des Gatten unterlag der alleinigen Entscheidung des Vormundes (im Allgemeinen der Vater) des Mädchens.
In diesem Zusammenhang erwähnt Herodot als bemerkenswertes Ereignis, dass ein Athener seine drei Töchter, die in das heiratsfähige Alter kamen, selbst unter den möglichen Bewerbern wählen ließ und sie mit den von ihnen Gewählten vermählte. Es scheint also als habe es in jeder Epoche Eltern gegeben, die sensibilisiert waren. --
Die Gesetzgebung des Solon schrieb vor, das ein Mann mindestens dreimal im Monat mit seiner Frau sexuell verkehren müsse, damit möglichst bald ein männlicher Nachkomme geboren werde. Das Gesetz verbot die Ehe unter Verwandten nicht - verboten waren nur Ehen zwischen Geschwistern, die dieselbe Mutter hatten.
An den Ratschlägen des Hesiod an die Männer läßt sich ganz deutlich erkennen, worin nach Ansicht jener Zeit eine gute Ehe bestand. Hesiod rät, vor dem dreißigsten Lebensjahr eine Braut heimzuführen und für die Ehefrau hält er das Alter von 15 bis 16 Jahren am geeignetsten.
Sie soll Jungfrau sein, um züchtig zu leben und soll vor allem aus einer befreundeten Familie stammen, damit sie die Bräuche kennt, die in dem Haus herrschen, in dem sie leben wird. Er betont, dass eine gute Frau das höchste Gut ist und eine schlechte Frau die Ursache von sehr viel Unglück.-
Eros spielte also in der antiken Ehe nicht die große Rolle des Vermittlers.
Das bedeutet nicht, dass es in 5. Jh. v. Chr. keine Ehepaare gab, die ineinander verliebt waren. Sokrates ewähnt im Gastmahl des Plato den Athener Bürger Nikeratos und betont wie sehr er seine Frau liebte und sie ihn. Das größte Beispiel jener Zeit für gegenseitige Liebe von Mann und Frau sind Perikles und Aspasia.
Formal war diese Beziehung aber keine Ehe, sondern Konkubinat, denn Aspasia stammte aus Milet. Sie war keine Athenerin und stammt auch aus keiner Stadt, die das Heiratsrecht mit Athen besaß. Perikles konnte deshalb mit ihr keine gültige Ehe schließen. Sie lebten jedoch als Paar miteinander verbunden, was für ihre Zeit als skandalös galt. Die Zeitgenossen konnten nicht verstehen, dass der große Perikles einer Hetäre aus Milet den ehrenvollen Platz an seiner Seite einräumte.
Nach platonischer Auffassung verdiente die Beziehung zwischen Mann und Frau die Bezeichnung Eros nicht. Die Tatsache jedoch, dass die Vereinigung von Mann und Frau zur Befruchtung führt, auf die eine Geburt folgt, macht sie zu einer göttlichen Einrichtung, denn die Fruchtbarkeit und die Zeugung von Kindern sichern eine Art Unsterblichkeit.
Aristoteles, der ein Schüler Platons war, maß viel später der Ehe eine größere Bedeutung zu. Er meinte, dass die Ehepartner in gleicher Weise die eheliche Treue bewahren müssen und erkannte das Recht der Frau an, nicht nur ein sexueller Partner, sondern auch eine zärtliche und vertraute Freundin zu sein.


Ergänzung vom 19.10.2011 13:04:

Der große Plato ist das liebste nichtchristliche (heidnische) Kind der christlichen Kirche.
Man merkt schon ganz deutlich , woher die Kirche ihre Ansicht nahm, dass der Beischlaf nur zur Zeugung von Kindern in Betrieb genommen werden darf. :-))
Über Plato berichtet die Hetäre Phryne - die die schönste ihrer Zeit gewesen sein dürfte - denn ihre Schönheit ist uns in den Skulpturen des Praxiteles, der sie immer wieder als Liebesgöttin Aphrodite darstellte - erhalten geblieben. Also eben diese allseits hochbegehrte Phryne berichtet über Plato, dass er ein absolut kalter Mensch gewesen sei. Sie habe in der Nacht, die sie mit ihm verbrachte, das Gefühl gahabt, mit einer Marmostatue zu pennen.

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818545
giggl
giggl

Mögen dir die Götter deine Mühe lohnen,
von der Fragestellerin wird deine Ausführlichkeit
bestimmt nicht anerkannt.

887669
DOZO
DOZO

Nun die werden sie mir nicht lohnen - außerdem sah ich grad, dass die Fragestellerin mit dem männlichen griechischen Pseudonym bereits deaktiviert wurde.
Aber weil ich Frauen so wundervoll finde - und es war auch ein schönes Thema , liebe giggl , ist es mir um die Zeit nicht leid :-))

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Spawnferkel

Spawnferkel

Rang: Max Planck (10.113)

10 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (19.10.2011 11:20)

4

Die Frage ist derart konkret, da muss ich auch eine sehr konkrete Antwort schreiben...

Meist mit einem Mann zusammen. Seltener mit einer Frau zusammen. Gelegentlich auch allein. Und eigentlich recht gut.

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202840
quinty135

quinty135

Rang: Nobelpreisträger (6.524) | Frau (18)

15 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (19.10.2011 11:26)

5

Sie holten so wie die heutigen Frauen auch Luft zum leben
und wie Spawnferkel schon schrieb "recht gzt für ihre Zeit"

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COSMiQ-Moderator16
COSMiQ-Moderator16

Hallo Nutzer,

Du bist ja noch ganz neu auf COSMiQ, deshalb möchte ich dich auf folgendes hinweisen:

Gerne würde dir die Community weiterhelfen. Das geht am besten, wenn sie deine Frage möglichst genau nachvollziehen kann.
Mit einer aussagekräftigen Beschreibung hilfst du der Community dir zu helfen. So erhöhst du die Chance auf hilfreiche Antworten. Es gibt übrigens die Möglichkeit eine Frage nachträglich zu ergänzen - das funktioniert bei deiner gestellten Frage über den Button „Frage ergänzen“.

Viele Grüße

Teddybaer144
Cosmiq-Moderationsteam

 

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