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nowhere_man
nowhere_man (Rang: Einsteiger)

Richtiges Zitieren von Sekundärquellen in Seminar-/Diplomarbeit

Wie zitiere ich im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit (Seminararbeit, Diplomarbeit, etc.), wenn sich der Autor des Buches mit seinen Ausführungen ebenfalls auf andere literarische Quellen bezieht?
Was darf ich hier als Quelle verwenden:
- das mir vorliegende Buch, aus dem die Inhalte stammen oder
- die jeweiligen Sekundärquellen des mir vorliegenden Buches
Anmerkung: Meine Frage bezieht sich auf ausschließlich auf INDIREKTE Zitate!

2 Antworten

13682
Konjunktiv

Konjunktiv

Rang: Master (1.431) | Zitate (11), Studium (7), diplomarbeit (5)

4 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (25.08.2006 17:41)

1

ich bin stets auf Nummer sicher gegangen und hab mir die Sekundärquelle besorgt

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17596
SamuelBrunnquell

SamuelBrunnquell

Rang: Bachelor (966) | Studium (15), Universität (15), Zitate (5)

63 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (25.08.2006 18:41)

2

Gar nicht! Es ist grundsätzlich immer nach der Primärquelle zu zitieren. Normalerweise bekommt man auch alles (und ich meine wirklich alles) per Fernleihe (zur Not mit einer netten kurzen Stellungnahme vom Prof., habe so auch Einzelexemplare von Maschinenschriften bekommen).

Wenn es das Werk wirklich nirgends mehr gibt, kannst Du in ganz krassen Einzelfällen auch indirekt zitieeren. Da kommt es grundsätzlich aufs Fach und die dort herrschenden Gepflogenheiten an. Am besten, Du schaust mal, wie das sonst so gemacht wird. Wenn Du keine Stelle findest, in der indirekt zitiert wird, heißt das nur, dass inidrektes Zitieren absolut unüblich ist.

Findest Du nichts in der Literatur und muss es wirklich sein, dann fände ich es nach folgendem Muster am besten:
Dampf, Hans: Indirektes Zitieren leicht gemacht, 1912, S. 23 ff., zitiert nach: Atensuppe, Tom: Lustiges Buch, 2004, S. 12.

2 Kommentare

2099
nowhere_man
nowhere_man

Wenn ich dich richtig verstehe meinst du also, dass ich die ganzen Quellen, auf das sich das mir vorliegende Buch mit seinen Ausführungen bezieht, auch ausleihen muss und dann deren Quelle angebe. Fernleihe hin oder her: Ich besorge mir doch nicht wegen ein paar indirekten Zitaten jeweils auch noch die Ursprungsquelle.
Eine Dissertation beispielsweise bezieht sich ja auf zig-Quellen - wäre doch ziemlich idiotisch, wenn ich die Ursprungsquellen alle ausleihen würde, oder? Bei direkten Zitaten sieht die Sache wieder anders aus ...

17596
SamuelBrunnquell
SamuelBrunnquell

Das verstehe ich nicht. Was Du mit indirektem zitieren meinst, solltest Du mal mit einem konkreten Beispiel erklären.
Generell gilt: wenn Du eine Ansicht zitieren willst, dann musst Du diese aus der Originalquelle zitieren. Sonst ist es eben kein Zitat. Das ist wissenschaftliches Arbeiten.
Eine Dissertation wird für dich wohl in ihrer Gesamtheit nicht maßgeblich sein, sondern nur in Teilbereichen. Dort siehst Du dir den Fußnotenapparat an und besorgst dir die entsprechenden Werke.
Oder Du zitierst nur aus der Diss., dann steht in Fußnote und Lit.verz. nur die Diss (Du hast ja auch mit nichts anderem gearbeitet). Wenn der Gedanke, der dir wichtig ist, nicht vom Autor der Diss ist, musst Du aber auf die Ursprungsquelle zurückgreifen.

Die Arbeit, zu erkennen, was wichtig ist und was nicht, kann dir keiner abnehmen. Wissenschaftliches Arbeiten ist (zumindest bei Geisteswissenschaftlern) eben mit jeder Menge Bücherfressen verbunden.

Am Grundsatz: ich zitiere nur das, was ich selbst gelesen habe, ändert das aber gar nichts!

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29215
kfm
kfm

Ich kann dir das Buch unten wärmstens empfehlen.

Christoph Metzger, C. (2004). Lern- und Arbeitsstrategien, Ein Fachbuch für Studierende an Universitäten und Fachhochschulen (6. Auflage). WLI-Schule: Sauerländer

Auf der Seite 139 steht folgendes:
„- Information aus Sekundarquelle
Übernehmen Sie Informationen nicht aus einer Originalquelle, sondern aus einer Sekundärquelle (vgl. S. 122), so erwähnen Sie beide Quellen. Vor der Sekundarquelle steht <<zit. In>>, in englischsprachigen Arbeiten <<as cited in>>.“
Anschliessend als Beispiel steht:
„Resnick (1991, zit. In Friedrich & Mandl, 1992, S. 18) fordert, bei Studien im Bereich der Lernstrategien vermehrt den Kontext mit einzubeziehen.
Kern und Schumann (1970, S.67-68, zit. In Dörig, 1994) umschreiben Arbeitsqualifikationen als <<menschliche Fähigkeiten, die der Arbeitsprozess verlangt, um erfolgreich abgewickelt werden zu können.>>“

Viel Spass mit deiner Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen, KFM

 

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