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Mambo.Kings
Mambo.Kings (Rang: Albert Einstein11)

Was ist aus Max, dem Lycos-Hund, geworden?

Max war ein schwarzer Labrador und das Maskottchen von Lycos.



https://youtu.be/DwNXgE0Pzy4 kopieren

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Froilhain

Froilhain

Rang: Mileva Einstein (20.495) | hunde (24), lycos (11), max (11)

4 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (18.01.2017 19:59)

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Er verschwand mit seinem "Herrchen" in der Versenkung ...

"Der Fall Lycos
Schnüffelhund hat ausgebellt

Lycos Europe ist am Ende. Einst gehörte die Marke zu den Großen der Netz-Wirtschaft, wurde zum zentralen Element der Web-Strategie von Bertelsmann. Jetzt stirbt das Spin-off einen leisen Tod. Protokoll eines sehr teuren Absturzes.


Hunde, die bellen, beißen nicht: In Rückschau drängt sich die Spruchweisheit geradezu auf, wenn man an Lycos denkt. Die Internet-Firma hatte sich einst einen Labrador zum Sympathieträger und später zum offiziellen Symbol gewählt. Einen freundlichen Schnüffler, schnell, zuverlässig und ganz bestimmt nicht böse oder bissig. Jetzt hat es sich ausgeschnuppert, zumindest in Europa. Der hiesige Ableger einer Marke, die zu den Hochzeiten des Web-Booms einmal zwölf Milliarden Dollar wert war, wird zerlegt und verscherbelt.


Anfangs passte der Spürhund als Maskottchen: In seinen ersten fünf, sechs Jahren war Lycos in erster Linie ein Suchmaschinenbetreiber. Das bereits 1994 gegründete Unternehmen erlebte einen beispiellosen Boom, der es ganz an die Spitze der mächtig wachsenden Internet-Unternehmen trug. Anders als viele Konkurrenten setzte Lycos dabei von Anfang an auch auf Werbung zur Verbreitung der eigenen Marke: Der Lycos-Labrador schnüffelte und fand, was er suchte, in Print-Anzeigen, TV-Spots, in Kinowerbung und auf Plakaten. Bald schon wurde Lycos zu einer der bekanntesten im Web geborenen Marken.

Im Windschatten von Yahoo und Altavista, den mächtigsten Suchmaschinen-Marken der ersten Jahre, gedieh Lycos und überholte die Platzhirschen schließlich auf den letzten Metern des alten Millenniums - und des Dotcom-Booms.

Als der seinen Höhepunkt erreichte, stand auch Lycos auf dem Gipfel. So unglaublich das heute scheint: 1999 war Lycos die meistbesuchte und genutzte Web-Seite weltweit. In rund 40 Nationen unterhielt das Unternehmen Dependancen oder Joint Ventures. Zugleich hatte das Unternehmen kräftig eingekauft, sich damals mächtige Adressen wie den Homepage-für-Jedermann-Dienst Tripod einverleibt. Trotzdem machte das seit 1996 börsennotierte Unternehmen Profite - eine Seltenheit zu dieser Zeit.

Expansion bis zum Platzen der Blase

Da kam es kaum überraschend, als im Herbst 2000, nur Monate vor dem Dotcom-Crash das Unternehmen Terra Networks S.A., eine Tochter der spanischen Telefonica, rund 12,5 Milliarden Dollar hinlegte, um Lycos.com zu übernehmen. Das Unternehmen wurde damit zu einem europäischen - und verlor sein Profil. Weiterverkauft wurde Lycos.com im Jahre 2004 an das südkoreanische Unternehmen Daum - für 95,4 Millionen Dollar.

Spätestens ab da wird die Geschichte des schon damals tief gefallenen Markennamens kompliziert. Allein in Europa gab es Lycos nun gleich zweimal. Bereits 1997 hatte Lycos mit dem deutschen Medienunternehmen Bertelsmann und der Terra-Mutter Telefonica als Joint Venture Lycos Europe ausgegründet. Die Firma mit Sitzen in Gütersloh, Haarlem in den Niederlanden und sieben weiteren europäischen Ländern inklusive Spanien firmierte unter dem Markennamen Lycos, der skurrilerweise auch nach dem Verkauf an Terra in den USA verblieb.

Zeitweilig firmierten unter dem Namen Lycos und diversen so benannten Web-Seiten verschiedene Unternehmen in Europa, USA und Asien, die eine Marke nutzten, an denen die Carnegie Mellon Universität in den USA die Rechte hielt. In Spanien gab es dazu auch Terra Lycos, deren Hauptgeschäftsfeld aber in den USA lag.

Und was für Geschäfte da alles gemacht wurden. Ähnlich wie Yahoo oder AOL hatte sich Lycos längst verzettelt: Aus dem Suchdienst war ein Portaldienst erwachsen, der alles zugleich sein wollte - vom News-Netzwerk über E-Mail-Dienste, vom Access-Provider-Geschäft bis zur Shopping-Adresse. Selbst das ursprüngliche Kerngeschäft der Suche zerfaserte, Lycos führte gleich mehrere Suchmarken. ...."

Noch viel mehr im Link: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/der-fall-lycos-schnueffelhund-hat-ausgebellt-... kopieren

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