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1074219
DerKollege
DerKollege (Rang: Nobelpreisträger)

Woran erkennt man germanische Nachnamen?

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3 Antworten

930
Sique

Sique

Rang: Albert Einstein22 (290.581) | Herkunft (275), Nachname (71)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (22.03.2017 01:05)

1

Es gibt vier hauptsächliche Quellen von deutschsprachigen Nachnamen:
1: Berufs- und Standesbezeichnungen (Müller, Schmied, Ritter, Bäcker...)
2: Herkunftsbezeichnungen (Marburger, Dillinger, Münchner...)
3: Charakterisierungen (Lang, Bös, Dickmann...)
4: Vornamen, die zu Familiennamen wurden (Werner, Herbert, Petermann...)

Müller ist deswegen so häufig, weil zwar (fast) jedes Dorf eine Mühle hatte, aber es im Dorf auch immer nur einen Müller gab. Damit war Müller sehr kennzeichnend - jeder wusste, wer mit "Familie Müller" gemeint war. Ähnlich ist es mit Schmied (Schmidt, Schmitt...) oder Bäcker (Becker...). Der ebenfalls sehr häufige Name Meier (Meyer, Mayer...) wiederum bezeichnet einen Gutsverwalter (lateinisch Maior Domo = Hausherr), im süddeutschen Raum sehr oft in Verbindung mit einer Bezeichnung des Gutes, das er verwaltete (Obermayer war eben der Maior Domo des oberen Gutes, während Hintermayer das Gut da ganz hinten verwaltete).

Bei deutschsprachigen Nachnamen verstehst du meist, was der Name ursprünglich bedeutet. Ein Herr Richter stammt von jemandem ab, der mal ein Richter war. Eine Frau Hilbrecht dürfte einen Vorfahren namens Hilbrecht oder Hildebrecht gehabt haben. Eine Frau Bär hatte vermutlich einen Ahnen, der sehr groß und stark war, oder der erfolgreich einen Bären erlegt hatte. Und die Vorfahren des Herrn Meißner stammen aus Meißen in Sachsen.

7 Kommentare

31404
Labradorine
Labradorine

Gute Antwort, wobei sie sich auf deutsche Nachnamen bezieht. Zur germanischen Sprachfamilie gehören ja aber noch mehrere weitere Sprachen. Und es gibt auch noch das (gedachte) Urgermanisch, von dem man vieles ableitet.

930
Sique
Sique

Aber keine überlieferten Nachnamen, denn wie Kleidchen richtig bemerkte: Diese Nachnamen sind eine Erfindung des ausgehenden Mittelalters, als erst die Adligen, später auch das gemeine Volk aus rechtlichen Gründen (vor allem wegen Erbschaftsansprüchen) begann, Familiennamen zu benutzen.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Sique, vielen Dank. Kleine Ergänzung: ich meine, dass Meier ein Milchbauer war. Deswegen gibt es auch Meiereien.

31404
Labradorine
Labradorine

@Sique: Ok, danke!

961008
timeodanaos
timeodanaos

Meier stammt vom lat. 'major' ab, und zwar eher in der Bedeutung 'major villae'. Das war ursprünglich der Aufseher eines größeren Gutes. Im Laufe der Zeit wurde der Name auf die Besitzer kleinerer Höfe übertragen. Die Bedeutung war nicht "Milchbauer", auch wenn einzelne Meiers natürlich Milchbauern gewesen sein können. Allerdings denke ich, daß eine derartige Spezialisierung auf bäuerliche Milchwirtschaft im Mittelalter selten vorkam. Oft steht -meier mit einer bestimmen Beschäftigung oder Eigenart, z.B. Schäpermeier, Eisenmeier, Jägermeier, Milchmeier, Großmeier.

Wegen der lateinischen Herkunft ist Meier eigentlich kein germanischer Name. Meier kommt auch als jüdischer Name vor, abgeleitet von מאיר me-ir ("erleuchtend").

Einen ausführlichen Abschnitt zu Meier gibt es in "Die deutschen Familiennamen" von Albert Heintze (1914).

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Ok, timeo.

930
Sique
Sique

Wobei Maior domo ("Oberster des Hauses") und "Maior villae" ("Oberster des Landhauses") ziemlich gleichbedeutend sind. Aber Timeodanaos hat Recht. Die Landgüter wurden als Villa bezeichnet, während Domus eher das Stadthaus (aber auch den Betrieb oder die Großfamilie) bezeichnet.

So war Karl Martell (der Großvater von Karl dem Großen) Hausmeier der Merowinger, d.h. er war Maior domo. Heute würde man das als Regierungschef, Ministerpräsident oder Premierminister bezeichnen.

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7

7 Kommentare

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1071367
Kleidchen

Kleidchen

Rang: Sophie Germain (10.675) | Herkunft (12)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (22.03.2017 00:46)

2

Es gibt keine germanischen Nachnamen.
Die Bezeichnung Germane bezieht sich auf sehr verschiedene Volksstämme und das vor langer Zeit, als Nachnamen sowieso noch nicht in waren.

67 Kommentare

1077223
Anna1980
Anna1980

Genau... es gibt ja auch keine Palästinenser.

Wenn ihr so weiter macht mit dem Leugnen ganzer ethnischer Gruppen, dann müßtet iht so konsequent sein und sagen, es gibt auch keine Juden.

Da gibt es schon einige Vordenker:
https://www.google.de/search?q=gibt+es+ei n+j%C3%BCdisches+volk%3F&ie=utf-8&a... kopieren

961008
timeodanaos
timeodanaos

Ja, diese Leute *wollen*, daß es überhaupt keine Völker gibt und niemals gegeben hat. Vor allem *darf* es keine Germanen gegeben haben (Kelten vielleicht doch?), und ganz besonders keine Deutschen. So klittern sie sich ein Geschichtsbild zurecht, das zu ihrem Multikultiwahn paßt.

Selbstverständlich gibt es germanische Namen, so wie es auch slawische oder romanische Namen gibt.

1077223
Anna1980
Anna1980

Richtig; nur weil es relativ spät zu den standesamtlich registrierten Familiennamen kam (vorher gab es eben kein Standesamt), muß es nicht heißen, daß die Menschen vorher nur einen beliebigen Vornamen hatten und sonst nichts.

Es gab den Vornamen mit dem Zusatz, wessen Sohn oder Tochter man war und
teilweise sehr originelle Beinamen, die eine genaue Identifizierung der Person möglich machten und diese Person auch genau charakterisiert.


Erik "der Rote“ Thorvaldsson z.B oder Erik "Blutaxt" Haraldsson oder
Ivar "der Knochenlose" Ragnarsson oder Leif "der Glückliche" Eriksson
oder Sven "Gabelbart" Haraldsson...

Waren doch nette Namen... oder?

930
Sique
Sique

Ann1980: Es gab aber keine Familiennamen, und es gab kein Familiennamensrecht. Und genau darum geht es.

Der Sohn von Friedrich dem Müller hieß nur dann Johannes der Müller, wenn er wirklich auch die Mühle des Vaters erbte. Musste er dagegen einen anderen Beruf erlernen, weil sein älterer Bruder Eckhard zu Eckhard dem Müller wurde, dann war er Johannes der Schmied oder Johannes der Bäcker oder was auch immer. D.h. diese Beinamen waren individuell und nicht erblich.

Und was die Germanen angeht, hat Kleidchen ganz recht. Es gab keine germanischen Völker, bis die Germanen in Kontakt mit den Römern kamen. Die wollten unbedingt Ordnung haben und von jedem die Herkunft wissen, weil das in der römischen Rechtspflege wichtig war. Du wurdest Römischer Bürger, wenn dein Vater schon Römischer Bürger war. Du konntest kein Römischer Bürger werden, wenn dein Vater ein Sklave war und so weiter. Auch schlossen die Römer mit vielen Gruppierungen Verträge ab (lat. Foedus), die diese Gruppen zu Föderaten (Vertragspartnern) machten, und aus römischer Sicht war es deswegen wichtig, wer durch welchen Vertrag gebunden wurde.

Den Germanen war bis dahin die Idee, zu einem Volk zu gehören, völlig unbekannt. Sie waren teils sesshafte, teils nomadische Gruppen, die sich teilten, wieder vereinten, mit anderen Gruppen vereinten, sich gegenseitig bekriegten und so weiter. Viel weiter als bis zur Großfamilie zu denken war ihnen unbekannt, und was die Treue zu ihren Stammesführen anging, war ihnen eins wichtig: Solange der Stammesführer erfolgreich war, war er unantastbar, wenn nicht, wurde er kurzerhand ersetzt, oder seine Gruppe löste sich in lauter Grüppchen auf, die sich Nachbargruppen anschlossen. Als z.B. die Hunnen nach Zentraleuropa kamen, waren viele germanische Gruppierungen mit in ihrem Tross, die sich den Hunnen auf der Suche nach Beute angeschlossen hatten: Gepiden, Ostgoten, Greutungen, Markomannen und so weiter. Andere germanische Gruppierungen entzogen sich den Hunnen, verbündeten sich mit den (wahrscheinlich nicht germanisch sprechenden) Alanen und baten als Terwigen bzw. Westgoten um Einlass ins Römische Reich.

Man spricht in der Geschichtschreibung von Ethnogenese, also von Volkentstehung, während der Völkerwanderungszeit, und viele heute bekannte Gruppen treten überhaupt erst um die Zeit in Erscheinung, während vorher existierende Gruppen von ihnen assimiliert wurden.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Anna und timeo, ihr solltet euch erst ereifern, wenn ihr es besser wisst. Die Nachnahmen entstanden so wie Sique es beschrieben hat, aber da es nicht ein einheitliches germanisches Volk gab, waren die Namen entsprechend den Sprachen und Regionen verschieden. Und das sollte meine Antwort erklären.
Man muss nicht an jeder Ecke seine völkische Gesinnung raushängen lassen.

1077223
Anna1980
Anna1980

Das dachten die Kolonisten von den nordamerikanischen Ureinwohnern auch... war aber ebenfalls falsch.

Noch ein Beispiel:
Englische "Forscher" meinten, daß es in Afrika keine Staaten gäbe, da sie nirgendwo Flaggen und Schlagbäume vorgefunden hatten.

Die sehr alten afrikanischen Königreiche haben sie einfach nicht wahrnehmen können durch ihre europäische Brille und kulturellen Scheuklappen.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Ach ja, was wäre denn eure Antwort auf die Frage gewesen?

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Anna, was ist denn ein typischer germanischer Nachname? Und wodurch unterscheidet er sich von anderen?

1077223
Anna1980
Anna1980

Sique und ich haben das beantwortet.
Stell dich nicht unwissender als du bist.

930
Sique
Sique

Man weiß inzwischen durch archäologische Funde und durch Berichte römischer und griechischer Geschichtschreiber sowie durch die geschlossenen Verträge relativ viel über die frühen Germanen. Man kennt Ermanarich, den vermutlich letzten König der Greutungen, aus denen dann die Terwingen (Westgoten) und Gepiden (Ostgoten) hervorgingen. Man weiß, dass sein Herrschaftsgebiet nördlich des Schwarzen Meeres im Gebiet der heutigen Südukraine ging, wie weit es nach Norden reichte, ist unklar. Man weiß, dass der Teil der Greutungen, die nicht entweder vor den Hunnen ins Römische Reich flohen oder mit ihnen ins Römische Reich eindrangen, auf der Halbinsel Krim bis ins 16. Jahrhundert hinein blieb und tatsächlich Gotisch (Krimgotisch) sprach. Man vermutet, dass eine der Nebenfrauen Attilas, Ildiko, gotischstämmig gewesen sein könnte. Aber hier sprechen wir über die unmittelbare Vorzeit des Hunneneinfalls. Ermanarich starb 376 n.Chr., also genau zu Beginn dessen, was man gemeinhin als Beginn der Völkerwanderung ansieht.

Ähnlich sieht die Lage bei den Markomannen aus. Man kennt diese Gruppe, die nördlich der Donau lebte, also ungefähr im Gebiet des heutigen Franken und Tschechien, durch die römischen Berichte. Wir kennen Ariovist, der den Vorwand für Caesars Gallischen Krieg lieferte, als er die gallischen Stämme der Sequaner und Averner gegen die romfreundlichen Haduäer unterstützte und anschließend weitere germanische Gruppierungen über den Rhein holte, die von den Römern als Haruden, Vangionen, Triboker und Sedusier bezeichnet wurden, aber auf die außer Caesars "De Bello Gallico" kaum weitere Quellen verwiesen - mit Ausnahme der Haruden, die aber in späteren Berichten im heutigen Dänemark verortet werden und nicht in Gallien. Bei den Vangionen und Sedusiern ist nicht mal bekannt, ob sie wirklich Germanen waren, wir haben nur Caesars Wort, aber keine weiteren Quellen.

Und so sieht es die gesamte römische Geschichte aus: Immer wieder tauchen Namen germanischer Gruppen auf und verschwinden wieder. Lediglich anhand der genannten Eigennamen und vereinzelter Funde kann man einen Zusammenhang erkennen, aber meist läuft es darauf hinaus, dass ein solcher Stamm sich auflöst, anderen Stämmen anschließt oder von neu eindringenden Gruppierungen assimiliert wird. Erst gegen 250 n.Chr. stabilisieren sich die Gruppen, und die sogenannte Ethnogenese setzt ein, es bilden sich Großverbände mit relativ stabilen Machtverhältnissen, so dass man langsam von wirklichen Völkern sprechen kann. Es bilden sich die Großverbände der Franken, der Alemannen, der Greutungen, der Sachsen, der Vandalen und wie sie alle heißen, die tatsächlich über viele Generationen hinweg stabil bleiben.

961008
timeodanaos
timeodanaos

Ich verstehe nicht, was das ganze Gerede soll, außer "politisch korrekt" (?) die Existenz von Germanen zu bestreiten. Und vor der Gründung eines Staates, der sich "Deutsches Reich" nannte, gab es natürlich auch keine Deutschen. Goethe war irgendwas, aber kein Deutscher. Dann gibt es also auch keine germanischen Sprachen, sondern nur irgendeinen Mischmasch. Aber andere Sprachgruppen sind dagegen lupenrein geblieben, oder was?

Die deutschen Familiennamen entstanden erst seit dem 12. Jahrhundert. Die Römer hatten damit nichts zu tun. Die Frage nach germanischen Nachnamen ist die Frage nach ihrer SPRACHLICHEN Herkunft und ursprünglichen Bedeutung! Sonst hätte die Frage gar keinen Sinn, weil natürlich keine Nachnamen aus der Völkerwanderungszeit auf uns gekommen sind, da sie gar nicht existierten. (Es kann aber sein, daß der Fragensteller falsche Vorstellungen hatte.)

Viele deutsche Familiennamen sind von germanischen/gothischen/altnordischen/alt hochdeutschen Wörtern abgeleitet, wobei die ursprüngliche Form im Laufe der Zeit oft bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wurde. So wurde beispielsweise aus 'hulþa' ("hold" - eigentlich auf das Lehnsverhältnis bezogen) Holber, Holler, Holder(mann), Hölderich, Hulde, Holle und etliche andere Namen.

An Namen auf -ow oder -sky, erkennt man dagegen unschwer ihre slawische Herkunft, häufig kommen aber sprachliche Mischformen vor. Andere Namen wurden dem Lateinischen entlehnt. Diese Namen sind dann nicht germanisch, obwohl ihre Träger natürlich Deutsche sein können.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

timeo, du solltest mal etwas offener lesen. Ich habe weder die Existenz von Germanen noch die eines Deutschen Reiches bestritten. Aber ich habe angemerkt, dass der Begriff Germanen zu unscharf ist um ihn von anderen abgrenzen zu können in Bezug auf die Nachnamen.
Germanen war ein Sammelbegriff und daher waren die Namen vielfältig. Und da es Nachnamen erst später gab, als die Germanen als Volksgruppensammelsurium schon in verschiedenen Staatengemeinschaften subsummiert waren, kann die Frage nicht ernsthaft beantwortet werden.
Z.B. die von dir als slawisch benannenten Endung - sky war im Siedlungsraum der früheren Oder-Weichsel Germanen häufig.

961008
timeodanaos
timeodanaos

Ich habe etwas überspitzt, aber die Auffassung, daß es vor 1871 überhaupt keine Deutschen gegeben habe, wurde in diesem Forum schon öfter verbreitet. Das ist antideutsches Gerede als Folge des Multikultiwahns, der die Existenz von Völkern negiert, ganz besonders die Existenz des deutschen Volkes.

Ich habe darauf hingewiesen, daß es bei den Nachnamen nur um ihre SPRACHLICHE Herkunft gehen kann. Stammen sie von einer germanischen Sprache ab oder von einer anderen Sprache? Da ist nichts unscharf. In den meisten Fällen kann man die Herkunft eindeutig feststellen, abgesehen von slawisch/deutschen Mischformen, die als solche aber auch zu erkennen sind.

-sky/-ski ist eine slawische Endung, die eine Herkunft bezeichnet: Kaminsky = "der aus Kammin". Der Name sagt nichts darüber aus, ob sein Träger Deutscher oder Pole oder Kaschube oder Sorbe oder sonstwas war.

1077223
Anna1980
Anna1980

Himmel hilf!

Zu einer Zeit, wo noch nicht einmal die Römer so etwas wie feste Grenzen ohne jeden Bezug zur Landschaftsform hatten, verlangst Du von den Germanen ein klar umgrenztes Siedlungsgebiet mit "Fahne und Schlagbaum", damit du ihnen eine eindeutige Identität bzw. überhaupt eine Existenz zuerkennst!

... und die Tatsache, daß die Siedlungsgebiete der germanisch- und slawisch-sprachigen Völker aneinandergrenzten und sich durchdrangen und auch verschoben, liegt daran, daß es eben damals so etwas wie durch die Landschaft mit dem Lineal gezogene Striche nicht gab... mangels Landkarten, auf denen man die Striche hätte ziehen können!

Wie unsinnig eine solche Linienführung auf Landkarten zur Grenzbildung ist, ohne die Zugehörigkeit der dort lebenden Menschen zu Sippe, Stamm und Volk zu beachten, sieht man in der künstlichen Staatenbildung durch Briten und Franzosen im Nahen Osten und der Probleme, die es seitdem dort gibt.

Die germanische "Staatenbildung" war eine organische, landschaftsbezogene Abgrenzung zum Nachbarsgebiet entlang von Wasserscheiden und durchzogen von Handelswegen und Heerwegen.

Das erkennt man an der gewachsenen und nicht konstruierten Siedlungsstruktur im germanischen Sprachraum, die zu den heutigen nord- mittel- und osteuropäischen Städten geführt hat.

Diese Besonderheit der Stadtbildung macht den Reiz der europäischen Kulturlandschaft nördlich der Alpen aus.

Warum, denkst Du, kommen jährlich Millionen Touristen aus aller Welt, um genau das zu erleben?

1071367
Kleidchen
Kleidchen

timeo, wir können gerne über die Geschichte der Deutsvhen debattieren. Nur hst das nichts mit den Germanen zu tun. Da verwechselst du etwas. Und Anna: danke dass du meine Auffassjng unterstützt, dass die Zuordnung von damaligen Volksstämmen und heutigen Staatsgrenzen Unsinn ist.
Ich erinnere erneut an die ursprüngliche Frage. Vielleicht wäre es einfacher gewesen, wenn nach deutschen Nachnamen gefragt worden wäre.

1077223
Anna1980
Anna1980

Kannst oder willst du das nicht verstehen?

Weder das Fehlen von Stacheldraht und Schlagbaum und Landesfahne, noch das Fehlen von Standesämtern und Familiennamen bedeuten, daß es keine Germanen bzw. Deutsche gab oder gibt.

Vielleicht hilft dir das Verbreitungsgebiet der germanischen Sprachen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Germanische _Sprachen kopieren

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Es gab Germanen. Einverstanden. Es gab germanische Sprachen und gibt deren Nachfolger immer noch.
Es gab aber keine germanischen Nachnamen. Allenfalls germanischstämmige, aber das war zu Zeiten als es keine Germanen mehr gab.
Da hießen die anders, z.B. Hessen, Alemannen, Dänen usw.
Compri?
Du verwechselst wohl deutsch mit germanisch.
Ein typischer Fehler von "Völkischen" ist es, Staatsgebiet mit Staatsbewohnern zu verlinken.

1077223
Anna1980
Anna1980

Kindchen... das sind alles GERMANEN!!!!!
Die Hessen, die Thüringer, die Alemannen, die Dänen, die Norweger, die Angelsachsen, die Schweden... DAS ALLES UND NOCH VIEL MEHR SIND GERMANEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

1077223
Anna1980
Anna1980

Zur Nachhilfe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Germanen kopieren

"Als Germanen wird eine Anzahl von ehemaligen Stämmen in Mitteleuropa und im südlichen Skandinavien bezeichnet, deren Identität in der Forschung traditionell über die Sprache bestimmt wird.
Kennzeichen der germanischen Sprachen sind bestimmte Lautwandel gegenüber der rekonstruierten indogermanischen Ursprache, die als germanische oder erste Lautverschiebung zusammengefasst werden.
Das von den Germanen bewohnte Siedlungsgebiet wird entsprechend als Germanien bezeichnet."

1077223
Anna1980
Anna1980

Ideologie verhindert das Denken... alte germanische Weisheit.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Welche Ideologie unterstellst du mir da, Anna? Ich möchte dein Augenmerk auf ein Wort in deinem Zitat lenken: "Germanen wird eine Anzahl von ehemaligen Stämmen in.." EHEMALIGEN.
Und nochmals: nenn doch bitte mal Nachnamen von Germanen, unterscheidbar von Nichtgermanen. Du kannst ja damit anfangen, überhaupt Nachnamen aus der damaligen Zeit zu suchen.

1077223
Anna1980
Anna1980

Lies den Text von Sique... wie oft muß ich dir das noch sagen!

1077223
Anna1980
Anna1980

Das "ehemalig" bezieht sich darauf, daß es diese Stämme in der damaligen Form nicht mehr gibt, da sie in ANDEREN germanischen Stämmen aufgangen sind... ist das denn so schwer zu verstehen?

... aber es passt nicht zu deiner Ideologie, daß es angeblich keine Germanen gegeben hat und sie nur eine Erfindung der Nazis waren... oder?

Das wirft dein ganzes Weltbild über den Haufen und das führt erst mal zur Verwirrung.

Beschäftige Dich einfach mal weiter mit dem Thema und der Blick auf die Welt wird wieder klar ;-))

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Zur Verbesserung deiner Ideologiefreiheit lege ich als Lektüre bei: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Familienn ame kopieren aus dem du ersehen kannst, dass Nachnamen in den germanischen Bereichen erst ab 1200 verwendet wurden und erst viel später überhaupt verbindlich waren.
Und dann kannst du mal herausfinden, ob im Hochmittelalter sich die Menschen nach "Stämmen" unterschieden haben. Meines Wissens nach sind diese Stammesbegriffe erst im 19ten und 20ten Jahrhundert erst wieder vorgeholt worden, und zwar mit ideologischem Hintergrund.

930
Sique
Sique

Moment! Ich bin auf der Seite von Kleidchen. Ja, es gab Germanen. Nein, diese Germanen haben uns keine Nachnamen überliefert. Und nein, diese Germanen waren kein "Volk" im heutigen Sinne, sondern schlicht und einfach germanischsprachige Gruppen und Grüppchen. Sie schlossen sich zusammen, trennten sich wieder, wurden von anderen assimiliert, übernahmen neue Sprachen und so weiter.

Man sieht das an den westgotischen Gruppen, die im südlichen Frankreich und in Spanien im 5. Jahrhundert ihr westgotisches Königreich gründeten. Binnen weniger Generationen verloren sie ihre germanische Sprache und sprachen Vulgärlatein bzw. die Vorläufer des heutigen Kastilisch, Katalanisch, Galizisch und Aragonesisch. Schon am Ende des 7. Jahrhunderts war Germanisch in Spanien ausgestorben und überlebte nur in Form von romanisierten germanischen Namen wie z.B. Ramón (Raimund) oder Rodrigo (Roderich). Die Westgoten waren, obwohl als Eroberer gekommen, von den hispanischen Romanen vollständig assimiliert worden.

1077223
Anna1980
Anna1980

... und diese jetzigen Stämme sind die Thüringer, Sachsen, Friesen, Franken, Bayern usw.

Das sind alles Germanen!

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Du hast meine Frage nicht beantwortet. Siques Antwort entspricht ja inhaltlich meiner.
Bleib doch mal sachlich und werde nicht dauernd persönlich. Du unterstellst mir etwas, das du von mir erwartest (Linke erkennen Germanen nicht an) und übersiehst dabei die eigentliche Frage. Deren Beantwortung bleibt logischerweise aus.

1077223
Anna1980
Anna1980

€ Sique... in Deutschland, England, Schottland, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Norwegen, Österreich, der Schweiz (teilweise) werden germanische Sprachen gesprochen... von einer hauptsächlich germanischen Bevölkerung!

Das kann man genetisch nachweisen.

... und die sollen nach eurer ideologischen Vorstellung auf einmal keine Germanen mehr sein?

Was sind sie denn?

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Ein Merkmal neurechten Denkens ist die Verknüpfung von Geographie, also Gebieten, mit der Herkunft der Bevölkerung. Damit werden Gebietsansprüche mytologisiert.
Ds hat aber mit unserer Fragestellung nichts zu tun, das ist nur mal nebenbei bemerkt.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Dabei fällt der Unterschied von Sprachherkunft und Genetik leicht unter den Tisch.
Anna, es steht immer noch eine Antwort von dir aus. Und jetzt kommt noch eine hinzu: zeig doch bitte mal den genetischen Zusammenhang der von dir als germanisch bezeichneten Nordeuropäern im Unterschied z.B. zu den Franzosen. Den muss es ja geben.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Anna, du willst doch nicht ernsthaft den Begriff der Stämme wieder aufleben lassen in einer modernen Welt und ihn mit geographischen und genetischen Bereichen verknüpfen? Es gibt nicht mehr den Deutschen, den Hessen den Dänen mit diesen Verknüpfungen, es sei denn, man hat einen starken rassistischen Hau.

1077223
Anna1980
Anna1980

Guckst du hier:
https://www.igenea.com/de/germanen kopieren

... die suchen auch nach anderen Genen.
Kannst du nach Franken-Genen suchen.
Sind übrigens auch Germanen... auch, wenn sie eine romanische Sprache sprechen.

1077223
Anna1980
Anna1980

Hach... hier habe ich was schönes gefunden:
http://www.manfred-hiebl.com/ kopieren

... wird Dir sicher gut gefallen ;-))

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Oh, Anna, dann wird die Antwort auf die Frage, wodurch germanische Nachnamen gekennzeichnet sind ja noch schwerer.

1077223
Anna1980
Anna1980

Das wird Sique freuen:
http://www.manfred-hiebl.com/Urvoelker.pdf kopieren

... die Ostgoten haben genetisch auf dem Balkan überlebt!

1077223
Anna1980
Anna1980

Kleidchen, egal, wie oft du fragst, du kriegst keine andere Antwort als die schon gegebene!

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Also keine.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Lies mal deine Links genauer. Abgesehen von der Rassensemantik kann man erkennen, wie durchmischt die Genetik gerade in Deutschland ist. Dazu kannst du die dort verlinkten Tabellen zu Rate ziehen. Die Germanen sind in Deutschland in der Minderheit.
Deswegen ist es quatsch, diese Rassenthematik mit Sprachherkunft oder gar den Verhältnissen der letzten 1000 Jahre zu vermischen.
Und um die geht es bei der Fragestellung nach den Nachnamen.

961008
timeodanaos
timeodanaos

Meine Güte!

Gefragt wurde nach germanischen Namen. Vielleicht hatte der Fragensteller im Sinn, daß sich Namen aus der Zeit der alten germanischen Stämme bis heute erhalten haben, vielleicht meinte er das nicht - weiß ich nicht. Ich habe darauf hingewiesen, daß man die Frage nur im Sinne einer sprachlichen Herkunft beantworten kann, und viele heutige Nachnamen haben ihre Wurzel tatsächlich in uralten germanischen Wörtern. Man kann annehmen, daß die allermeisten dieser Namensträger den germanischen Völkern entstammten, auch wenn es im Einzelfall anders gewesen sein mag.

Die Aussage, "es gibt keine germanischen Nachnamen" war in diesem Zusammenhang unnötig, sie geht gezielt provokatorisch an der Frage vorbei und nur daraus entstand der Disput. Die darauf folgenden weitschweifigen Ausführungen über aufgetauchte und verschwundene Volksstämme haben mit der Frage nichts zu tun. Das sind reflexartige, vom Multikultiwahn getriebenen Äußerungen, mit denen die Existenz von Völkern und ihrer Staaten bestritten werden soll. Alles wird als Mischmasch ohne erhaltenswerten kulturellen Wert hingestellt. Je mehr Vermischung, desto mehr "Bereicherung" gibt es, wird behauptet. Deshalb - und darum geht es den Wahnsinnigen eigentlich - soll die Vermischung gezielt vorangetrieben werden, um den "Unsinn" mit den Völkern und ihren Staaten aus der Welt zu schaffen.

Das wird nicht geschehen!

1077223
Anna1980
Anna1980

Ist nicht so ganz richtig... die Firma igenea ist eine israelische Firma und eigentlich suchen sie jüdische Gene.

Sie machen aber einen Fehler; das von ihnen auserkorene jüdische Gen R1b
ist vor etwa 10 000 Jahren aus Mesopotamien ausgewandert (der Träger des Gens natürlich) und damals war von Juden noch keine Rede.

Es gibt allerdings ein Cohen-Gen; das ist eine Rabbiner-Familie, die sich über die männliche Linie auf König David zurückführt.

Interessant ist aber, daß über die mütterliche mitochondriale DNA etwa die Hälfte aller Deutschen Germanen sind.


Was hast du eigentlich mit den Familiennamen?

Wie heißt du denn?
Gibt Dein Name Anlaß zu irgenwelchen Zweifeln?

Heißest du etwa Rumpelstilzchen?

1077223
Anna1980
Anna1980

Timeodanaos: Du hast vollkommen Recht!

1077223
Anna1980
Anna1980

Irrtum... nicht David sondern Aaron:
https://de.wikipedia.org/wiki/Aaron_des_Y -Chromosoms kopieren

... bin schon ganz wuschig, muß was essen.

1077223
Anna1980
Anna1980

Hier der Beweis:
http://www.hagalil.com/judentum/rabbi/100204.htm kopieren

"Die Vorschriften bezüglich der Eheverbote für einen Kohen haben nach jüdischem Recht auch heute noch Geltung.

Nachbemerkung:

Aus einem Zeitungsbericht:
Bei einer Genuntersuchung sollen Wissenschaftler festgestellt haben, das bei 70 bis 80% der männlichen Angehörigen der Kohen-Familien, einerlei ob sie aus Jemen, Australien, Kurdistan oder sonst woher stammen, ein bestimmtes Gen im männlichen Y-Chromosom vorkommt, das bei einer Vergleichsuntersuchung bei anderen Menschen, ob Juden oder Nicht-Juden, nur bei 5% der Bevölkerung gefunden wurde.
Ferner konnte der Urvater dieses Chromosoms auf eine Zeit vor ca. 3200 Jahren, also etwa der biblischen Exodus-Geschichte datiert werden."


Stell dir mal vor, Germanen hätten ein derartiges "Zuchtprogramm" aufgelegt... was wäre dann hier los?

1071367
Kleidchen
Kleidchen

timeo, der Reflex liegt ganz auf deiner Seite. Du unterstellst, dass meine Feststelung aus einem "Multikultiwahn" heraus erfolgt sei. Das ist einfach nur eine sachliche und völlig unprovokante feststellung gewesen, die hier trotz aller Blumigkeit niemand entkräften konnte.
Wenn auf deiner Seite ungenau gelesen wird, ist das nicht mein Problem.
Nenn mir doch bitte mal germanische Nachnamen oder klär den Fragesteller auf, dass die frage so nicht funktioniert und hör auf, irgendwelche Ideologie hier einzubauen.
Wenn wir dabei sind und du über den Sinn des Völkischen diskutieren willst, kannst du das gern an anderer Stelle tun.
Vielleicht stelle ich nocheine entsprechende Frage dazu, wenn du dazu keine Idee hast.
Und anna: jetzt sind wir wirklich vom Höcksken aufs Stöcksken gekommen.

1077223
Anna1980
Anna1980

Kleidchen... der Wahn ist ganz auf deiner seite, wenn du bei jeder Diskussion, bei der es um Germanen geht, gleich was "völkisches" vermutest.
Du hast da einen Tunnelblick sondergleichen.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Anna, lies mal die kommentare auf meine Antwort, besonders die von deinem Mitstreiter timeo und frag dich, wer mit dem ganzen Germanentum angefangen hat.
Hast du inzwischen eine eigene Antwort auf die Frage herausgefunden?

1077223
Anna1980
Anna1980

Also gut, die germanischen Familiennamen haben sich aus der germanischen Sprache entwickelt und man erkennt ihre Bedeutung, wenn sie nicht gerade offensichtlich sind wie Schneider oder Müller oder Bauer daran, daß sie oft alte Berufe, die es nicht mehr gibt oder die Herkunft bezeichnen oder eine Besonderheit im Aussehen: Großhans, Großkopf und ähnliche.

Daran kann man erkennen, daß die Germanen schon zu der Zeit, als die Familiennamen entstanden sind, so um die Jahrtausendwende schätze ich mal, kann aber auch früher gewesen sein, wird ja nicht immer gleich alles überliefert und aufgeschrieben, auf jeden Fall waren die Germanen auch damals schon ein sehr fleißiges Volk, daß sich über seine Tätigkeit und sein Können definierte... wie Germanen eben sind!

Begabt, selbstbewußt und klug!

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Also wenn ich dich richtig verstehe, subsummierst du die französischen, englischen, skandinavischen, deutschen, polnischen und auch slavischen Nachnamen unter germanisch, da sie alle einer Sprachfamilie angehören?

1077223
Anna1980
Anna1980

Ich beschreibe Familiennamen aus dem deutschsprachigen Raum... das zahlenmäßig größte germanische Volk.

1071367
Kleidchen
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Nein Anna, die Deutschen sind zu überwiegendem anteil nicht germanischen Ursprungs. Lies mal deine eigenen Links.
Aber wir nähern uns ja der Antwort auf die Frage, woran man deutsche Nachnamen erkennen könne.

1077223
Anna1980
Anna1980

Alle hier sprechen die germanische Sprache Deutsch!

Hier leben Deutsche, das Land heißt Deutschland und Deutsche sind Germanen mit germanischen Familiennamen!

Leb damit oder wandere aus... ;-)))

1071367
Kleidchen
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Warum klammerst du dich an Stammesbilder, die es seit 1000 Jahren nicht mehr gibt?
Deutsche sind Herr Özdemir, Herr Podolski, Frau Nowak, Herr Beethoven, Herr Beuys, Herr Millowitsch usw usw.
Die Gleichsezung von Germanisch und Deutsch ist einfach falsch unsd allenfalls ein Relikt aus deutschtümelnder längst überholter Zeit. Ich muss deswegen nicht auswandern.

1077223
Anna1980
Anna1980

Die haben keine deutschen Familiennamen.
Das sind Paß-Deutsche.

1071367
Kleidchen
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Hier aus deinem Heibl-Text: "Kein Volk Europas ist stärker vermischt als das deutsche. Historisch gesehen setzen sich die Deutschen aus fünf großen Stämmen zusammen, den Franken, Sachsen, Alemannen, Thüringern und Bayern. Dazu gesellen sich noch etliche Minderheiten, das sind im Norden die Friesen, die aus dem ehemaligen Groß-Deutschland vertriebe-nen Preußen, ein ursprünglich baltisches Volk, die slawischen Sorben, eine dänische Minderheit in Südschleswig sowie die nirgends seßhaften Sinti und Roma. Während der Römerherrschaft wurden in Deutschland längs des Rheins deportierte Juden angesiedelt, und im Ruhrgebiet hat sich in der Phase des Übergangs vom Agrar- zum Industriestaat eine größere, heute gut assimilierte polnische Minderheit niedergelassen.

Ehe von Norden kommend die Germanen in das nach ihnen benannte Land einfielen, lebten auf deutschen Boden bereits Kelten, vor ihnen Illyrer, und nach ihnen kamen die Römer. Seit der Antike war Deutschland ständiges Ziel anstürmender Völker, im Nordosten waren es die Wikinger, im Osten die Hunnen, später kamen Slawen, Awaren, Ungarn und Mongolen und schließlich die Pandurenhorden der Maria-Theresia. Im Dreißigjährigen Krieg fielen die Schweden ein und unter Napoleon die Franzosen, nicht zuletzt waren amerikanische und russische Besatzungs-soldaten auf deutschem Boden stationiert, die alle ihre genetischen Spuren hinterlassen haben"
Wo ist da das germanisch?

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Anna, brauchst du einen Germanen-Ausweis? Ab welcher Generation in Deutschland bist du bereit, jemanden als deutsch anzuerkennen?

1077223
Anna1980
Anna1980

Solange er keinen deutschen Familiennamen hat... niemals!

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Also ist Willy Millowitsch ebenso wenig Deutscher gewesen wie Lukas Pdolski?
Jetzt wirst du satirisch.
Willst du den Kaiser wiederhaben?

1077223
Anna1980
Anna1980

Den Kaiser?
Nein!
Ich will Widukind den Sachsenkrieger!

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Gute Idee. Der hatte immerhin keinen deutschen Nachnamen und lebte in der multikulturellen Zeit ohne Nationalstaaten.

988999
Haenschenklein
Haenschenklein

Und wenn dann jetzt noch einer kommt, der behauptet, dass Germanen gleichzeitig auch Slaven sind, bricht hier für einige ein Weltbild zusammen.
Wissenschaftlich gesehen sind Germanen nämlich Slaven.
Das ist Fakt.
Vielleicht hätte der eine oder andere hier mal besser im Geschichtsunterricht aufpassen sollen, dann wüsstet er, dass auch die Menschen in Süddeutschland von den Germanen abstammen und dort keinerlei -son oder -sen in den Namen vorkommt.

1077223
Anna1980
Anna1980

Natürlich weiß ich das.

Der Wort "Slave" kommt von Sklave... die noch heidnischen Germanen wurden gejagt und eingefangen und als Sklaven verkauft.
Die getauften Germanen ließ man in Ruhe... meistens zumindest.

Blonde und blauäugige Menschen erzielten im Orient Höchstpreise und waren entsprechend begehrt bei den Sklavenhändlern Karls des "Großen".

Da mit Christen nicht gehandelt werden durfte im christlichen Abendland, mußte man auf die unchristlichen Stammesbrüder zurückgreifen, um dem orientalischen Bedarf nachzukommen.

1077223
Anna1980
Anna1980

Wie weit das Handelsnetz mit den slawischen Germanen (den versklavten Germanen) ausgebaut wurde könnt ihr hier lesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_ der_Sklaverei kopieren

"Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Slawen unter Heinrich I. (928/29) wurden insbesondere Frauen und Kinder als wichtiges „Handelsgut“ aus dem ottonischen Reich an das muslimische Spanien verkauft.
In Prag und Verdun gab es eigens zur Kastration eingerichtete Zentren, in denen die slawischen Knaben zu den von den Muslimen besonders begehrten Eunuchen gemacht wurden.
Bis ins 12. Jahrhundert fanden „Sklavenjagden“ statt, bei denen die Sachsen die benachbarten Slawen überfielen, ausplünderten und in die Sklaverei verschleppten.

Die westslawischen Stämme zwischen Elbe und Ostsee (siehe Wenden) gerieten auch von dänischer und osteuropäischer Seite (Kiewer Rus) unter Druck. Adam von Bremen berichtet, dass in Estland slawische Sklaven als Opfer dargebracht wurden.

Laut Ibn Fadlān wurden verstorbenen Rus junge Sklavinnen oder Sklaven mit ins Jenseits gegeben; sie kamen aber vor allem als Handelsware mit Karawanen nach Bagdad.

Der Handel mit den Sklaven wurde u. a. von den Radhaniten, jüdischen Kaufleuten aus Bagdad, übernommen. Sie genossen in Europa königliche Privilegien und waren wegen ihrer verzweigten Familienbeziehungen die einzigen, die den Handel von Spanien über Nordafrika, Ägypten, Arabische Halbinsel, Palästina, Syrien, Persien, Nordindien, Khorasan bis nach China und über Byzanz in die slawischen Länder und zu den jüdischen Chasaren am Schwarzen Meer ausdehnten.

Der französische Historiker Alexandre Skirda kommt aufgrund der von Charles Verlinden und vom französischen Historiker Maurice Lombard vorgelegten Befunde und einer 2002 veröffentlichten Arbeit des russischen Orientalisten Dimitri Michine zu dem Ergebnis, dass der wirtschaftliche Aufschwung des Okzidents im 10. und 11. Jahrhundert sich dem Menschenhandel mit den islamischen Ländern verdankt, aus denen im Austausch große Mengen Goldes in den Westen kamen.

Noch im Jahre 1168 wurden auf dem Sklavenmarkt in Mecklenburg 700 Dänen von seeräubernden Slawen zum Verkauf angeboten."

Da haben zum Schluß die germanischen Slawen nach Germanenart schnell gelernt und ihre Ausbeuter selbst verkauft...

1077223
Anna1980
Anna1980

Um das Ganze zu verdeutlichen:

Da haben die drei orientalischen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam über Jahrhunderte hinweg einträchtig den nördlichen europäischen Kontinent seiner schönen blonden heidnischen Menschen beraubt, um sich zu bereichern.

Mit dem Sklavengeld wurden wahrscheinlich auch die prachtvollen Kirchenbauten bezahlt... möglicherweise heißen sie deshalb "gotisch" weil sie mit verkauften Goten finanziert wurden... (Ironie aus).

1077223
Anna1980
Anna1980

Aus diesem Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Radhaniten kopieren

"Der französische moslemische Religionsanthropologe und Philosoph Malek Chebel spricht in seinem Buch über die Sklaverei im Islam (2007) ironisch von der „schönen Solidarität der Monotheisten“ gegenüber den noch heidnischen Slawen.

Im 11. Jahrhundert waren es aber zunächst die Radhaniten, die in Europa aus dem Fernhandel verdrängt wurden.
Italienische Handels- und Bankhäuser, deren Einflussnahme bereits in dem Brief des Dogen von Venedig an Heinrich I. 932 spürbar wurde, und armenische Händler im Orient setzten sich nach Maurice Lombard gegenüber den Juden durch.
Hinzu kamen die Massaker im Rheinland anlässlich des ersten Kreuzzuges. Nur auf den Festlandverbindungen zwischen Oberdonau und den slawischen Ländern hätten sie sich noch gehalten.
Weitere Erschwernisse hatten sich schon Ende des 10. Jahrhunderts aus dem Zusammenbruch des Reiches der Chasaren ergeben, die von den Kiewer Rus besiegt worden waren.
So seien sie „in die Rolle von Ladeninhabern, Geldleihern und Wucherern gedrängt“ worden.

Mit dem Herausdrängen der jüdischen Fernhändler wurde der Sklavenhandel in Mitteleuropa in mehr oder weniger christianisierten Gebieten noch eine Weile fortgeführt.

So berichtet Helmold von Bosau für das Jahr 1168 davon, wie slawische Piraten als Sklavenverkäufer auftraten und „zu Mecklenburg an einem Markttage 700 gefangene Dänen gezählt wurden, alle verkäuflich, wenn Käufer genug da gewesen wären“.

In Osteuropa zum Schwarzen Meer hin blieb Sklavenhandel mit Slawen bis ins 18. Jahrhundert eine kaum je unterbrochene Angelegenheit und wurde zuletzt von den auf der Krim ansässigen moslemischen Tataren betrieben, die die benachbarten Türken versorgten.
Zwischen 1482 und 1760 sollen zwischen 2 und 2,5 Mio Ukrainer, Polen und Russen zu ihren Opfern geworden sein."

Vielleicht erklärt diese jahrhunderteelange Ausbeutung europäischer blonder Menschen durch orientalische Völker und der Bereicherung europäischer Herrscher und jüdischer Kaufleute an der europäischen Bevölkerung die tiefliegende Abwehr gegen weitere Invasionen durch diese "Bereicherer"...

1077223
Anna1980
Anna1980

... und möglicherweise hat Stalin die Krimtataren deshalb von der Krim verjagt...

1077223
Anna1980
Anna1980

Natürlich muß man auch fragen, ob die Araber überhaupt noch Araber sind mit den vielen germanischen Sklavenmüttern.
Da müßte man mal die mütterliche mitochondriale DNS testen.

Das heißt aber nicht, daß sie nun den deutschen Paß beantragen können; Deutschland gab es noch nicht als sie unsere Ahnen kauften und mißbrauchten.

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67 Kommentare

227446
b-ware-Systems

b-ware-Systems

Rang: Albert Einstein4 (54.328) | Herkunft (8)

94 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (22.03.2017 00:05)

3

am "son"
am ende des Namens steht wem sein Sohn es ist.
zB. Sohn von Martin = Martinson

5 Kommentare

961008
timeodanaos
timeodanaos

Darauf kann man sich nicht verlassen. Die Endung -sohn/-son gibt es auch bei jüdischen Nachnamen.

227446
b-ware-Systems
b-ware-Systems

nj - Germanen gabs damals auch eher aus roemischer Sicht. Eigentlich waren es die Franken, Goten, Angeln, Sachsen, Semnonen uuuund so weiter. Was die Juden da grad getrieben haben weiss ich nich. Aber sicher werden die Voelker auch schon damals Kontakt ueber die Seidenstrasse gehabt haben. Jerusalem wurde ja auch mehrmals hin&her erobert. Ich kann dir nich mal sagen wie Toechter hiessen. Aber Soehne haben definitiv im Nachnamen den Namen des Vaters getragen.

930
Sique
Sique

Die jüdischen Nachnamen entstanden zu einer Zeit, als in Österreich-Ungarn allen Juden zwangsweise Nachnamen zugeordnet wurden. Deswegen sind die Nachnamen oft deutschstämmig und beziehen sich oft auf den Vater (Samuelsohn) oder auf ein Symbol im Firmenwappen (Silberblatt, Rothschildt). Oft wurden den Juden auch absichtlich Namen gegeben, die auf katholische Symbole verwiesen, um auf die Konvertierung zum Christentum hinzuwirken (Rosenkranz).

988999
Haenschenklein
Haenschenklein

Das -sen bezeichnet nur Skandinavische Namen. Germanien war aber mehr als Skandinavien.

930
Sique
Sique

Im Niederländischen wurde das -szoon zu -s verkürzt. Jemand namens Peeters war ursprünglich Peeterszoon, genau wie Jans(zoon) oder Wilkes(zoon).

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961008
timeodanaos
timeodanaos

Ja, das Thema ist so komplex, daß es nicht mit einzelnen Beispielen zu erklären ist. Man sollte ein Buch über Nachnamen lesen.

1077223
Anna1980
Anna1980

Labradorine; genau, es ist sehr komplex und nur, weil es manchen so nicht ins Weltbild passt, wird eine Abwertung sondergleichen konstruiert.

 

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