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1071109
Knuspel
Knuspel (Rang: Ada Lovelace)

Kann trotz Gütertrennung ein Wohnrecht auf Lebenszeit in das Grundbuch eines Hauses eingetragen werden?

Folgender Sachverhalt: Ein Ehepaar vereinbart die Gütertrennung und beide wohnen in °seinem° Haus.
Er hat Kinder aus der ersten Ehe,testamentarisch ist auch schon fest gelegt welches der Kinder das Haus erben wird wenn er stirbt.Ist es trotz Gütertrennung möglich das die Frau sprich seine Witwe ein Wohnrecht auf Lebenszeit bekommt,und das im Grundbuch trotz Gütertrennung eingetragen werden kann?


Ergänzung vom 12.08.2017 21:36:

Beide Kinder sind erwachsen und mündig.

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5 Antworten

832593
Mediator

Mediator

Rang: Albert Einstein23 (293.866) | Gütertrennung (24), Erbrecht Grundbuch (8)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (13.08.2017 00:10)

1

- Ja, allerdings zahlt sie dann Erbschaftssteuern ohne wirklich etwas
geerbt zu haben -

Das Haus an die Kinder zu vererben und dem Ehepartner ein lebenslanges Wohnrecht einzuräumen, ist beliebt. Doch statt zumindest sorgenfrei zu wohnen, kann das für den Hinterbliebenen teuer werden -

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/a rticle152099613/Die-truegerische-Falle-.. . kopieren

2 Kommentare

1071109
Knuspel
Knuspel

Und wie sieht das dann aus mit der Gütertrennung?
Man Leute das eine ist ein Schuh und das andere ein anderer.

832593
Mediator
Mediator

- auch bei Gütertrennung ist es selbst verständlich möglich, daß dem
Ehe-Partner ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt wird -
- der Nachteil bei dieser Konstellation ist, daß die Kinder ein Haus
erben, dessen Marktwert durch das eingetragene Wohnrecht erheblich gemindert ist (Haus mit mit Oma - wird man kaum los) -
und die Witwe vom Fiskus zur Kasse geben wird - Beispiel:
Ein Ehepaar lebt mit zwei Kindern in einem Einfamilienhaus. Per Testament ist geregelt, dass die Immobilie (Marktwert 450.000 Euro) bei Tod eines Ehegatten an die Kinder geht (steuerfrei wegen insgesamt 800.000 Freibetrag). Der verwitwete Partner bekommt ein lebenslanges Wohnrecht (Wert: 280.000 Euro) sowie Geldvermögen (Wert: 500.000). Die Rechnung zeigt, wie viel Erbschaftssteuer der überlebende Ehegatte spart, wenn er statt des Wohnrechts das Haus erbt -

Erbe der Witwe mit Wohnrecht
Wohnrecht 280.000 Euro
Geldvermögen 500.000 Euro
Zusammen 780.000 Euro
Freibetrag 500.000 Euro
Zu versteuern 280.000 Euro

Steuer (11%) 30.800 Euro -

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1073919
Mastermind69

Mastermind69

Rang: Albert Einstein (17.981) | Gütertrennung (8), Erbrecht Grundbuch (8)

10 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (13.08.2017 06:51)

2

Wenn keine hindernde Auflassung, Recht o.ä. auf "seinem" Haus lastet, kann er trotz Testament machen, was immer er für richtig hält. Denn das Haus ist ja noch nicht vererbt, noch lebt der Göttergatte ...

Seiner Frau ein Wohnungsrecht einzuräumen ist aber m.E. zusätzlich vertragsbedürftig i.S.v. Regelungen zu Kostentragungspflicht Betriebskosten & Instandhaltung, dingliche Ausübung des Rechtes (Darf die Gattin vermieten?), Kapitalisierung bei Aufgabe des Rechts, weil z.B. ein Heimaufenthalt zwingend wird.

5 Kommentare

1071109
Knuspel
Knuspel

Müsste dieses Wohnrecht dann in dem Gütertrennungs - Vertrag eingetragen sein,oder muss dafür ein neuer Vertrag aufgesetzt werden?
Im Gütertrennungs - Vertrag steht zumindest nichts von einem Wohnrecht.

1073919
Mastermind69
Mastermind69

Moin Knuspel,

Du schmeisst da was durcheinander. Gütertrennung ist einzig interessant im Trennungsfall, ob nun Scheidung oder Erbfall. Das Wohnungsrecht kann davon völlig unabhängig im Grundbuch eingetragen werden.

Der darüber hinausgehende Vertrag soll nur Eventualitäten klären, um beide Seiten (Gattin vs. Erben) abzusichern

Viele Grüße
MM69

(Ich ahnte, warum es sinnvoll sein könnte, diese PN erst mal zu kopieren :-)

1073919
Mastermind69
Mastermind69

Und im Gütertrennungsvertrag hat dieses Wohnungsrecht nichts, aber auch gar nichts zu suchen ... ausser, man will völliges Tohuwabohu generieren; läuft doch ein Wohnungsrecht dem diametral entgegen.

Scghlichte Überlegung: Im Scheidungsfall würde dieses Wohnungsrecht Gegenstand der Trennungsauseinandersetzung, also das krasse Gegenteil dessen, was man mit der Gütertrennung eigentlich vereinbaren will.

1071109
Knuspel
Knuspel

Okay vielen Dank genau das wusste ich eben nicht ob das machbar ist,dann weiß ich ja was auf mich zukommen kann.
Einen schönen Sonntag noch und nochmals Danke. :-)

1073919
Mastermind69
Mastermind69

Das im Grundbuch eingetragene Wohnungsrecht muss natürlich darart ausformuliert sein, dass es erst wirksam wird, wenn
1. der erbfall eingetreten ist
und
2. Die Ehe zu diesem Zeitpunkt noch Bestand hat.

Ich glaube zwar, dass es auch für diesen Fall höchstrichterliche Entscheidungen gibt (z.B. wenn der Erbfall im laufendem Scheidungsverfahren eintritt), aber sich lieber jetzt von einem Notar beraten lassen als später einen Prozess riskieren.

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1022872
erna143

erna143

Rang: Mileva Einstein8 (107.140)

13 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (12.08.2017 21:46)

3

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410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

aber wenn man sich mit den gesetzen , sogar den dt. nicht auskennt, dann kann man doch keine antwort geben , da weiß man doch gar nicht , ob die antwort vielleicht nicht sogar irreführend ist ?

67683
Dimma653
Dimma653

sehr guter Bericht, Erna

1071109
Knuspel
Knuspel

Ja aber nur in Sachen eingetragenes Wohnrecht ein guter Beitrag,hat aber nichts mit dem als solches zu tun,sorry. :-)

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1079177
Gorkotzola

Gorkotzola

Rang: Archimedes (9.272)

12 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (12.08.2017 21:46)

4

Dann müsste bereits jetzt schon ein separater Single-Wohnbereich ausgewiesen sein, dann wäre das ggf. machbar.

So ohne bestimmte räumliche Zuordnung? Wie soll das funktionieren?
Angenommen Sohnemann übernimmt nach dem Tod des Hausherrn die Hütte und seine Witwe schleicht ständig durch sämtliche Räume?
Mit Sicherheit läuft das so nicht.

7 Kommentare

1071109
Knuspel
Knuspel

Trotz Gütertrennung?

1079177
Gorkotzola
Gorkotzola

Das muss nur halt zu Lebzeiten des Hausbesitzer geregelt werden - sicher.
Selbst wenn die Frau "nur" seine Haushälter ist.
Er kann ihr doch eine Single-Wohnung auf Lebzeit kostenlos überlassen - wer sollte ihn daran hindern?

1071109
Knuspel
Knuspel

Es ist aber keine Singlewohnung sondern ein komplettes Haus ohne irgendeinen Nebeneingang,weder noch mit separaten Räumen.

1079177
Gorkotzola
Gorkotzola

Ich gehe mal davon aus, dass die zukünftige Witwe hoch verschuldet ist und daher auch die Gütertrennung.
Jetzt will sie aber auf Lau wohnen bleiben, aber ihr darf nix gehören weil wegen Gerichtsvollzieher bla bla
Keine Ahnung.
Das müsste dann der Erbe entscheiden wie er das handhabt.

1071109
Knuspel
Knuspel

Eben nicht.
Sie hat ein eigenes Haus wie auch jede Menge andere Eigentümer,deswegen Gütertrennung,da auch sie einen Sohn hat.

1079177
Gorkotzola
Gorkotzola

Was will sie dann da wohnen bleiben, wo sie doch ein eigenes Haus hat!?

1071109
Knuspel
Knuspel

Ich weiß es nicht,vielleicht um zu ärgern? :)

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1071367
Kleidchen

Kleidchen

Rang: Mileva Einstein (15.816)

4 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (13.08.2017 00:47)

5

Ja das geht. allerdings nicht unbedingt zu empfehlen, besonders wenn die Witwe Wohnrecht über das gesamte Anwesen hat. Dann zahlen die Kinder nämlich ohne etwas davon zu haben. Das Haus ist dann bei konfrontativer Konstellation unverkäuflich und damit können die Kinder sogar pleit gehen.
Es wäre also vernüftig, abgegrenzte Bereich mit Wohnrecht zu belegen und eine Miete der Witwe oder Mitnutzung der Kinder zu vereinbaren. Zumindest die Unterhaltkosten der Witwe zuordnen.
Es kann sein, dass die Gütertrennung da noch ganz andere Konsequenzen nach sich zieht.

7 Kommentare

1071109
Knuspel
Knuspel

Und das ist möglich bei einer Gütertrennung wenn es um ein Haus geht mit den normalen Wohnräumen?
Es geht dabei um eine Gütertrennung,alles andere ist bekannt was das Wohnrecht betrifft. :)

1071109
Knuspel
Knuspel

Das Wohnrecht umfasst etliche Paragraphen, wie sieht das aus bei der Güter - Trennung,das ist meine Frage.

1071367
Kleidchen
Kleidchen

Dasckann man aus der Ferne nicht beantworten, da das davon abhängt, wer wann welche Güter getrennt hat. Normalerweise gehört eine Liste der Güter dazu mit jeweiligen Updates und einem Verfahren, wie Veränderungen und Geldmittel behandelt werden.
Der Sinn dr Sache war doch wohl, dass die Witwe auf Lebenszeit dort wohnen bleiben kann und ein faktisches Vorerbe antritt. Wenn das zu einem faktischen Enterben der Kinder führt, kann ich mir vorstellen, dass dagegen Einspruch erhoben werden kann.

410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

sie tritt kein vorerbe an , ihr werden quasi die Räumlichkeiten "vermietet" ohne Kündigungsmöglichkeit seitens der Erben.

Und die FS verwechselt eben was : sie denkt wohl, weil Gütertrennung vereinbart wurde , darf sie nach dem tod des mannes mit dem Haus nichts mehr zu tun haben.

410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

übrigens ist eine solche regelung doch hinterbliebenenfreundlich : denn keiner der überlebenden wird gezwungen "auch" auszuziehen.

das da eine Kostenbeteiligung nötig ist , ist doch klar.


Außerdem könnte der Erblasser doch gerade das wollen : Das die Kinder "bluten" . Nicht feine Art aber denkbar.

1071109
Knuspel
Knuspel

Richtig..nicht die feine Art..aber denkbar.

1071109
Knuspel
Knuspel

Bei der Frau schon.

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410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

soll das wohnrecht auf LZ schon vor dem Tod festgelegt sein , oder soll es erst mit dem Tod des Ehepartners ( geschieden sind sie ja nicht , oder ?) in Kraft treten ?

410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

so wie es aussieht , geht das :

.....
Vielfach wird ein Wohnrecht auch für den eigenen Lebenspartner eingetragen, damit im Todesfall der verbleibende Partner die Immobilie weiter bewohnen kann. Ohne Wohnrecht bestünde die Gefahr, dass die Erben des Verstorbenen den verbleibenden Ehegatten aus der Immobilie drängen könnten.
.....

Lebenspartner sind ja nicht Ehepartner , sondern schließt alle ein .


so kenne ich es auch : Keiner ist vom Wohnrecht auf LZ ausgeschlossen , sondern es ist allein Sache des Eigentümers , hier (was sonst ?) des Mannes , Ehemannes.


Quelle des Zitats :

https://www.immoverkauf24.de/immobilienbewertung/immobilienbewertung-a-z/wohnrec... kopieren

410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

der häufigste fall : den kinder schon mal das haus schenken, aber definitiv sicher sein für jeden fall (streit, tod des kindes, scheidung des kindes), daß man drin wohnen bleiben kann .

so kann erbschaftssteuer bei sehr hochwertigen Immobilien gespart werden.

1071109
Knuspel
Knuspel

Und wie sieht das Ganze aus wenn eine eingetragene Gütertrennung besteht,das ist nämlich schon wieder ein ganz anderer Schuh.

1071109
Knuspel
Knuspel

Und genau das interessiert mich ja. :)

410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

gütertrennung heißt doch nicht, daß der ehemann der frau zumBeispiel nicht etwas kaufen oder schenken kann .....

gütertrennung bezieht sich doch nur auf scheidung und erbe, denke ich .


und die kinder können sich nicht wehren, wenn der Vater jemand etwas schenkt, und sei es die gütergetrennte ehefrau . Denn ein enterben findet ja nicht statt dadurch.

1071109
Knuspel
Knuspel

Gütertrennung betrifft alles was der Mann mit der Frau nicht teilen will,dazu gehört auch das Erbe der Nachkommen,schenken kann er ihr was er will,aber nicht eine Immobilie die schon vererbt ist.Und eine Eintragung Wohnrecht auf Lebenszeit ist keine Schenkung.

1071109
Knuspel
Knuspel

Vielen Dank für Deine Mühe,aber ich glaube so kommen wir nicht weiter,danke das Du Dir Gedanken gemacht hast und versucht hast zu helfen. :)

1071109
Knuspel
Knuspel

Aber ich denke bei einer eingetragenen Gütertrennung sieht das anders aus.:)

410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

gütertrennung heißt doch nicht, daß der ehemann der frau zumBeispiel nicht etwas kaufen oder schenken kann .....

der satz diente der erläuterung von gütertrennung. selbstverständlich ist das wohnrecht keine schenkung

410666
BesondersArroganter
BesondersArroganter

ein wohnrecht tangiert das erbe überhaupt nicht. die frau erbt das haus ja nicht !

....
schenken kann er ihr was er will,aber nicht eine Immobilie die schon vererbt ist. Wenn was vererbt ist , dann ist der Erlasser tot und kann nicht mehr schenken :))


Du verwechselst sicherlich das Testament mit dem Erbfall . Noch ist nichts vererbt.

1071109
Knuspel
Knuspel

Danke für Deine Hilfe und einen schönen Abend,ich habe mir gestern die Finger wund gegooglt bin aber zu keinem adäquaten Ergebnis gekommen.Schön das es hier noch Leute gibt die helfende Antworten geben können und auch wollen. :-)

1071109
Knuspel
Knuspel

Und morgen einen schönen Wochenstart,ich fahre morgen zur Nordsee ein paar Tage chillen und abspannen. :)

 

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