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E.Rosenstein
E.Rosenstein (Rang: Juniorprofessor)

Inwiefern haben die Nazis vom Antisemitismus in Polen profitiert?

Gab es viele Kollaborateure auf der polnischen Seite?

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5 Antworten

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Immas

Immas

Rang: Mileva Einstein15 (198.486) | Geschichte (3.504), Juden (526), Antisemitismus (183)

16 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (18.09.2017 16:05)

1

Warum Polen den ersten Platz in der Hierarchie der Opfer beansprucht und den Juden immer irgendwie eine Mitschuld an ihren Leiden zuweist, macht der Bericht Primo Levis erahnbar.
aus der Perspektive polnischer Juden. Sie verkörperten für Polen die "Judäo-Kommune", die den polnischen weißen Adler mit Davidstern sowie Hammer und Sichel bedrängte, verhöhnte,
befleckte, seit Polens Juden eine hellere Zukunft aus der Strahlkraft der Oktoberrevolution für sich erwarteten - mit entsprechenden Sympathien für Russland, den Unterdrücker Polens seit 1815.

In wiederkehrenden Schüben stigmatisierte seit alters her die nationalklerikale Tradition Polens Juden zum "Antichrist", zum "ganz Anderen" im Sinne Carl Schmitts, zur "Internation" ohne Vaterland, ohne Patriotenstolz, aber mit weitvernetzten Geschäftsbeziehungen. Wer sich assimilierte, machte sich besonders verdächtig.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/polen-und-seine-juden-1550345.html kopieren


ODER - ist das hier gemeint - die Polen als Profiteure NACH dem 2. WK?

Dabei dreht es sich wohl um 1 Buch, das konträr diskutiert wird.
Deses Thema: Kollaboration mit den Nazis - Judenverfolgung - wird stets kontrovers diskutiert - eine Seite fühlt sich stets "angegriffen", selbst wenn alles der Wahrheit entspricht.
Sogar offensichtliche Neo-Nazis reagieren da, wie rohe Eier, jammern, weinen und würden gerne die "Opfer-Täter-Umkehr" verwenden.


Also hier was zu dem Buch, dasas auch Vorfälle gegen Juden NACH dem Holocaust aufführt:
Vor diesem Hintergrund war "die Entdeckung, dass seine Landsleute Juden nicht nur in Einzelfällen an die Nazis verkauft haben, für Jan ein Schock", berichtete später eine Freundin der Familie.
Nach der antikommunistischen Revolte in Polen im Jahr 1968, deren Niederschlagung mit Gewaltexzessen gegen Juden einherging, verließ Gross seine Heimat und emigrierte in die USA.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/polen-antisemitismus-gross/seite-2 kopieren

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/6453 kopieren

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Mediator

Mediator

Rang: Albert Einstein23 (297.337) | Geschichte (1.406), Holocaust (84), Juden (61)

106 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (18.09.2017 17:35)

2

Die negative Einstellung gegenüber Juden änderte sich auch nicht während des Zweiten Weltkrieges. Als die Gettoisierung und die Deportationen begannen, kam es kaum zu Solidarität und Mitgefühl mit den polnischen Juden. Natürlich gab es zahlreiche couragierte Einzelpersonen, die Juden halfen zu überleben, doch die Mehrheit der Polen verhielt sich passiv. Daneben gab es auch jene, die Profit aus dem Unheil der jüdischen Bevölkerung schlugen. Auch in der polnischen Untergrundarmee, der Armia Krajowa, waren Juden unerwünscht. Sie galten als nicht vertrauenswürdig und wurden verdächtigt, nur eigene, jüdische Ziele verwirklichen zu wollen.

Dass es in jeder Gesellschaft Opfer und Täter gibt, ist selbstverständlich. Allerdings ist die Frage, wie die Gesamtgesellschaft mit der eigenen Geschichte umgeht. Im kommunistischen Polen wurde in der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg vor allem die Unterdrückung der polnischen Zivilbevölkerung während der Kriegsjahre hervorgehoben, wie auch der patriotische Kampf der Untergrundbewegung gegen das nationalsozialistische Regime. Während der nationalsozialistischen Besatzung wurden fast 90% der jüdischen Polen ermordet. Trotzdem wird die Bedeutung der Shoah in der Erinnerungskultur kaum wahrgenommen, vielmehr wurde die Opferrolle der polnischen Bevölkerung in den Vordergrund gestellt. Man war sich einig darüber, dass Polen angesichts der hohen Opferzahlen am meisten unter Hitler gelitten hätte und damit das größte Opfer der Nationalsozialisten gewesen sei. Mit der selektiven Geschichtsdarstellung durch das kommunistische Regime verbunden war eine gewisse Unwissenheit und Ignoranz. Bei einer Umfrage anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau konnte nur eine kleine Minderheit der befragten Polen angeben, dass im Konzentrationslager vor allem polnische Juden ermordet wurden. Die meisten Befragten waren davon überzeugt, dass die Nationalsozialisten im Lager vor allem polnische Katholiken ermordet hatten -

http://david.juden.at/kulturzeitschrift/70-75/73-perfler.htm kopieren

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KleinerDrache

KleinerDrache

Rang: Albert Einstein (24.517) | Geschichte (225), Juden (32), Polen (22)

47 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (18.09.2017 16:36)

3

na das ist doch klar.

1. die einheimischen haben verraten wo die juden wohnen
2. die nazis hatten zu wenig personal. antisemiten in polen haben da den personalnotstand ausgeholfen. die wurden einfach als aufpasser eingestellt.

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Mastermind69

Mastermind69

Rang: Albert Einstein (20.223) | Geschichte (108), Polen (7), Nazis (6)

3 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (18.09.2017 15:52)

4

Sie konnten sich der Duldung ihrer Verfolgungsmaßnahmen durch die Bevölkerung sicher sein; gab es doch wohl ausreichend "Nutznießer".


Ergänzung vom 18.09.2017 15:53:

Wer einem Judem 1000 Zloty schuldete ... wird, wenn den die Gestapo abgeholt hatte, wohl kaum beschwert haben, dass sein Gläubiger weg ist.

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gretchen1843

gretchen1843

Rang: Mileva Einstein8 (103.645) | Geschichte (365), Polen (14), Juden (11)

6 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (18.09.2017 15:55)

5

Sie haben überall davon profitiert, von deren Geld, Gütern, Besitztümern, Kunstschätzen usw. Und die Bevölkerung wusste angeblich von nichts, machte die Augen zu und bereicherte sich zum Teil mit daran.

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BesondersArroganter
BesondersArroganter

. Die Verschärfung des Antisemitismus in Polen am Ende der 30er Jahre in Polen hing vor allem mit der Propaganda aus Deutschland und der Wirtschaftskrise zusammen. Es kam in den 30er Jahren auch zu Pogromen. Nationalistische Parteien, kirchliche Einrichtungen und staatliche Behörden propagierten einen Boykott jüdischen Handels. Die polnische Diplomatie bemühte sich sogar um eine Aussiedlung aus Polen. Es kam zu einer Ghettoisierung von Juden.

 

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