Details zu dieser Frage
Diese Frage ist gespeichert in:
225954
quellmelzd
quellmelzd (Rang: Doktorand)

Was wäre passiert, hätte Karl Martell die Mauren im Jahre 732 bei Tours nicht geschlagen?

Wären wir dann alle Mohamedaner? Wie sähe die Welt heute aus?

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
3

Gute Frage!

Bonuspunkte: 50
Gestellt in Geschichte 28.09.2007 13:53
geschlossen am: 05.10.2007 13:53

4 Antworten

257263
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Einsteiger (41) | Geschichte (30)

9 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (28.09.2007 14:02)

1

enn Karl Martell bei der Schlacht von Tours und Poitiers 732 die Mauren nicht geschlagen hätte, wären damals weite Teile Europas, viele hundert Jahre vor dem ersten Kreuzzug, islamisiert worden. Ganz Spanien wurde islamisiert und konnte in der Zeit der Reconquista erst nach und nach zurückerobert werden. Als das erste Kreuzfahrerheer Richtung Jerusalem aufbrach, waren die Mauren also schon mehrfach in das christliche Europa eingefallen. Das sind historische Fakten. Es ist völlig ahistorisch, so zu tun, als hätten die religiösen Konflikte mit den Kreuzzügen begonnen.

(Habe ich aus einem anderen Forum)


Ergänzung vom 28.09.2007 14:22:

Ach das war deine frage!!!!

hmm.... Mal Scharf nachgedacht.... Ich denke eigentlich nicht, das sich Großartig etwas geändert hätte- Vielleicht hätte es Kurzfristig bedeutet das es mehr Islamische Menschen gäbe... Aber meiner Meinung nach würde es sich nach einer Weile einpendeln und wir hätten nur noch eine kleinen Unterschied zu der heutigen Zeit!

Doch ich denke es hätte bei einem anderen Ausgang der Geschichte wohl eher weitere Kriege/Kämpfe gegeben- die die darauffolgenden Geschehnisse weiter verändert hätten, so dass man NIE mit Sicherheit erraten könnte WAS passiert wäre!

Bewertung des Fragestellers:

Top

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
1

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

6

6 Kommentare

248135
Lionbeard

Lionbeard

Rang: Student (223) | Geschichte (102)

6 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (28.09.2007 19:34)

2

Das ist mal eine gute Frage!
Alle Antworten sind reine Spekulation.
Wie sich die zukunft nach einerniederlage Kart Martells entwickelt hätte, dürfte von dem Nachfolger Karls ahängig sein. Mögliche wäre es, dass eine Art Waffenstillstand ausgehandelt worden wäre, der den Mauren Spanien überlies, aber für diesen Waffenstillstand im Gegenzug auf weitere Eroberungen des Islam verzichtet. Eine Verständigung zwiaschen den verschiedenen Kulturen wäre so längerfristig zustande gekommen, ein Austausch. Die christliche Welt hätte islamische Erkenntnisse, z.B. im Beriech der Medizin, in dem die Mauren fortschrittlicher waren als die Feldscher der Christen (In ilsmaischen Länder waren die Krankenhäuser sauber, hell und die Mediziner sauber und verfügtenüber umfangreiche Kenntnisse, christliche Krankenhäuser waren das exakte Geenteil und man konnte nur beten, keinem Chritlichen Arzt in die Hände zu fallen)
Auch bei anderen kulturellen Errungenschaften wäre ein reger Austausch möglich geworden. Kunst, Hochschulen, Wissenschaft. Die maurische und dei estliche Kultur hätten sich gegenseitig befruchtet. Beide wären weniger radikal geworden.
Genauer gesagt, die christliche Kultur wäre entradikalisiert worden, die islmaische nicht radikalisert worden.
Beide Kulturen hätten Zugeständisse machen müssen, aber beide Kulturen hätten gewonnen.

Keine Fiktion: Unter der Herrschaft der Mongolen, die eines der größten Reiche dieser Erde beherrschten, gabes Religionsfreiheit, vorausgesetzt, es wurde nicht missioniert, und die andere Religion wurde toleriert. Zuwiderhandlungen wurden streng bestraft.
Auch damals gab es bereits Städte und Staaten, in denen Juden, christen und Mhammedaner mehr oder weniger, zumeist weniger, friedlich miteinander lebten. Die Folge der mongolischen Gestze:
Die Streitereien hörten tatsächlich auf. Jeder durfte, und konnte (!) nach seiner Fasson selig werden (einen Spruch, den erst ein anderer Politker viel später prägte)
Und tatsächlich stand nur einer Tatsache dem Srpuch entgegen, dass im mongolischen Reich eine Jungfrau das Reich von einem ende zum andren durchgehen könne, ohne sowohl Gold als auch die Jungfräulichkeit zu verlieren. Die Tatsache, dass sie vorher an Alterschwäche sterben würde. Von der Oder bis zum Gelben Meer in China ist es ein gutes Stück zu laufen.
Genausogut hätte es aberauch passierne können, dass der Islam seinen Eroberungsfeldzug fortgesetzt hätte. Ob das aber wirklich so schlimm wäre, wenn wir heute alles Mohammedaner wären?
Der Krieg um die Iberische Halbinsel gehört zu einem der größten Traumata in der islamisch-christlichen Geschichte und einer der Gründe, für die tiefe Abneigung, die die beiden Religionen hegen.

Was natürlich nicht unbedingt wahr sein muß, das ist nur meine Meinung und Idee. Aber alternative Geschichtverläufe andenken ist nie verkehrt.

Bewertung des Fragestellers:

Top

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
2

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

3

3 Kommentare

260854
Ambassador2300000000

Ambassador2300000000

Rang: Einsteiger (9) | Geschichte (6)

39 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (30.09.2007 04:38)

3

es wäre heutzutage ein toleranteres klima zwischen dem christentum und dem islam, die indigene bevölkerung in amerika wäre einige jahre später ausgerottet worden und der clash zwischen völkerwanderung und expansion des islams wäre durchaus interessant gewesen

Bewertung des Fragestellers:

hilfreich

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
2

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

0

Kommentar abgeben

51041
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Galileo Galilei (12.164) | Geschichte (262)

5 Tage nachdem die Frage gestellt worden ist (02.10.2007 19:43)

4

Eine wunderschöne Spekulationsfrage: Statt des Straßburger Münsters hätten wir Alhambra-ähnliche Anlagen an den Rheinhängen und Dürer hätte Teppiche entworfen. Die Wissenschaften wären aufgeblüht, Kunst und Musik genauso, wir wären gesünder, die Kirche nicht so mächtig, keine Hexenverfolgung, und ob die Türken dann bis Wien gezogen wären, ja, was das für Auswirkungen auf den nordafrikanischen und kleinasiatischen Bereich des alten römischen Reiches gehabt hätte, darüber kann ich nichtmal spekulieren.

Bewertung des Fragestellers:

Top

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
2

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

1

1 Kommentar

Diese Frage ist bereits geschlossen, daher sind keine Antworten mehr möglich. Du kannst jedoch einzelne Antworten kommentieren oder einen Kommentar hinterlassen.

Diese Frage: versenden drucken
  • Kommentare
24277
deaktivierter_User
deaktivierter_User

Weißt du, was Zen_Meditation ist? Ein Klein_Erna_Witz

' Klein Erna leernt inne Netuurkunde, die Vöigel läigen die Eier. Tschaa; un die Säugetiere weerfen ihre Schungen. Frocht deer Läirer; Klein Erna, warum is dat sou? Antwohtet Klein Erna

"Wenn die Vöigel die Eier weerfen, dann gäinse doch kepuut!!" '

Weißt du schon, was ich dich fragen möchte? Nicht weiter lesen!!!

WIE LAUTET DIE RICHTIGE ANTWORT AUF DIE FRAGE DES LEHRERS?

Diese Frage ist ein typisches Zen_Koan.

Wir hatten mal in Geschichte die Perserkriege. Und weil in den Rahmen_Richtlinien des Landes Hessen steht, dass die Schüler diskutieren sollen, fragte so ' n komischer Referendar, was wäre passiert, wenn die Persianer gewonnen hätten? Tja was sollst du darauf antworten? Was wäre passiert, hätte Napoleon nie gelebt?
Die Klasse schweigt. Ich eigentlich eher aus Neugier. Und ich bekam meinen Gag. Aumus meldet sich

"Wenn die Perser gewonnen hätten - naja. Dann wäre Europa islamisch geworden(!!!!!!!!!) Ob die Perser allerdings gleich den Römern bis zu den Germanen vorgedrungen wären, vermag ich nicht zu sagen."

DER REFERENDAR NIMMT SOLCHES UNWIDERSPROCHEN HIN.

Ich wenn Lehrer gewesen wäre. Die ganze Klasse hätte ich straf_exerzieren lassen.

1) Wer hat schon Karl May gelesen? (melden)
2) Welche Bände? (die Herrschaften hätte ich mir mal näher angesehen.)

3) Wann lebte Mohammed?
4) Welche sind seine Glaubens_Artikel?
5) Welche Weltreligionen kennst du?
6) Bring die mal in die richtige Reihenfolge

Zu der Zeit beunruhigte mich eine Frage:

WÄRE MOHAMMED VON EINER DÜNE PLATT GEWALZT ODER VON RÄUBERN ERSCHLAGEN WORDEN - GÄBE ES DANN KEINEN ISLAM? Die Kreuzzüge nur ein Irrtum der Weltgeschichte?

Heute kenne ich die Antwort. Es ist so ungeheuer wichtig, niemals Ursache und Wirkung zu verwechseln. Präge dir bitte die drei Säulen ein, auf denen der Islam ruht:

1) die Platonische Staatsidee
2) der Alexanderzug; die Eroberung der Welt durch das SCHWERT
3) die christl. Mission; die Eroberung der Welt durch das WORT

Der Islam wurde konzipiert als Ideologie der großarabisch_expansionistischen Militärkaste.
Platon lehrt, der Staat müsse von den Philosophen(Imamen) regiert werden. Diese ersinnen einen Mythos, den sog. Eupseudos - ein unübersetzbares Wort. Wenn Euthanasie den barmherzigen Tod bedeutet, dann musst du wohl ' barmherzige Lüge ' übersetzen.
Dieser Mythos muss nicht wahr sein, nur staats_erhaltend. Und zwar reicht es nicht, Unglauben mit drakonischen Strafen zu ahnden.
Es darf erst keiner auf die Idee verfallen, es gebe da Anlass zum Zweifel. Auch die uns so verwirrende Einheit von Theorie und Praxis, von Mythos, Politik, Gesetzgebung und Rechtsprechung findet sich bereits in den Platonischen Schriften.
Der Profet ist kein Wollender; Gestaltender, sondern ein umher Getriebener. Die haben 100 Männeken mit einer Voodoo_Droge abgefüllt, die Stimmen erzeugt(Schizofrenie) Und diejenigen, die die richtigen Offenbarungen hatten, kamen in die engere Auswahl.
Mit Jeanne d ' Arc haben sie ' s genau so gemacht. Aber ich will beim Thema bleiben.
Wer seine Vergangenheit nicht verstanden hat, ist gezwungen, sie zu wiederholen(bitte weise mir dieses Zitat nach; Freud ist es sicher nicht.)
Marco Polo berichtet von dem Kalifen von Bagdad. Der streute das Gerücht, er besitze die Kraft, Menschen guten Herzens ins Paradies zu entrücken - aber nur für eine Nacht. Er lädt einige hundert Jünglinge zu einer rauschenden Sause ein, tut ihnen aber ein Schlaf_Pülverchen in den Wein. Sie kommen in seinem Harem zu sich, wo sie schon von den nackten Schönen erwartet werden. Wieder Schlafdroge; Aufwachen im Ziegenstall.
Der Ziegenhirt steckt aber mit dem Kalifen unter einer Decke. Hier gebe es keine Fatima. Der hohe Herr habe ganz schön einen in der Krone. Also Ausmisten oder Rausschmiss. Nein; die wollen immer noch ins Paradies.
Dann möchten sie doch die große Güte haben, mal einen Blick in den Koran zu werfen. Wer im Kampf für den Glauben fällt, kommt noch selbigen Tages ins Paradies.

24277
deaktivierter_User
deaktivierter_User

wieder max Zeichen. Dschingis Khan stürmt Bagdad. Nach Marco Polo ist er ob dieser News sehr ungnädig. Ihm sei noch nie ein Mensch begegnet, der mit dem Heiligen derart respektlos Schindluder treibe. Der Kalif wird zur Strafe enthauptet und die gesamte Palast_Anlage auf Befehl des Großkhans dem Erdboden gleich gemacht.

24277
deaktivierter_User
deaktivierter_User

Eben seh ich grad - das Wichtigste vergaß ich ja zu erwähnen. Alle meldeten sich freiwillig zur Armee des Kalifen.

225954
quellmelzd
quellmelzd

Lach. Deine Antworten gefallen mir und das schon wiederholt ;) Dich sollte man im Auge behalten.

Dennoch täuschst du dich; ich verwechsle hier nicht Ursache und Wirkung. Die Frage ist selbstverständlich kontrafaktisch und damit hypothetisch; ich selbst bin ein Anhänger solcher kontrafaktischen Geschichtsschreibung, ohne mich dabei in irgendwelchen Illusionen zu wiegen.

Ich glaube, dass sich gerade dieses Ereignis für eine solche kontrafaktische Betrachtung eignet, da gerade hier die Auswirkungen bei einem anderen Ausgang besonders gravierend wären. Ich selbst glaube allerdings nicht, dass wir alle Mohamedaner wären, ich glaube tatsächlich, dass sich die Grenzen und Unterschiede in den Religionen verwischt hätten.

Interessant ist die Frage, ob der industrielle Fortschritt so wie geschehen stattgefunden hätte, wären wir wider Erwarten alle Mohamedaner geworden. Der Islam war zwar einmal führend in der Welt der Wissenschaften, dies wurde aber schlagartig etwa im 13. Jahrhundert anders, als die Fundamentalisten behaupteten, alles, was nicht bereits im Koran stehe, sei bedeutungslos.

Ich versuche hier nur, einmal Alternativen zu erwägen ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.