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Mambo.Kings
Mambo.Kings (Rang: Albert Einstein9)

Wie starben die zwölf Apostel ?

Soweit ich weiß, sollen sie alle einen gewaltsamen Tod als Märtyrer erlitten haben. Petrus soll auf eigenen Wunsch kopfüber gekreuzigt worden sein. Über seinem Grab befindet sich heute der Petersdom in Rom.

Wie und wo kamen die anderen zu Tode?
Die Frage gab es hier schon mal, aber leider keine befriedigende Antwort.

2 Antworten

87518
blaues_salz

blaues_salz

Rang: Mileva Einstein2 (36.768) | religion (399), Kirche (70), Christentum (39)

4 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (13.10.2007 15:43)

1

Das NT erwähnt weder eine Romreise des Petrus noch seinen Tod. Zwar wird in der synoptischen Tradition allen Jüngern Jesu Verfolgung und Tod vorhergesagt (u.a. Mk 10,39 EU; Mk 13,12 EU); aber nur ein Redaktor des Johannesevangeliums lässt Jesus dem Petrus dessen Hinrichtung ankündigen, ohne deren Ort und Umstände zu nennen (Joh 21,18f EU).

Wäre Petrus nach dem Apostelkonzil nach Rom gereist, so argumentieren viele Historiker, hätte sich dies an vielen Stellen des NT niedergeschlagen: vor allem im Römerbrief des Paulus (um 56-60), der Christen in Rom namentlich grüßt und bereits auf dortige Verfolgung hinweist, sowie in der Apostelgeschichte. Diese, so entgegnen andere, sei als periodisierende Missionsgeschichte nicht an lückenloser Chronologie interessiert. Doch sie stelle den Übergang von der Judenmission des Petrus und der Jerusalemer Apostel zur Heidenmission des Paulus dar und berichte am Ende über dessen ungehinderte Missionstätigkeit in Rom (Apg 28,17-31 EU): Wäre er Petrus dort begegnet, hätte der Autor dies sicher vermerkt.
Andreas, „dessen Bruder"
Übereinstimmend wird berichtet, dass er zur Zeit Neros vom Statthalter Aegeas bzw. Aegeates in Patras in Achaia gekreuzigt wurde, der Legende nach an einem Kreuz mit schrägen Balken (Andreaskreuz). Seine Gebeine kamen am 3. März 357 nach Konstantinopel. Im Jahr 1208, nach dem Vierten Kreuzzug und Fall Konstantinopels, brachte Kardinal Petrus von Capua die Gebeine des heiligen Andreas nach Amalfi am Golf von Sorrent, wo sie bis zum heutigen Tage in dem zu Ehren des heiligen Andreas erbauten Dom ruhen. Das Kopfreliquiar, 1462 bis 1964 in Rom, verehrt man heute wieder in Patras, wohin es Papst Paul VI. 1964 überführen ließ. Als Todestag wird der 30. November überliefert, der sowohl in der römisch-katholischen, als auch in der orthodoxen Kirche der Tag des Heiligen Andreas ist. Der Andreastag und sein Vorabend (Andreasnacht) leiten die Bräuche der Adventszeit ein.

Um Jakobus ranken sich besonders in Spanien zahlreiche Legenden. So soll er der Apostel gewesen sein, der nach der Himmelfahrt Jesu auf der Iberischen Halbinsel predigte. Er soll Jünger mit der Prophezeiung geworben haben, dass er nach seinem Tod Unzählige bekehren werde. Während der Reise hatte er jedoch so wenig Erfolg, dass er eines Tages, laut Überlieferung, mutlos und verzweifelt auf Höhe des heutigen Zaragozas am Ufer des Ebros gesessen habe. Als er den Entschluss gefasst hätte, die Mission abzubrechen, soll ihm die Jungfrau Maria und auf einer Säule erschienen sein und ihn ihrer Unterstützung versichert haben.
Nach einer anderen, für den Jakobuskult in Santiago de Compostela grundlegenden Legende, übergaben seine Jünger den Leichnam des Apostels nach der Enthauptung einem Schiff ohne Besatzung, das später in Galicien, dem nordwestlichen Spanien, anlandete. Helfer setzten ihn weiter im Landesinneren bei, das Grab geriet in Vergessenheit. Nach der Wiederentdeckung wurde darüber eine Kapelle, später eine Kirche und schließlich die Kathedrale errichtet, um die herum sich der Pilgerort Santiago de Compostela entwickelte.


Ergänzung vom 13.10.2007 15:47:

Apostel Johannes->nichts bekannt
Philippus
Er missionierte in Phrygien und starb vermutlich einen Märtyrertod in Skythien im Gebiet der Ukraine.
Bartholomäus
Der Legende nach soll er in Indien, Mesopotamien und vor allem in Armenien gepredigt haben, wo er auch das Martyrium erlitten haben soll. Astyages, ein Bruder des armenischen Herrschers Polymios soll den Befehl gegeben haben, ihm bei lebendigem Leibe die Haut abzuziehen und ihn anschließend kopfunter zu kreuzigen. Andere Quellen berichten von einer Enthauptung des Heiligen.

Nach späteren Legenden wurde der Sarg mit seinem Leichnam an der Insel Lipari bei Sizilien angespült, wo man ihn auch bestattet habe. Über seinem vermutlichen Grab wurde eine Kirche errichtet, die 831 die Sarazenen zerstörten.
Thomas
In den apokryphen Thomasakten wird überliefert, dass Thomas zur Verkündigung des Christentums nach Osten ging und bis Indien kam. Damit hätte er sogar weitere Reisen als Paulus gemacht. Die sog. Thomaschristen führen ihre Gemeinschaft auf ihn zurück. Die Syro-Malabarische Kirche und die Malankara Orthodox-Syrische Kirche verehren ihn in besonderer Weise. Nach anderer Tradition, die in Konkurrenz zur Addai-Tradition steht, ist er Gründer der syrischen Kirche in Edessa. In dieser Tradition wurden seine Gebeine aus Parthien oder Indien nach Edessa überführt und dort bestattet. Ibas von Edessa ließ für seine Reliquien eine Kirche erbauen. Sein angeblicher Schädel wird in der Sioni-Kathedrale in Tiflis (Georgien) aufbewahrt und von der Georgisch Orthodoxen Apostelkirche als Reliquie verehrt.
Matthäus
Die spätere Überlieferung über Matthäus ist undurchsichtig, weil sich oft eine kaum zu entwirrende Vertauschung zwischen den Namen Matthäus und Matthias (Apostel) findet.

Der Legende nach hat Matthäus, nachdem er getötet worden war, als Auferstandener das Evangelium in Äthiopien gepredigt. Es sind jedoch sein Todesort, sein Todesdatum und seine Todesart unbekannt. Manchen Überlieferungen zufolge soll er in Äthiopien den Märtyrertod gefunden haben, anderen Überlieferungen nach soll er in Hierapolis (Parthia) hingerichtet worden sein. Je nach Überlieferung wird von einer Steinigung, einer Verbrennung oder einem natürlichen Tod gesprochen.


Ergänzung vom 13.10.2007 15:51:

Jakobus, Sohn des Alphäus
Ihm ist es zu verdanken, dass er in der schwierigen Beziehungen zwischen den Christen jüdischer und heidnischer Herkunft vermittelnd und ergänzend wirkte. Er hat zusammen mit Petrus dazu beigetragen, dass den bekehrten Heiden nicht auferlegt wurde, sich sämtlichen Vorschriften (Beschneidung, Essensvorschriften) des mosaischen Gesetzes zu unterwerfen.

Flavius Josephus berichtet in seinem Werk Jüdische Altertümer, dass der Hohepriester Anan, Sohn des in den Evagelien bezeugten Hannas, die Zeitspanne zwischen Absetzung des römischen Statthalters Festus und Ankunft dessen Nachfolgers Albinus nutzte, um im Jahr 62 n.Chr. die Steinigung des Apostels zu verfügen.
Sein Grab soll sich in der „Basilika der Heiligsten zwölf Apostel“ in Rom befinden.

Judas Thaddäus
Judas soll in Vorderasien (Tur Abdin) und Phönizien gewirkt haben. Hier soll er mit einer Keule enthauptet worden sein.

Simon Zelotes
Nach der Kreuzigung Christi verkündete Simon der Überlieferung nach das Evangelium in Babylonien und Persien, wo er auch zusammen mit Judas Thaddäus den Märtyrertod erlitten haben soll. Dabei soll er mit einer Säge zerschnitten worden sein (Zersägen). In der christlichen Kunst wird er daher meist mit dem Attribut der Säge dargestellt. Eine andere Theorie besagt, Simon sei gekreuzigt worden.

Judas Ischariot
Als er jedoch gesehen habe, dass Jesus nur ein sterblicher Mensch sei, habe er Selbstmord begangen. Jesus wiederum habe geahnt, dass Judas ihn verraten würde, und dies auch beim Abendmahl vorhergesagt. Er habe aber auch geahnt, dass Judas, wenn ihm klar werden würde, dass er, Jesus, nur ein sterblicher Mensch sei, Selbstmord verüben würde. Das habe Jesus in Kauf genommen, um seine Aufgabe zu erfüllen.
quelle: wikipedia

7 Kommentare

38210
Mambo.Kings
Mambo.Kings

Erzähl das mal den Päpsten, dass Petrus nicht der erste Bischof von Rom war und dass sein Grab nicht unter dem Petersdom liegt. Das dürfte einen ziemlichen Aufruhr verursachen.

87518
blaues_salz
blaues_salz

*grins
ich klar, das würde heissen, sie sind nicht die nachfolger auf dem stuhl petri;-)

237023
deaktivierter_User
deaktivierter_User

welcher Stuhl? Jesus hat zwar Zimmermann gelernt, aber dann...?

87518
blaues_salz
blaues_salz

stuhl petri.................

237023
deaktivierter_User
deaktivierter_User

;-)) weiß doch, was damit gemeint war... wollte nur dezente Zweifel an der Legitimation dieses Amtes durch Jesus anmelden...

87518
blaues_salz
blaues_salz

*dito

237023
deaktivierter_User
deaktivierter_User

;-D

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hexe196740

hexe196740

Rang: Mileva Einstein (21.742) | religion (400), Kirche (107), Christentum (51)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (13.10.2007 18:02)

2

1.Bartholomäus
Bartholomäus unternimmt Missionsreisen nach Kleinasien, Mesopotamien, Indien, Ägypten, Armenien. Dort bekehrt er den König; dessen Bruder läßt den Apostel daraufhin zu Tode foltern – ihm wird bei lebendigem Leib die Haut abgezogen. Seine Hirnschale wird seit 1238 in der Bartholomäuskirche in Frankfurt aufbewahrt.


2.Jakobus der Jüngere
Als erster Bischof Jerusalems bekehrt er viele Juden, unternimmt Missionsreisen durch das Heilige Land. Er streitet mit Paulus über dessen Absicht, das Wort Gottes auch den Nichtjuden zu verkünden, kann den „Heidenapostel“ aber nicht hindern. Ostern 62 läßt der jüdische Hohepriester Ananos Jakobus vom Tempel stürzen.



3.Andreas
Der Bruder Petri predigt das Evangelium vor allem bei den wilden Skythen in Südrußland. Er bewirkt viele Wunder und wird gekreuzigt, weil er in Griechenland die Frau des römischen Statthalters Ägeas bekehrt. Da auch er aus Ehrfurcht nicht wie Christus sterben will, schlägt man ihn an ein schräges (Andreas-) Kreuz.

4.Matthias
Da Vincis Abendmahl zeigt hier den Verräter Judas, der Selbstmord begangen hat. Sein Nachfolger ist Matthias (nicht im Bild). Er missioniert in Judäa, dann in Äthiopien, wo er viele Wunder vollbringt. Im Jahr 63 wird Matthias von Heiden mit einem Beil enthauptet. Seine Gebeine ruhen in Trier – das einzige Apostelgrab auf deutschem Boden.

5. Petrus
Er heilt Kranke, weckt eine Tote auf, zieht durch Kleinasien und Griechenland nach Rom und wird für 25 Jahre erster Papst. Im Jahr 64 oder 67 wird er wie viele andere Christen unter Kaiser Nero ans Kreuz geschlagen. Kopfunter – er will aus Ehrfurcht nicht den gleichen Tod wie Jesus erleiden. Sein Grab liegt unter dem Petersdom.

6. Johannes
Der Lieblingsjünger Jesu. Er zerstört mit einem Wort den Tempel zu Ephesus, erweckt dessen toten Priester wieder zum Leben und überlebt in Rom ein Folter-Bad in siedendem Öl. Er wird nach Patmos verbannt, wo er die Apokalypse schreibt. Ca. 100/101 wird er aufgefordert, entweder heidnisch zu opfern oder Gift zu trinken. Er wählt den Tod.


7.Thomas
Thomas missioniert in Syrien und im Iran, zieht nach Indien, bekämpft dort hundeköpfige Dämonen. Er tauft die Heiligen Drei Könige und soll durch Marter gezwungen werden, einem Götzen zu opfern. Er spricht zu dem Standbild – es zerschmilzt. Der wütende Oberpriester durchbohrt ihn mit dem Schwert. Die Gebeine liegen in Ortona an der Adria.

8.Jakobus der Ältere
Jakobus der Ältere missioniert in Spanien. Nach seiner Rückkehr stirbt er Ostern 44 in Jerusalem als erster Apostel den Märtyrertod – er wird auf Befehl des Königs Herodes Agrippa mit dem Schwert enthauptet. Seine Gebeine liegen in Santiago de Compostela. Ein Wallfahrtsort, der bis heute Millionen Gläubige anzieht.

9. Philippus
Philippus predigt zwanzig Jahre lang bei Reiternomaden in der südrussischen Steppe, bändigt im Tempel des römischen Kriegsgottes Mars mit vorgehaltenem Kreuz einen Drachen. Mit 87 wird er in Hierapolis (heute Pamukkale/Türkei) gekreuzigt. Seine Gebeine werden bis heute in der Kirche Dodici Apostoli („Zwölf Apostel“) in Rom verehrt.

10.Matthäus
Matthäus verläßt um 42 Palästina. Er schreibt sein Evangelium und zieht als Glaubensbote durch Persien und Äthiopien. In dem afrikanischen Land besiegt er die Zauberer Zaroes und Ar-
phaxat und bekehrt Teile der Königsfamilie. Ein Widersacher läßt ihn mit dem Schwert töten. Die Gebeine ruhen seit dem 10. Jahrhundert in Salerno.

11.Judas Thaddäus
Judas Thaddäus geht nach Edessa (Urfa/Türkei) predigt in Syrien, Mesopotamien, Phönizien, Armenien und zusammen mit seinem Bruder Simon dem Zeloten in Persien. Dort werden beide von Mithraspriestern zu Tode gefoltert. Den Leidenden erlöst ein Keulenhieb. Die Gebeine des Märtyrers ruhen im Petersdom

12.Simon der Zelot
Simon der Zelot missioniert vor allem unter Juden, die nicht im Heiligen Land leben. Zusammen mit seinem Bruder Judas Thaddäus zieht er durch Persien. In der Stadt Suanir (das alte Kolchis am Schwarzen Meer) wird er von Priestern des iranischen Gottes Mithras mit einer Säge in zwei Teile


Ergänzung vom 13.10.2007 18:03:

zerschnitten. Seine Gebeine liegen in Rom, Köln und Hersfeld.

Alle wurden sie getötet so wie Jesus es ihnen gesagt hatte http://www.wallstreet-online.de/community/thread/981274-1.html kopieren


Ergänzung vom 13.10.2007 18:03:

herzliche grüße aus bayern!

2 Kommentare

38210
Mambo.Kings
Mambo.Kings

Erstaunlich, besonders das Johannes das Bad in siedendem Öl überlebt haben soll.

47391
hexe196740
hexe196740

ja seltsam-mir wär das auch ein bisserl zu "heiß"......L.G.andrea

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