Diese Frage ist gespeichert in:

Anzeige

COSMiQ feiert Geburtstag mit Euch!

Liebe Community, COSMiQ wird heute 5 Jahre alt! Am 28.10.2009 wurde aus LycosIQ die Wissenscommunity COSMiQ. Zur Feier des Tages haben wir ein kleines Gewinnspiel für Euch organisiert.  weiter ...



Neueste Antworten

90067
OstwindFLAK
OstwindFLAK (Rang: Professor)

Wie funktioniert ein Mörser?

In Filmen usw. sieht man immer nur das die so ein Teil einstellen, dann lassen sie die Granate ins Rohr fallen und zack machts und das Ding fliegt weg...

Muss man die Granate wirklich einfach nur in den Mörser "werfen"?

Wie funkioniert das dann?...

3 Antworten

135476
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Albert Schweitzer (7.741) | Krieg (12)

28 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (23.11.2007 00:39)

1

Ein Mörser ist ein Geschütz mit einem kleinen Verhältnis zwischen Rohrlänge und Kaliber (zwischen 12 und 18 Kaliberlängen und einer Anfangsgeschwindigkeit von 300 m/s, ursprünglich nur etwa 2 Kaliberlängen).

Entwickelt im 14. Jahrhundert, wird der Mörser ausschließlich in der oberen Winkelgruppe (Steilfeuer) eingesetzt. Früher wurden Mörser mit Kartusche und sprengstoffgefüllten Hohlkugeln, heutzutage dagegen flossenstabilisierte Granaten eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden weitere, heute zusammenfassend als Mörser bezeichnete Waffen entwickelt, die ursprünglich andere Namen hatten:

Der Mörser als mit Zügen versehener *********** mit schwerem Kaliber (ab ca. 200 mm) als weiter verkürzte Haubitze. Durch Verkürzung des Rohres konnte das Gewicht gesenkt und damit das Kaliber vergrößert werden. Schwerste Exemplare dieser Art waren die "Dicke Bertha" mit 42 cm im Ersten und die Selbstfahrlafette Gerät 040 (siehe Mörser Karl) mit 60 cm und Gerät 041 mit 54 cm Kaliber im Zweiten Weltkrieg. Die Reichweite z. B. des deutschen 60cm-Mörsers im Zweiten Weltkrieg lag trotz des kurzen Laufs bei über 6000 Metern. Dieser Mörsertyp war jedoch zu unbeweglich (124 t Masse) und wurde häufig im Krieg zerstört. Diese schwersten Mörser mit dem Decknamen "Karl" wurden im Zweiten Weltkrieg bekannt unter ihren jeweiligen Geschützbezeichnungen "Thor" (ausgestellt im Panzermuseum Kubinka nahe Moskau), "Loki", "Ziu", "Baldur", "Odin", "Adam" und "Eva".
Minenwerfer als Infanterie-Unterstützungswaffe, Vorderlader mit gezogenem oder glattem Lauf und Kalibern bis 380 mm, wurden im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Es gab diverse Varianten, z. T. auch mit flügelstabilisierten Geschossen, sog. Flügelminenwerfer. 1907 führte die deutsche Armee Aufgrund der Erfahrungen des Russisch-Japanischen Krieges den Minenwerfer ein. Im Stellungskrieg des Ersten Weltkriegs wurde er zu einer vorherrschenden Infanteriewaffe. Es gab leichte (Kaliber 75,8-mm), mittlere (Kaliber 170-mm) und schwere (Kaliber 250-mm) Minenwerfer. Der leichte Minenwerfer mit einem Gesamtgewicht von unter 200 kg eignet sich wegen des geringe Gewichtes und der großen Wirkung der Granate, die immerhin der einer 15-cm-Granate entsprach, sehr gut als leichtes Infanteriegeschütz, welches auch bei Angriffen im Mannschaftszug bewegt werden konnte. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs stand der Wehrmacht eine ausgereifte Waffe zur Verfügung. Kostengünstige Herstellung, Wendigkeit, einfache Handhabung, hohe Treffsicherheit, schnelle Feuerbereitschaft und hohe Splitterwirkung waren schon damals gewährleistet.
Normalerweise gehörte in der deutschen Wehrmacht zu jeder Maschinengewehrkompanie eines Grenadierbataillons ein Zug mittlerer Granatwerfer. Der 13. Infanteriegeschützkompanie jedes Grenadierregiments war ein Zug schwerer Granatwerfer zugestellt. Eigene Granatwerferbataillone wurden erst 1944 aufgestellt. Im Gegensatz dazu gehörten bei der Roten Armee die Granatwerfer zur Artillerie. Dort machten sie rund 50 Prozent des Geschützbestandes aus. Während des Krieges lieferte die sowjetische Rüstungsindustrie jedes Jahr rund 100.000 Werfer aller Baumuster an die Truppe.

http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rser_%28Gesch%C3%BCtz%29 kopieren


Ergänzung vom 23.11.2007 00:41:

Eines der schwersten mobilen Geschütze die im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kamen ist ohne Zweifel der 60 cm Mörser Gerät 040. Die Entwicklung dieser Waffe begann bereits 1937 und man entwarf unter strenger Geheimhaltung bei Rheinmetall ein spezielles Fahrgestell, das ein bis zu 70 t schweres Geschütz aufnehmen konnte. Im Zeitraum von 1940 bis 1942 wurden sieben solcher Mörsersysteme mit der offiziellen Bezeichnung Gerät 040 gebaut. Alle Geschütze hatten zudem einen eigenen Namen, doch wurde die komplette Baureihe oft nach dem ersten Geschütz Thor benannt, da die Presse wegen der Geheimhaltung nicht wusste, dass die Mörser individuelle Namen hatten. Zudem wurden nur wenige Fotos und Unterlagen veröffentlicht und auch die Bezeichnung Gerät 040 sagte nichts über Zweck oder Kaliber der Waffe aus. Durch die hohe Geheimhaltung gab es nur vorläufige Schusstafeln ohne besondere Hinweise auf das Gerät 040. Da die Originalunterlagen teilweise vernichtet worden sind und zum anderen von den Besatzungsmächten beschlagnahmt wurden, gibt es auch heutzutage kaum ausführliche Dokumente aus der damaligen Zeit zum Gerät 040. Der bekannteste und auch recht erfolgreiche Einsatz dieser 60 cm Mörser erfolgte bei der Belagerung von Sewastopol, als zwei Mörser, Thor und Odin, die dortigen Festungsanlagen beschossen. Ähnlich wie bei den Eisenbahngeschützen war der Einsatz dieser Mörser aber meist im Zusammenhang mit der Belagerung von befestigten Feindanlagen zu sehen und erfolgte nur punktuell, so dass die sieben Mörser relativ selten verwendet wurden. Ihr Einsatz hatte so zwar eine recht geringe direkte militärische Auswirkung, doch der moralische Effekt einer solchen Waffe darf nicht unterschätzt werden, denn vermeintlich sichere Bunker konnten so geknackt werden. Am Ende des Krieges wurden fünf der Geschütze von ihren Bedienungsmannschaften gesprengt, während die zwei anderen von den alliierten Truppen erbeutet wurden. Das Geschütz "Adam" kann heute noch im Panzermuseum der Roten Armee in Kubinka bei Moskau bewundert werden.
Technik

Das Mörsersystem 040 bestand im Prinzip aus zwei Teilen, der bis zu 70 t tragenden Selbstfahrlafette und dem eigentlichen Mörser. Von der Lafette gab es zwei Ausführungen, wobei sie sich hauptsächlich im Fahrwerk unterschieden. Die eine Version hatte 8 Lauf- und 8 Stützrollen, die andere 11 Lauf- und 6 Stützrollen. Beides mal kam eine 50 cm breite Kette zum Einsatz, die eine Auflagelänge von sieben Metern hatte. Die Spurweite betrug 2,65 m und die Bodenfreiheit 35 cm. Für den Antrieb sorgte ein 580 PS Dieselmotor von Daimler-Benz, der dem Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 10 km/h verlieh. Das Getriebe besaß vier Gänge und zum Lenken musste eine der beiden Ketten blockiert werden, während die andere weiter angetrieben wurde. Bei größeren Entfernungen kam ein spezieller Eisenbahnwaggon zum Einsatz. Genau genommen wurde das komplette Mörsersystem mittels zweier Ausleger zwischen zwei Eisenbahndrehgestellen gelagert. Da auf der Lafette natürlich kein Platz für mehrere 60 cm Granaten gegeben war, war als Unterstützungsfahrzeug ein spezieller Munitionstransporter vorhanden. Der Munitionsträger Karl basierte auf dem Fahrgestell des Panzer IV und besaß einen 2,5 t Kran der mittels eines speziellen Greifers die Granaten laden bzw. auf das Gerät 040 umladen konnte. In Feuerstellung wurden die Laufräder der Lafette angehoben, so das sich die Wanne absenkte und auf dem Boden aufsaß, so konnte der Bodendruck gemindert werden, was das Schiessen erst ermöglichte. Der allgemein hohe Bodendruck führte aber sowohl in Feuer- als auch im Marschstellung dazu, dass der Mörser nicht auf jedem Untergrund verwendet werden konnte.
Die zweite Komponente des Gerätes 040 war das Geschütz an sich. Das Rohr des 60 cm Mörsers hatte eine Länge von 5.068 mm, wog mit Verschluss und Bodenstück 28 t und besaß 112 Züge. Es wurde mit einem Flachkeilverschluss verriegelt und zum Laden musste man das Rohr waagrecht stellen. Die Erhöhungsgrenze des Geschütztes betrug 70 Grad und der Schwenkbereich 3 Grad nach links und rechts. Die Abfeuerung erfo


Ergänzung vom 23.11.2007 00:42:

0 Kommentare

Dein Kommentar zu dieser Antwort

Noch nicht registriert bei COSMiQ?
Melde dich hier an!

Bewertung des Fragestellers:

Top

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
2

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

0

Kommentar abgeben

190238
tusagen

tusagen

Rang: Master (1.257) | Krieg (14)

3 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (21.11.2007 21:01)

2

Ja, so funktionieren die, gibt abr auch welche - heute- wo man einstellen kann was passieren soll, verspätet, handauslöser, etc

5 Kommentare

90067
OstwindFLAK
OstwindFLAK

Und was haut dann die Mörsergranate raus?

Ist da unten dann wohl was drin?

190238
tusagen
tusagen

jo, ein vergleichsweise kleiner Zündsatz: probier mal folgendes um die wirkung selbst kleinster Ladungen zu sehen: 2 Streichhölzer - nicht aus einem Brief. Das Silberpapierchen auf der Innenseite einer neuen Zigarettenschachtel, das die Filter verdeckt. 1 Streichholz mit dem Silberpapier fest den kopf umwickeln, dann das 2. von der gegenseite locker reinstecken.
Sieht dann aus wie ein alukleiderbügel mit Holzenden. Das feste streichholz halten,
Dann genau dort, wo die beiden Köpfe sich treffen, mit nem Feuerzeug erhitzen, warten, Bahn frei! gut austariert, macht dein Einfachmörser gute 3 meter mit Rauchspur.

90067
OstwindFLAK
OstwindFLAK

Hey, die Idee ist klasse! Vielen Dank :-))


Also befindet sich im Mörser ein kleiner Zünder der die Granate dann "rauswirft"?

Jetzt kann ich mir da wenigstens ein Bild von machen :-))

255792
tschubatschub
tschubatschub

Hi Ostwind
Beim o.a. Link werden richtige Mörser beschrieben,wobei du feststellen kannst,dass du in so ein ding wie die Bertha unmöglich eine Granate von Hand "einwerfen " kannst. Was du meinst ist ein Granatwerfer.
Funktion:Wurfgranate ins Rohr stecken und fallen lassen. Beim auftreffen der Granate am Boden des Werfers trifft das Zündhütchen der Granate auf den feststehenden Schlagbolzen welcher dieses ansticht,dadurch wird die Zündung der Treibladung veranlasst. Durch den nun entstehenden Gasdruck wird die Granate aus dem Rohr getrieben, und mittels Zügen und Feldern stabilisiert(es gibt auch Glattrohrwerfer)und ins Ziel gebracht.
Die Flugweite der Wurfgranate kann durch zusatzladungen beeinflusst werden. Anmerkung:Bei manchen Wurfgranaten älteren Datums musste vor dem Einwerfen am Aufschlagzünder ein Sperrsplint gezogen werden, da sonst die Granate im Ziel nicht zur Detonation kam.
Die Kalibergrössen reichen von 4cm-12cm,je nach Hersteller und Nation.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
gruss tschubatschub

255792
tschubatschub
tschubatschub

Entschuldige, aber der Kommentar sollte eine Antwort sein.

Dein Kommentar zu dieser Antwort

Noch nicht registriert bei COSMiQ?
Melde dich hier an!

Bewertung des Fragestellers:

Top

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
1

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

5

5 Kommentare

299595
Tingeltangelfabi

Tingeltangelfabi

Rang: Einsteiger (127)

1 Minute nachdem die Frage gestellt worden ist (21.11.2007 20:59)

3

0 Kommentare

Dein Kommentar zu dieser Antwort

Noch nicht registriert bei COSMiQ?
Melde dich hier an!

Bewertung des Fragestellers:

hilfreich

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
1

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

0

Kommentar abgeben

Diese Frage ist bereits geschlossen, daher sind keine Antworten mehr möglich. Du kannst jedoch einzelne Antworten kommentieren oder einen Kommentar hinterlassen.


  • Kommentare

 

Das könnte Dich auch interessieren:

Nicht gefunden wonach Du suchst?

Dann stelle Deine Frage doch schnell und kostenlos!