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Interview mit Nadeshda

Liebe Community, schon eine ganze Weile war es ruhig in Sachen Interviews auf dem COSMiQ-Blog – das soll sich heute aber ändern.  weiter ...



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31121
col.ben
col.ben (Rang: Einsteiger)

AGB nicht gelesen - Drohung mit Inkasso. Was tun?

Hallo,

ich möchte um Rat in Bezug auf den im Folgenden geschilderten Fall bitten:

Im September bin ich über die Webseite http://1sms.ch/ kopieren gestolpert, wo mit angeblichen Gratis-SMS geworben wird. Nachdem ich die AGBs überflogen hatte, meldete ich mich an, denn laut AGB kann man den so entstehenden Vertrag innerhalb der nächsten Woche einfach wieder widerrufen (schlimm genug, dass ich so naiv war, dies zu glauben).
Als ich merkte, dass die Angebote ganz und gar nicht meinen Erwartungen entsprachen, schrieb ich noch am selben Tag eine E-Mail, in der ich den Vertrag widerrief und sendete diese ab (laut meinem E-Mail-Dienst bei www.freenet.de wurde sie auch erfolgreich versendet).
Ich kümmerte mich nicht weiter darum, bis ich vor ca. 2 Wochen eine Mahnung mit Zahlungsaufforderungen und Drohungen in Bezug auf Inkasso-Geldeintreiben, Anzeige, etc. aus heiterem Himmel erhielt.
Ich habe den Service-Support dieser Firma bereits mehrfach angeschrieben und alles erläutert, jedoch wird behauptet, dass meine Widerrufs-E-Mail nie angekommen sei. Leider kann ich nicht beweisen, dass ich sie abgeschickt habe.
Auch wenn ich keinerlei Leistungen in Anspruch genommen habe, verlangt die Firma die Zahlung von rund 90€ von mir (wobei das für mich, als Student, eine Menge Geld ist).

Die einzigen Daten, die die Firma von mir besitzt, ist die IP-Adresse mit Provider-Informationen (die bei JEDEM Besuch der Seite, auch wenn man sich nicht anmeldet, offenbar geloggt werden) und meine E-Mail-Adresse (ich habe (zum Glück?) nicht meine richtige Adresse angegeben).

Meine Fragen lauten nun:

1.) Was kann ich tun? Muss ich wirklich zahlen oder soll ich es darauf ankommen lassen und hoffen, dass die Firma aufgrund von gerade mal 90 € nichts unternehmen wird?
2.) Ist es überhaupt rechtens, die Daten (IP, etc) auf diese Weise zu speichern und daraus das Recht auf Zahlungsforderungen abzuleiten (schließlich könnte man theoretisch auf gut Glück eine E-Mail an jemanden versenden, die diesen auf die Seite lockt, und schon hat man IP, Provider + E-Mail von dieser Person)?
3.) Darf mein Telefonanbieter überhaupt Informationen über mich (anhand der obigen Daten) an die Firma herausgeben, sodass diese überhaupt in der Lage ist, ihre Zahlungsforderungen zu stellen (da die Firma keine Adressdaten von mir besitzt)?
4.) Wo kann ich ganz speziell eine (möglichst kostenlose) Beratung in Bezug auf Verbraucherschutz bekommen (die meisten Stellen bieten entweder nur Informationen oder kostenpflichtige Beratung an)?
Ich wäre äußerst dankbar, wenn Ihr mir in irgendeiner Weise weiterhelfen könntet!

Vielen, vielen herzlichen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen
Ben

7 Antworten

26342
Phex667

Phex667

Rang: Master (1.174) | internet (74)

30 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (23.11.2006 20:47)

1

Das hier könnte dir vielleicht helfen: http://forum.computerbetrug.de/showthread.php?t=38935 kopieren

Der Inhaber von 1sms.ch Internet Service AG (vormals Xentria AG) ist übrigens einschlägig bekannt mit solchen Angeboten.

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830
heirote

heirote

Rang: Nobelpreisträger (5.971) | internet (568), Gratis (19), Mahnung (14)

15 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (24.11.2006 10:36)

2

Einfach ignorieren.
Stiftung Warentest schreibt dazu im Heft 9/06:

Unser Rat
Zahlen Sie nicht. Jurist Markus Saller von der Verbraucherzentrale Bayern sieht viele rechtliche Mängel: das scheinbare Gratisangebot, der versteckte Preis, die unkorrekte Widerrufsbelehrung. Die Firmen wissen genau, dass sie vor Gericht kaum Chancen hätten. Erklären Sie den Widerruf und hilfsweise Anfechtung des Vertrags. Danach brauchen Sie auf Briefe von Inkassobüros nicht zu reagieren: "Das sind reine Drohgebärden", meint Saller. Er kennt keinen Fall, in dem das Geld eingeklagt wurde. Wenn wirklich ein Mahnbescheid vom Gericht kommt, sollten Sie Widerspruch einlegen.

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29141
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Student (300) | internet (44)

84 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (23.11.2006 21:41)

3

Moin moin,

das ist mal wieder eine klassische Abzocke- Seite.
Naja. Aber ich muss sagen, dass leider die Bedingungen gleich auf der ersten Seite aufgeführt sind.

14 Tage Testzeit, und nen paar Hundert gratis SMS. Innerhalb der 145 Tage hättest Du kündigen können.

In diesem Fall würd ich sagen, Lehrgeld zahlen, sonst kann es bös´ enden. Leider.

Aber ich rate Dir mal zur Verbraucherzentrale zu gehen. Die haben Vordrucke für solche Internetseiten die zurzeit leider viel im Netz kursieren.


Ergänzung vom 23.11.2006 21:45:

Ach ... jetzt les ich den Kommentar erst.
Na jut. Wenn Du WIRKLICH widerrufen/gekündigt hast, dann musst auch nix zahlen. Wär natürlich gut, wenn Du die Kündigungs- EMail noch gespeichert hast.

Aber ich würd mir wirklich eines merken:
Immer genau die AGB´s lesen, nicht unbedingt mit falschen Daten anmelden, das ist nämlich Betrug. Wenn man sich mit einer Seite nicht sicher ist, einfach nicht anmelden.

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5287
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Galileo Galilei (12.028) | internet (80), Mahnung (5)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (23.11.2006 23:05)

4

Der einzige Rat:
Wende Dich an die nächste Verbraucherberatungsstelle (im Link unten kannst Du sie heraussuchen). Die Internet-Seite ist dort bestimmt bekannt und man wird dort wissen, was Du jetzt noch machen kannst.

Auf der ersten Seite wird darauf hingewiesen, dass die IP-Adresse und der Provider gespeichert werden. Er wird auch auf die anfallenden Kosten in Höhe von 96 Euro jährlich hingewiesen. Wenn Du Glück hast, gibt es einen Fallstrick in den AGB oder der Widerrufsbelehrung, die Dir eine Aufhebung des Vertrages ermöglichen. Aber dazu musst Du Dich beraten lassen, auch wenn es selbst bei den Verbraucherzentralen etwas kosten wird. Aber das sollte Dir die Lehre wert sein - das ist quasi Studium hautnah ...

TIPP:
Wenn Du das nächste mal etwas kündigen möchtest, dann investiere das Geld in einen eingeschriebenen Brief, am besten noch mit Rückschein. Dann kannst Du zumindest belegen, dass und wann Du etwas geschickt hast. E-Mails sind dafür zumindest bei unbekannten Firmen oder Internetanbietern einfach zu unsicher und zu leicht zu manipulieren.


Ergänzung vom 23.11.2006 23:06:

Na klasse ;-(
Hier jetzt auch der Link:

1. Portal der Verbraucherzentralen in Deutschland - Übersicht kopieren

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15047
SHGold
SHGold

Ich kann die Klagen der Leute, die sich mit falschen eMails anmelden und trotzdem erwischt werden, nicht mehr hören.
Auch Rechtsberatung wollen sie nur, wenn es gratis ist....

31121
col.ben
col.ben

Auch hier kann ich nur sagen:
Ich habe SOFORT alles wieder widerrufen. Das hatte ich sowieso vor (erst mal mit falschen Daten testen, ob die seriös sind, dann auf jeden Fall widerrufen und, wenn sie seriös sind, richtig anmelden).
Doch die behaupten, ich hätte es NICHT getan.... was soll ich machen? Wie soll ich beweisen, dass ich die E-Mail versendet habe?

15047
SHGold
SHGold

Ich denke, die Abzocke ist hier auf beiden Seiten:
mit falschen Daten erst Erklährungen rechtsgültig abgeben und dann sich wundern, dass die IP (wie bei den Bedingungen angegeben) gespeichert wird.
Jede Kündigung muss im Geschäftsleben bewiesen werden und hier hat das andere Schlitzohr, die besagte schweizer Firma, eben mehr aufgepasst.
Man könnte zumindest obige Eingeständnisse als Betrugsversuch werten, aber vielleicht steckt eh ein Firmenangehöriger dahinter, der wissen will, wie seine Masche hier gehandhabt wird;-)

 

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