Diese Frage ist gespeichert in:

Anzeige


Neueste Antworten

329428
deaktivierter_User
deaktivierter_User (Rang: Doktor)

Was sind die Aufgaben des Dick-,Dünn-, und Zwölffingerdarms?

2 Antworten

309208
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Doktor (2.807) | biologie (23)

4 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (15.01.2008 18:57)

1

0 Kommentare

Dein Kommentar zu dieser Antwort

Noch nicht registriert bei COSMiQ?
Melde dich hier an!

Bewertung des Fragestellers:

hilfreich

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
0

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

0

Kommentar abgeben

6337
Radrenner

Radrenner

Rang: Bachelor (916) | biologie (167), Organe (7)

3 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (15.01.2008 21:11)

2

Der Darm stellt mit einer Oberfläche von zirka 300 Quadratmetern das
mit Abstand größte Kontaktorgan des Menschen zur Außenwelt dar. Hier
entscheidet sich, welche Bestandteile des Nahrungsbreis verwertet oder
als unverdauliche Stoffe ausgeschieden werden. Außerdem spielt der
Darm eine besondere Rolle im Abwehrsystem.
Der Darm gliedert sich in den etwa 5
bis 7 Meter langen Dünndarm und
den 1,5 Meter langen Dick-darm.
Die Darmwand besteht aus drei
Schichten, die durch eine Bindegewebsschicht
miteinander verwachsen
sind.
Gleich nach dem Magen beginnt der
Zwölffingerdarm (Duodenum). Er
heißt so, weil seine Länge durchschnittlich
der Breite von zwölf Fingern
entsprechen soll. Seine Schleimhaut
ist durch tiefe Einfältelungen -
Kerckringsche Falten - gekennzeichnet.
300 Quadratmeter Darm
zwischen Brust und Po
Im Zwölffingerdarm gibt es spezielle
Verdauungsdrüsen (Brunnersche Drüsen),
deren Aufgabe die Absonderung
von Darmsaft ist. Dieser enthält eiweißspaltende
Enzyme, ferner Maltase
(zur Verdauung von Malzzucker) und
Amylase (zur Verdauung von Kohlenhydraten).
Ins Duodenum werden
auch die Verdauungssäfte der Bauchspeicheldrüse
sowie die (in der Leber
produzierte und in der Gallenblase
gespeicherte) Galle abgegeben.
Der Dünndarm ist am Mesenterium -
umgangssprachlich als „Gekröse"
bezeichnet - befestigt. Dabei handelt
es sich um Ausstülpungen des Bauchfells,
die die Eingeweide halten und
teilweise mit Blut-gefäßen und Nerven
versorgen.
Die ersten 40 Prozent des Dünndarms
werden zum Jejunum, die nachfolgenden
60 Prozent zum lleum
gerechnet. Das Jejunum („Leerdarm")
breitet sich besonders im linken Oberbauch,
das Ileum („Krummdarm")
bevorzugt im rechten Unterbauch aus.
Beide Abschnitte gehen unmittelbar
ineinander über, sind also nicht scharf
voneinander abgegrenzt.
Was im Zwölffingerdarm die Brunnerschen
Drüsen, stellen im weiteren
Dünndarm die Lieber-kühnschen
Krypten dar. Die Dünndarmoberfläche
ist mit Zotten bedeckt, die die
Schleimhaut-oberfläche vervielfachen
und damit einen besonders intensiven
Kontakt mit dem Speisebrei ermöglichen.
Die Zotten weisen eine Länge
von 0,5 bis 1 Millimeter auf. Ein
Quadratmillimeter ist durchschnitt-lich
von 20 bis 40 Zotten bedeckt. Auf
den Enden dieser Zotten sitzen weitere
Ausstülpungen, sogenannte Mikrozotten.
Wellenförmig schwappt das Mittagessen
zum Ausgang
Die enorme Darmoberfläche entsteht
durch diese spezifische anatomische
Struktur des Dünn-darms. Durch die
Kerckringschen Falten wird die Oberfläche
verdreifacht, die darauf sitzenden
30 Millionen Zotten verdreißigfachen
und die eine Milliarde Mikrozotten
verdreihundertfachen die
Oberfläche.
Im Vergleich zum Jejunum werden im
Ileum die Kerckringschen Falten weniger,
die Zotten kürzer und weniger.
Die Tiefe der Krypten nimmt allerdings
zu.
Voraussetzung für ein ordnungsgemäßes
Funktionieren sind, neben
den anatomischen Strukturen, vor
allem die vorherrschenden Milieuverhältnisse,
die von Enzymen, pHWert,
Mikroflora und Zustand der
Schleimschicht geprägt werden.


Ergänzung vom 15.01.2008 21:12:

undefined


Ergänzung vom 15.01.2008 21:12:

Schädigungen dieses Gefüges, etwas
durch exogene Faktoren wie Arzneimittel
(Antibiotika), radio-aktive Strahlung,
Röntgenstrahlen oder Fehlernährung
(zum Beispiel übermäßiger Zuckerkonsum),
füh-ren nicht nur zu
subjektiven Beeinträchtigungen (Blähungen,
breiigem Stuhl), sondern
ziehen Stoffwechsel- und immununologische
Konsequenzen nach sich.
Eine in Dysbiose geratene Darmflora
kann Gärungs- und Fäulnisprodukte
bilden. Eine „intestinale Autointoxikation“
(Selbstvergiftung über den
Darm) sowie die Hemmung des darmassoziierten
Immunsystems sind die
Folge.
Eine durch Antibiotika geschädigte
Mikroflora begünstigt vor allem den
Durchtritt von Viren und potentiellen
Allergenen durch die Darmwand.
Auch andere Medikamente – zum
Beispiel nicht-steroidale Antirheumatika,
Protonenpumpenhemmer oder
H2-Antagonisten (beide werden gegen
zuviel Magensäure eingesetzt),
Kortikoide – können vergleichbare
Wirkungen auf die Darmflora haben.
Schon nach dem ersten Weltkrieg
hatte man begonnen, die Mikroflora
und ihre Bedeutung für die menschliche
Abwehr zu erforschen. Die Entdeckung
der Antibiotika ließ diese
Erkenntnisse wieder in Vergessenheit
geraten.
Zunehmende Antibiotikaresistenz,
eine generell kritische Einstellung
gegenüber Antibiotika sowie erfahrungsheilkundliche
Erkennt-nisse
v erstärkten im vergangenen Jahrzehnt
die mikrobiologische Forschung mit
dem Ziel, neue Wege der Infektionsbekämpfung
und Prophylaxe zu entwickeln.
Verfasser
Dr. med. Rainer Matejka, Kassel
Ehrenpräsident des Deutschen Naturheilbundes
e.V.


Ergänzung vom 15.01.2008 21:14:

eigentlich Teil 2
Der Dünndarm durchknetet den Speisebrei
und bewegt diesen durch
rhythmische Anspannung fort. Dadurch
wird dieser zerteilt und durchmischt.
Wellenförmige Anspannungen
der Längsmuskula-tur transportieren
den Speisebrei pendelnd ein bis zwei
Zentimeter pro Minute weiter. Zeitweilig
auftretende große peristaltische
Wellen sorgen für einen Vortrieb von
zirka 25 cm/min.
Der intensive Kontakt zwischen Nahrungsbrei
und Darmzotten ermöglicht
eine optimale Nah-rungsauswertung.
Über die Darm-zotten gelangen
Nährstoffe in Blut und Lymphe.
Der Dünndarm enthält spezielle
Rezeptoren für einzelne Stoffe, zum
Beispiel für Calcium, Folsäure oder
Vitamin C.
80 Prozent der Abwehr befinden
sich im Darm
Insbesondere im Ileum ist die Darmwand
in Form der Peyerschen Plaques
besonders dicht von lymphatischen
Strukturen durch-setzt. Dieses darmassoziierte
Immunsystem beherbergt
rund 80 Prozent der für die Abwehrkräfte
maßgeblichen Lymphstrukturen.
Spezielle Abwehrzellen werden hier
„trainiert".
Der Dickdarm (Colon) beginnt nach
der Bauhinschen Klappe mit dem rund
sieben Zentimeter langen Caecum
(Blinddarm). Daran hängt auch der
Wurmfortsatz, ein Lymphknotenpaket
(Appendix vermiformis). Die Lage des
Wurm-fortsatzes kann allerdings individuell
variieren. Deshalb kann bei
einer eventuellen Entzündung des
Wurmfortsatzes (im Volksmund als
„Blinddarmentzündung" bezeich-net),
die Symptomatik atypisch und damit
die Gefahr einer Fehl-diagnose groß
sein.
Der Querdarm kann bis zum
Bauchnabel durchhängen
Der aufsteigende Dickdarm (Colon
ascendens) erreicht im rechten Oberbauch
die Leber und wendet dort zur
Mitte in den Querdarm. Er liegt über
den Dünndarmanteilen, überdeckt
auch Teile von Magen und Bauchspeicheldrüse.
Normalerweise zieht der Querdarm
(Colon transversum) vom rechten in
den linken Oberbauch hinüber. Bei
manchen Menschen kann er allerdings
auch „durchhängen“, bis hinunter
zum Bauchnabel oder tiefer. Man
spricht dann von „Transversoptose“.
Davon betroffe-ne Menschen leiden
oft unter erheblichen subjektiven Verdau-
ungsstörungen mit Blähbauch
und Unverträglichkeitsreaktionen nach
der Nahrungsaufnahme.
Der absteigende Dickdarm (Colon
descendens) läuft zunächst parallel
zur linken Niere, geht über in den
„Colon sigmoideum" genannten Sförmigen
Dickdarmabschnitt und
erreicht in Höhe des zweiten Kreuzbeinwirbels
den Enddarm - auch
Mastdarm oder „Rectum" ge- nannt.
Ist die Darmflora gestört, kann
eine Selbstvergiftung drohen
Der Dickdarm enthält keine Zotten
und Falten mehr, stattdessen zahlreiche
tiefe Lieberkühnsche Krypten.
Eine Ringmuskulatur sowie drei
Längsrnuskulaturbänder (Tänien)
sorgen für ein wellen-förmiges, 20-
30maliges Durchkne-ten des Speisebreis
und vermengen ihn mit Schleim
und Bakterien. Die wechselnden und
wandernden Ausbuchtungen nennt
man Haustren.
Hauptaufgabe des Dickdarmes ist es,
Wasser und Mineralstoffe aus dem
Verdauungsbrei zu entziehen und den
Kot einzudicken. Er konzentriert 300
– 500 Milliliter Darminhalt zu 150
Gramm Kot. Natrium, Wasser und
andere Mineralstoffe werden im Dickdarm
resorbiert, ferner auch von der
Darmflora synthetisierte Vitamine,
Kalium und Bicarbonat werden in das
Darmlumen ausgeschieden.
Die gesamte Darmschleimhaut ist von
einer Mikroflora (Symbionten) besiedelt.
Je nach Darmabschnitt, gestaltet
sich die Zusammen-setzung dieser
Keime unter-schiedlich. Die Mikroflora
ist unerläßlich zur Aufrechterhaltung
der Stoffwechsel- und Abwehrfunktion
des Darms. Nach Schätzungen
beherbergt der gesunde Mensch
zehnmal mehr Symbionten, als der
Gesamt-organismus Zellen hat. Etwa
ein Drittel des Stuhls besteht aus
Symbionten.
Die Hauptaufgaben der Mikroflora
können folgendermaßen zusammengefaßt
werden:
• Barriere-Funktion (eine gesunde
Darmflora reduziert das Eindringen
von Allergenen durch die Darmwand)
• Unterstützung des Schleimhautstoffwechsels
• Anregung der Darmmotilität
• Stimulierung des Immunsystems
• Schaffung eines für die Nahrungsauswertung
optimalen Darmmilieus
• Unte


Ergänzung vom 15.01.2008 21:15:

0 Kommentare

Dein Kommentar zu dieser Antwort

Noch nicht registriert bei COSMiQ?
Melde dich hier an!

Bewertung des Fragestellers:

hilfreich

Gute Antwort meinen:

letzte 10 Meinungen:

[Fenster schließen]
0

Als gute Antwort bewerten

Kommentare zur Antwort:

0

Kommentar abgeben

Diese Frage ist bereits geschlossen, daher sind keine Antworten mehr möglich. Du kannst jedoch einzelne Antworten kommentieren oder einen Kommentar hinterlassen.

Diese Frage:

  • Kommentare

 

Das könnte Dich auch interessieren:

Nicht gefunden wonach Du suchst?

Dann stelle Deine Frage doch schnell und kostenlos!