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28757
luida66
luida66 (Rang: Melitta Bentz)

Welche Maßnahmen zählen zu den "lebensverlängernden Maßnahmen"? Gibt es eine Liste darüber?

Oft wird von "lebensverlängernden Maßnahmen" gesprochen - aber welche Maßnahmen zählen dazu? Beatmung, Nahrungsgabe, okay, aber Flüssigkeitszufuhr? Gabe von herzwirksamen Medikamenten? Ich hab jetzt schon eine Weile gegoogelt und kam nicht weiter. Über gute Quellen freue ich mich deswegen auch sehr!

6 Antworten

25244
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Professor (4.738) | Medizin (409), gesundheit (211), pflege (9)

98 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (15.01.2007 13:01)

1

Hallo,
Es ist eigentlich eine ganz einfache Sache. Lebensverlängernde Maßnahmen sind die, die das Leben verlängern. Wenn der Patient ohne diese Maßnahmen sterben würde. Dabei handelt es sich meist um Patienten im Endstadium einer Erkrankung. Somit ist künstliche Beatmung genauso wie Reanimation eine Lebensverlängerung. Und ist von casus zu casus unterschiedlich. Somit denke ich nicht, dass es eine "Liste" geben könnte.

Gruß, MM

2 Kommentare

15426
Ariolan
Ariolan

Mika - Reanimation ist nicht lebensverlaengernd - obwohl, vielleicht schon im Sinne der gewünschten katalogisierung dieser Frage, aber Menschen die reanimiert werden, sind tot, da wird kein Leben verlaengert - es wird neu gemacht . Deswegen heisst es auch wie es heisst/ whatch think ?

25244
deaktivierter_User
deaktivierter_User

En contraire, mon ami. Reanimation wird bei sterbenskranken Patienten zu lebensverlängernden Maßnahmen gezählt. Wenn es um die Begrifflichkeit als solche ginge, hättest du natürlich Recht. Geht es aber nicht.

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28609
MrGripps

MrGripps

Rang: Master (1.139) | Medizin (18)

8 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (15.01.2007 11:31)

2

Hallo, kann man nicht einfach sagen,
dass in dem Moment, da ein Arzt überhaupt eingreift, weil jemand offensichtlich in Lebensgefahr schwebt, das Leben des Patienten verlängert wird? Ob das einer ist der im Koma liegt oder einer in der Notaufnahme. Da wo etwas gemacht wird, jemand eingreift/handelt, mit der Absicht ihm zu helfen, macht er Lebensverlängernde Massnahmen.. oder?


Ergänzung vom 15.01.2007 11:35:

Auch "gut zusprechen" zählt meiner Meinung dazu. Flüssigkeitszufuhr hat ja einen Sinn. Du musst nicht fragen was die Wirkung letztenendes war sondern mit welcher Intention etwas geschieht. Wenn jemand Flüssigkeit bekommt, dann weil er ohne die Flüssigkeit schlechter gesundheitlich da steht, also ist es lebenverlängernd. Sorry ich werd zu philosophisch - Du wolltest, glaube ich, eher Definitionen haben :-)

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28757
luida66
luida66

Ich arbeite selbst im Gesundheitswesen. Mir geht es nicht u Philosophie und Ethik und Grundsätzliches. Sondern mir geht es um Definitionen. Momentan ist Deine Antwort leider nicht hilfreich. Findest Du evtl. im Netz noch Informationen, die mir weiterhelfen?

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21893
niccoletta

niccoletta

Rang: Juniorprofessorin (3.342) | Medizin (246), gesundheit (146), Tod (19)

5 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (15.01.2007 15:52)

3

Eine Liste gibt es wohl nicht,da die Massnahmen individuell sind,es kommt auf die Situation des Patienten an,daher ist es wichtig in einer Verfügung alle Eventualitäten aufzuzählen und genau zu definieren,was will ich und was nicht,hab ich eine Schluckstörung und benötige die PEG um nicht zu verhungern,verdursten und fühle mich ansonsten gut,sollte man die Ernährung nicht einstellen,selbst wenn ich einen Infarkt bekomme.Wichtig ist das der Betroffene ganz genau erklärt,schriftlich,was er zulässt und welche Dinge er absolut ablehnt.Zur Zeit haben wir in unserer Einrichtung so eine Situation,eine Bewohnerin mit CA,gestreut,Schluckstörung,sie möchte aber dennoch Infusionen zur Flüssigkeitszufuhr,gut das es in der Verfügung genauso beschrieben wurde denn sonst hätten die Angehörigen darauf bestanden nichts mehr zu tun.


Ergänzung vom 15.01.2007 16:03:

Wir haben eine Bewohnerin die dringend einen Pacemaker benötigt,sie hat abgelehnt,die Ärzte haben sie darauf hingewiesen das sie max.nur noch 6 Monate leben wird ohne Pace,sie ist geistig und körperlich noch relativ fit,90 Jahre alt,dies wurde in der Verfügung schriftlich festgehalten,was bedeutet im Falle des Falles und das obwohl es ihr optisch gut geht,keine Massnahme.

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Steinein671

Steinein671

Rang: Einsteiger (15) | Medizin (16)

7 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (15.01.2007 18:10)

4

Was exakt zur Liste der lebensverlängernden Maßnahmen gehört und was nicht, dass können slebst Mediziner nicht in eine Liste packen. Das macht es unter Umständen auch schwer, Patientenverfügungen richtig zu deuten, da lebensverlängernde Maßnahmen so ziemlich alles heißen kann.

Aus Erfahrung weiß ich, dass es in Fällen, wo lebensverlängernde Maßnahmen im Krankheitsverlauf kategorisch ausgeschlossen werden, die Therapie meist nicht weiter ausgeweitet wird. z. B. wenn der Patient nicht mehr atmet, wird er nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen, die Krankheit nimmt ihren "natürlichen" Verlauf.

Die "normale" Therapie, sprich Schmerzmittel, Infusionen, Ernährung, Sauerstoff, usw. wird natürlich immer weiter fortgeführt, alles andere wäre ja auch Folter.

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11880
Reinhard-Fluid

Reinhard-Fluid

Rang: Doktor (3.027) | gesundheit (9)

11 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (15.01.2007 22:21)

5

man sollte an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass es 2 Arten der Behandlung unter Ärzten gibt, 1. die lebensverlängernde und lindernde und 2. die heilende, einmal abgesehn von den Fällen, die oben angesprochen werden, wie sie z. B. über Patientenverfüguen etc. geregelt werden können.
Entscheidend ist bei meinem Hinweis, dass z. B. bei einem Mammakazionom der harten Sorte, was nur ca. 10% der Frauen die nächsten 10 Jahre überleben läßt, ab einem bestimmtem Zeitpunkt, wenn die Therapie aussichtslos ist, z. B. keine weitere Chemo mehr gegeben wird oder auch ein trotz Bestrahlung weiter im Kopf wachsender Tumor im Kopf nicht weiter behandelt wird, wenn die Leber schon so stark geschädigt ist, dass die weitere evtl. erfolgversprechende Tumorbehandlung z. B. in Heidelberg nur "rausgeschmissenes" Geld ist.
Die Hoffnung stirbt trotzdem meist zuletzt...
R.


Ergänzung vom 15.01.2007 22:26:

Zusatz:
eine Sterbehilfe gibt es auch mit Patientenverfügungen in Deutschland nicht, hier kann nur das geregelt werden, was nicht, obwohl es eigentlich nicht mehr lohnt, nicht mehr gemacht werden soll.
Außerdem sind solche Verfügungen neben dem Ersparen von menschlichem Leid auch für die Hinterbliebenen wichtig, um die Geschäfstmäßigkeit des Erbes zu sichern, also Postvollmacht, Bankvollmacht, Depotzugang, Grundstücksverwaltung, keinen gerichtlich bestellten Oberaufseher zu erhalten, etc. der , was alles schon geschehen ist, Erbe noch kaputt macht..... aber das ist ein anderes Kapitel.
R.

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40771
deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Einsteiger (23)

7 Tage nachdem die Frage gestellt worden ist (22.01.2007 10:21)

6

Ausschlafen
keine Monokost (Mensch ist ein "Allesfresser", also den Magen auch hin und
wieder mal an eine fette Gans oder "über den Durst trinken" erinnern)
würzig bis feuerspeiend essen
Auf die Zunge hören (der Körper kann nicht sagen, ich brauche Magnesium
oder Calcium! Der sagt, ich habe Appetit auf saure Gurke oder
Schlagsahne! Was er braucht, das ist da drin! Drogen ausgenommen.)
Emotionen ausleben
soziale Beziehungen pflegen, besonders intensive
nicht an Herzdrücken sterben, rauslassen
Sport in Maßen (Leistungssport ist Mord!), 2 x 30..90 Min. / Woche
insbesondere allseitbelastende (Schwimmen, Turnen, Ballspiele)
Auf keine Diätversprechungen hören, die nicht individuell vom Doc sind.
(kein Anspruch auf Vollständigkeit)

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28757
luida66
luida66

Meine Fragestellung bezog sich auf den Begriff "lebensverlängernde Maßnahmen". Ich hatte zu dieser Zeit einen konkreten "Fall" vor Augen - der Mensch konnte selbst nicht mehr in einem mit dem Leben noh vereinbaren Maß Flüssigkeit zu sich nehmen, war multimorbide und hochbetagt.
Ich bin ins Grübeln gekommen, ob die subcutane Infusion nun lebensverlängernd sei (meine Einschätzung) oder nicht (die der behandelnden Ärztin). Wirklich schlauer bin ich zu diesem Punkt aus Deiner Antwort nicht geworden, wobei ich die Richtigkeit Deiner Ausführungen kenne.
Welche ärztlichen Interventionen zählen für Dich zu den lebensverlängernden Maßnahmen?

40771
deaktivierter_User
deaktivierter_User

Du hast recht, dass war eine grandiose Fehlzündung von mir, war mir diese Nacht auch klar geworden,
Du bist nicht beim Lebenswandel, sondern der Patientenerklärung oder ähnlichem!
Dann sag dies doch gleich und stell die Frage richtig!
Die große Kunst der Frage. Eine gute Frage enthält immer schon verklausuliert die halbe Antwort.

Doch nun mal richtig.
Lebenserhaltende Maßnahmen sind alle Maßnahmen, für die es Technik auf der Intensivstation gibt!
Also alle Technik, die die Funktionen von Körperorganen ganz oder teilweise übernehmen.
Bluttransfusion
künstliche Beatmung
künstliche Ernährung
Magensonde
künstliche Niere
Herzschrittmacher

Was die subcutane Infusion betrifft, bin ich nicht aussagefähig, ich bin kein Mediziner.
Und geunau dies ist mir bei den ersten Antworten bereits ganz übel aufgestoßen, deswegen hatte ich mich entschlossen, doch etwas dazu zu sagen, obwohl es nicht mein Gebiet ist.
Scheinbar gibt es in der Gemeinde keinen einzigen Med.
Traurig!
Ist wahrscheinlich unterhalb Ihrer Würde, hier mitzumachen!
Noch trauriger!

Ich hab mal ins Net geschaut, empfehle ich Dir auch
http://www.altenpflegeschueler.de/pflege/Subcutane-Infusion.php kopieren
Dort steht unter anderem:
"...In der Regel handelt es sich dabei nur um NaCl oder Ringerlösung ...subcutan-Infusionen ist wahrscheinlich die Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, wenn dies anders nicht mehr möglich ist, etwa bei sterbenden Bewohnern, wenn diese nicht mehr ins Krankenhaus sollen."

Daraus ergibt sich: NaCl ist gewöhnliches Kochsalz.
Diese Lösung dient nur dazu, die Blutmenge im Körper nicht zu gering werden zu lassen, damit das Herz noch pumpen kann.
Und der letzte Teil der Aussage gibt die Antwort auf Deine Frage, es ist keine lebensverlängernde Maßnahme, im Gegenteil, der natürliche Tod soll nicht weiter verhindert werden!
Gut so? Ansonsten benutze die Nachrichtenbox.

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