Hallo,
die DDR war zu diesem Zeitpunkt mit einigen Problemen konfrontiert; ein Wirtschaftswunder à la BRD blieb aus, viele Ostdeutsche flohen in den Westen. (1961 wurde deswegen ja auch die Mauer gebaut.)
Die SED wollte daher logischerweise die sozialistische Literatur fördern - eine Literatur, die die DDR und ihre Führung nicht in Frage stellte. Hacks war über lange Zeit ein Schrfitsteller, der sich durchaus mit der DDR identifizierte, ihr aber nicht unkritisch gegenüber stand. In "Die Sorgen und Macht" schildert er die Mühe und die Widersprüche des Aufbaus einer neuen Gesellschaft in der DDR, was ihm die Kritik einiger SED-Oberen einbrachte.
Daher geriet er in Schwierigkeiten, was ihn aber nicht davon abhielt, weiter für die DDR zu schreiben.
Gruß, morten345.