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COSMiQ-Interview mit Marretje

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Honigbiene598
Honigbiene598 (Rang: Albert Einstein3)

Wer war Giacomo Casanova ?

4 Antworten

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Japanese

Japanese

Rang: Marie Curie (12.546)

4 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (22.05.2008 14:07)

1

Giacomo Girolamo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; † 4. Juni 1798 in Dux) war ein berühmter italienischer Abenteurer des 18. Jahrhunderts. Sein Name gilt als Synonym der Kunst der Verführung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Giacomo_Casanova kopieren

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deaktivierter_User

deaktivierter_User

Rang: Albert Einstein2 (31.702)

4 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (22.05.2008 14:07)

2

G.C: war ein italienischer Jurist und Priester, später Abenteurer und grosser Frauenverführer.

3 Kommentare

421531
Honigbiene598
Honigbiene598

Jurist wusste ich nicht.

47600
deaktivierter_User
deaktivierter_User

Ja- Du kannst alles in wikipedia.de nachlesen!!!

421531
Honigbiene598
Honigbiene598

Danke.

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47391
hexe196740

hexe196740

Rang: Mileva Einstein2 (37.550) | Abenteurer (7)

65 Minuten nachdem die Frage gestellt worden ist (22.05.2008 15:08)

3

Der berühmte und berüchtigte italienische Abenteurer wurde als Liebhaber zahlloser Frauen weltbekannt. Dabei wurde sein Name Synonym für die Kunst der Verführung. Giacomo Casanova, studierter Jurist, führte ein bewegtes Leben vom Theatergeiger, über Leutnant bis zum Lotteriedirektor. Seine ab 1790 verfassten Memoiren "Histoire de ma vie" in 15 Bänden fanden vor allen Dingen wegen ihrer darin geschilderten erotischen Geschichten einen breiten Leserkreis; dennoch geben sie auch Aufschluss über das zeitgenössische kulturelle Leben im 18. Jahrhundert...

Biografie
Giacomo Casanova wurde als Sohn eines Schauspielerehepaars am 2. April 1725 in Venedig geboren.

Casanova wurde von seiner Großmutter groß gezogen, da sich die Eltern auf einer Tournee befanden und im April 1725 der Vater an einer Mittelohrentzündung starb. Obwohl sein Wunschstudium Medizin war, studierte Casanova ab 1737 an der Universität Padua Rechtswissenschaften. Doch den Beruf des Anwalts übte er nicht aus, stattdessen eignete er sich umfangreiche medizinische Kenntnisse an.

Sie tauchen auch in seinen Schriften auf. Die finanzielle Not ließ ihn 1739 wieder nach Venedig zurückkehren. Dort setzte er seine Studien fort. 1740 wurde Casanova Geistlicher und erhielt ein Jahr darauf die vier niederen Weihen. Doch bereits nach drei Jahren gab es den geistlichen Beruf wieder auf. Casanova begab sich 1742 wieder nach Padua, um dort zum Doktor utriusque juris zu promovieren. Seine Doktorarbeit handelte üblicherweise sowohl vom Kirchen- als auch Zivilrecht.

Für fast ein Jahr war er ab Juni 1744 für den Kardinal Acquaviva in Rom tätig. In diesem Zusammenhang wurde er auch von Papst Benedikt XIV. empfangen. Danach schloss er sich dem venezianische Regiment Bala in Korfu an, nachdem er sich in Venedig eine Uniform schneidern ließ und ein Leutnantspatent erwarb. Doch als eine versprochene Beförderung ausblieb, verließ er 1746 das Militär wieder. Er verdiente sich dann als Geiger in einem Theater seinen Lebensunterhalt.

Kurz darauf wurde er in zwei Notar-Kanzleien juristisch tätig. Doch darin fand er nicht seine Erfüllung, und Casanova widmete sich dem Glücksspiel. 1753 wurden ihm zwei Affären mit Nonnen des Klosters Santa Maria degli Angeli in Venedig nachgesagt. Seine Leichtfertigkeit brachte ihn 1755 in die Bleikammern von Venedig, der Anstoß war ein Gedicht Casanovas, das nicht den zeitgenössischen religiösen Vorstellungen entsprach.

Im Jahr darauf konnte er aus dem damals sichersten Gefängnis entfliehen. Casanova wurde 1757 zum Direktor der französischen Lotterie ernannt. In dieser Zeit leistete er auch militärische Kundschafterdienste. Ab dem Jahr 1758 nannte sich Casanova mit einem selbstverliehenen Adelstitel "Chevalier de Seingalt". Papst Clemens XIII. schlug ihn 1760 zum Ritter des Goldenen Sporns und ernannte ihn zugleich zum Apostolischen Protonotar extra urbem.

Vier Jahre später wurde er von Friedrich dem Großen in Berlin und Katharina die Große in Petersburg zu einer Audienz empfangen. Ab 1776 war Casanova als Geheimagent der Inquisition tätig und bezog 1780 bis 1781 ein festes Gehalt für diese Tätigkeit. Ab 1784 arbeitete Casanova als Sekretär des venezianischen Botschafters Foscarini. Nach dessen Tod 1785 übernahm er die Stelle des Bibliothekars beim Grafen Waldstein in Dux.

Ab 1790 begann Casanova die Arbeiten an seinen 15-bändigen Memoiren "Histoire de ma vie". Erstmals wurde sie 1821 auszugsweise veröffentlicht. Besonders die erotischen Geschichten darin fanden einen großen Leserkreis, obwohl das Werk auch Aufschlüsse über kulturhistorische Gegebenheiten gibt. 1798 erkrankte Casanova an einem Blasenleiden.

Giacomo Casanova starb am 4. Juni 1798 in Dux.
http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=1852&RID=1 kopieren

4 Kommentare

421531
Honigbiene598
Honigbiene598

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47391
hexe196740
hexe196740

dankeschön-wünsch dir einen schönen feiertag und schick mal ganz liebe grüße rüber!

421531
Honigbiene598
Honigbiene598

wünsch ich Dir auch und weiterhin allzeit gute Antworten.

47391
hexe196740
hexe196740

solange deine fragen so gut sind-jederzeit:-)))

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Bienchen651

Bienchen651

Rang: Mileva Einstein (13.299) | Abenteurer (13)

4 Stunden nachdem die Frage gestellt worden ist (22.05.2008 17:31)

4

2. April 1725
Giacomo Girolamo Casanova wird in Venedig als Sohn eines Schauspielerehepaares geboren. Seine Großmutter Marzia kümmert sich viel ihn, da sich seine Eltern ab 1726 für zweieinhalb Jahre auf Tournee in London befinden. [1] Der kleine Giacomo leidet in seiner Kindheit an ständigem starkem Nasenbluten und man glaubt schon, er würde nicht lange leben. Nach seiner Genesung, die man einer Wunderheilerin zuschreibt, interessiert er sich später ebenso für Medizin wie für Wunderheilerei. [2]

2. April 1725
Sein Vater stirbt an einer eitrigen Mittelohrentzündung infolge falscher Behandlung. Der Knabe wächst nun ausschließlich bei der Großmutter auf. [3]

Ab November 1737
Giacomo – jetzt 12 Jahre alt – beginnt sein Studium »beider Rechte« (nämlich weltliches und kirchliches Recht) an der Universität Padua. Da zu jener Zeit das Bildungssystem keine höheren Schulen vorsieht, vermitteln die Universitäten in den ersten Semestern das Allgemeinwissen. Nach vierjährigem Studium legt man dann die Abschlussprüfung – die sog. »laurea« – ab. Vergleiche mit modernen Bildungssystemen sind nur sehr begrenzt möglich. [4]
Casanova hätte lieber Medizin oder Chemie studiert; statt dessen muß er sich vor allem mit dem Kirchenrecht befassen: Damals war es üblich, daß sich vermögenslose Gebildete dem geistlichen Stande zuwandten. Nach dieser Vorstellung soll der junge Giacomo geistlicher Anwalt werden. Den Beruf des Anwalts übt er aber niemals aus; vielmehr eignet er sich umfangreiche medizinische Kenntnisse an. Die Details, die er über den Stand der Medizin im 18. Jahrhundert in seinen Schriften hinterläßt, regte international Ärzte zu Diskussionen an. [5]

Oktober 1739
Wegen Geldmangel kehrt Casanova nach Venedig zu seiner Großmutter zurück, von wo aus er seine Studien fortsetzt.

14. Februar 1740
Im Rahmen seiner geistlich geprägten Laufbahn wird er Abbé und erhält schließlich im Januar 1741 die vier niederen Weihen. Nach drei Jahren gibt er die geistliche Laufbahn wieder auf. [6]

Juni 1742
Casanova kehrt nach Padua zurück um zum Doktor utriusque iuris zu promovieren. Seine Doktorarbeit im Zivilrecht hat das Thema »De testamentis« und im Kirchenrecht das Thema »Utrum hebrei possint construere novas Synagogas« (übersetzt: Ob die Juden neue Synagogen bauen können) zum Gegenstand. [7]

Juni 1744 – März 1745
Casanova tritt in Rom in die Dienste des Kardinal Acquaviva. Im Rahmen dieser Tätigkeit empfängt ihn auch mehrmals Papst Benedikt XIV. [8]

1745 – 1746
In Bologna läßt sich Casanova eine Phantasie-Uniform schneidern und kauft in Venedig, wie damals üblich, ein Leutnantspatent. Daraufhin wird er als Fähnrich mit dem Versprechen baldiger Beförderung dem venezianischen Regiment Bala in Korfu zugeteilt. Als er nicht wie versprochen befördert wird, gibt er die soldatische Laufbahn auf, verkauft das Leutnantspatent und schlägt sich zunächst als Geiger an einem Theater durch. [9]

1746 – 1749
Casanova kann sich zwar zu einer juristischen Laufbahn nicht entschließen, praktiziert dennoch mehrfach in den Kanzleien des Notar Manzoni und des Notar Marco Leze. Diese Tätigkeit füllt ihn nie vollkommen aus, sodaß ihm genug Zeit verbleibt sich dem Glücksspiel zu widmen. [10]

1753
In Venedig hat er eine Affäre mit »C.C.« und »M.M.«, zweier Nonnen des Klosters Santa Maria degli Angeli. [11]

25. Juli 1755
Casanova wird verhaftet und in die venezianischen Bleikammern verbracht. Der offizielle Grund ist ein von Casanova vorgetragenes, religiös zu leichtfertiges Gedicht. Desweiteren war seine Affäre mit »C.C.« und »M.M.« bei einigen Inquisitoren bekannt geworden. Weder fand eine Gerichtsverhandlung statt, noch hatte man Casanova den Grund oder die Dauer seiner Einkerkerung mitgeteilt. [12]

1. November 1756
Casanova glückt die Flucht aus den Bleikammern, einem der damals sichersten Gefängnisse der Welt. [13]

1757
Casanova wird zum Direktor der französischen Lotterie ernannt. [14]
Ende August bis Mitte September fährt er in geheimer Mission nach Dünkirchen, um die do


Ergänzung vom 22.05.2008 17:34:

1757
Casanova wird zum Direktor der französischen Lotterie ernannt. [14]
Ende August bis Mitte September fährt er in geheimer Mission nach Dünkirchen, um die dort stationierte Flotte auszukundschaften. [15]

Ab 1758
Casanova bereist zweimal Holland in geheimer französischer Finanzmission. [16]

1759
Er adelt sich selbst, indem er sich fortan »Chevalier de Seingalt« nennt.

1760
Papst Clemens XIII. schlägt ihn zum Ritter des Goldenen Sporns und ernennt ihn gleichzeitig zum Apostolischen Protonotar extra urbem. [17]

Ab 1764
Auf seinen zahlreichen Reisen gewährt ihm Friedrich der Große in Berlin und Katharina die Große in Petersburg Audienz. [18]

1776
Casanova arbeitet als Geheimagent der Inquisation und wird von 1780-81 sogar fest besoldet. [19]

1784
Arbeit als Sekretär des venezianischen Botschafters Foscarini. Als dieser am 23.4.1785 verstirbt, tritt er als Bibliothekar in die Dienste des Grafen Waldstein in Dux. Dort verfasst er ab 1790 seine Memoiren (»Histoire de ma vie« – 15 Bände in französischer Sprache), welche erst 1821 in Auszügen veröffentlicht werden sollten. [20] Seine Memoiren haben einen hohen kulturhistorischen Wert, da sie der Nachwelt einen Einblick ins 18. Jahrhundert verschaffen, fanden jedoch nur wegen der darin geschilderten erotischen Abenteuer einen großen Leserkreis. [21]

1798
Casanova erkrankt an einem schweren Blasenleiden und verstirbt schließlich am 4. Juni 1798 in Dux. Dort wurde er auf dem Friedhof St. Barbera begraben. Die Stelle an der sich sein Grab befindet, ist heute nicht mehr bekannt. [22]




II. Zitate

»Man wünschte, dass ich mich weiterhin der Rechtswissenschaft widmen solle, gegen die ich eine unüberwindliche Abneigung empfand. [...] Wäre man vernünftig gewesen, so hätte man mir den Willen gelassen, und ich wäre Arzt geworden, wo mit Scharlatanerie noch mehr zu erreichen ist als im Advokatenstand.« [23]

»Das Prozessieren bringt mehr Familien an den Bettelstab, als es ernährt; und die Menschen, die von Ärzten umgebracht werden, sind viel zahlreicher als diejenigen, die genesen. Notwendiger Schluß ist also, dass die Welt weit weniger unglücklich wäre ohne diesen beiden Sippschaften.« [24]

http://www.cosmiq.de/qa/show/995557/Wer+war+Giacomo+Casanova+%3F/?proc=DisplayQA... kopieren

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