Der Ausdruck MDF-Platten dürfte wohl den meisten Hobbyhandwerkern ein Begriff sein. Doch weißt Du auch, wofür Du sie einsetzen kannst und was die Besonderheiten einer MDF-Platte sind? Wir erklären es Dir hier!

Die MDF-Platte (medium density fiberboard)

MDF-Platten ist die Abkürzung für mitteldichte Holzfaserplatten. Bei Faserplatten handelt es sich um ein Nebenprodukt, das bei Sägearbeiten entsteht. Aber auch aus verschiedenen Pflanzen wie z.B. Flachs lassen sie sich produzieren. Diese Platten wurden bereits in den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt, aber erst seit Mitte der 80er Jahre sind sie auch bei uns in Deutschland erhältlich.
Die MDF-Platte ist besonders weit verbreitet und es handelt sich im Grunde um den beliebtesten Typ von Faserplatten. Anhand der Dichte werden die Platten innerhalb dieser Gruppe wie folgt aufgeteilt:

  • Hochverdichtete MDF-Platten: Dichte von mehr als 800 kg/m³.
  • Leichte MDF-Platten: Dichte von weniger als 650 kg/m³.
  • Ultraleichte MDF-Platten: Dichte von höchstens 550 kg/m³.

Anwendungsbereiche von MDF-Platten

Die MDF-Platte kann äußerst vielseitig eingesetzt werden. Da MDF-Platten eine preiswerte Alternative zu Echt- und Vollholz ist, ist die Möbelindustrie nach wie vor der Hauptabnehmer für MDF-Platten. Die glatte Oberfläche gewährleistet eine leichte Bearbeitung mit Lacken und Farben, sodass MDF-Platten besonders oft für Küchenmöbel oder als Profilverzierung zum Einsatz kommen. Weitere Anwendungsbereiche für die MDF-Platte sind außerdem Fenster, Türen und bestimmte Bauteile von Fertighäusern. Da MDF-Platten gut Schwingungen absorbieren können, werden sie zudem für Lautsprecher und Fußböden verwendet.

Die besonderen Bearbeitungseigenschaften von MDF-Platten

Da sich MDF-Platten sehr leicht verarbeiten lassen, setzten insbesondere Schreiner im Innenausbau auf deren Verwendung. MDF kann mit allen gängigen Sägen bearbeiten werden und die Platten lassen sich mithilfe eines Holzbohrers ebenso einfach bohren, wie Spanplatten. Schrauben solltest Du grundsätzlich vorbohren und wegen der Spreizkräfte einen Abstand von 3 cm zwischen anderen Schrauben und 7 cm zu Ecken einhalten. Verwende beim Fräsen scharfe Schnittkanten mit einer hohen Umdrehungszahl. Schleife die MDF-Platte bitte mit Schmirgelpapier zunächst ab, bevor Du sie lackierst. Danach kannst Du mit losungsmittelbasiertem Lack lackieren.

MDF-Platten: Gibt es einen Unterschied zu Spanplatten/Presspappe?

Der Unterschied zwischen MDF- und Spanplatten liegt darin, dass bei MDF-Platten fein zerfasertes Holz zu einer Platte gepresst und zusammengeleimt wurde. Für Spanplatten werden hingegen Holzspäne zur Platte zusammengefügt. Durch die Verwendung des feinen Faserholzes verfügen MDF-Platten über eine besonders hohe Biege- und Bruchfestigkeit – sie sind deutlich robuster als Spanplatten. MDF-Platten sind meist furniert oder kunststoffbeschichtet, sie können aber auch mit anderen Beschichtungen behandelt worden sein.

Fazit zur MDF-Platte

MDF bietet nicht nur ein großes Produktspektrum, sondern in der Regel auch eine ausgezeichnete Qualität. Dank der idealen Verarbeitungseigenschaften, die Dir MDF-Platten bieten, sind sie ein ideales Ausgangsprodukt für Deine kreative Raumgestaltung.