Informative und suggestive Werbung – Wo liegen die Unterschiede?

Werbung ist heute allgegenwärtig. Dabei ist sie zum großen Teil für die Markenbekanntheit eines Produktes verantwortlich. Man unterscheidet bei den Werbeformen zwischen suggestiver und informativer Werbung – doch worin liegen überhaupt die Unterschiede? Wir erklären es Dir hier!

Inhalt und Beispiel informativer Werbung

Informative Werbung spricht – zumindest vorwiegend – die tatsächlichen technisch-sachlichen Merkmale des beworbenen Produktes oder der beworbenen Dienstleistung an. Auf emotionale Appelle, die den Umworbenen zum Kauf bewegen sollen, verzichtet sie weitgehend. Diese Werbeform beschränkt sich auf die alleinige Darstellung von Formulierungen und Fakten, die logisch korrekte Schlussfolgerungen zulassen. Sie stützt sich also demnach ausschließlich auf rationale Argumentationen, um das Vertrauen des Verbrauchers zu gewinnen.

Ein gutes Beispiel für informative Werbung ist zum Beispiel der Spot eines Autoherstellers: Auf einfachen, weißen Hintergrund werden dem Umworbenen einige Leistungen und Informationen zu einem neu erschienen PKW in schwarzen Buchstaben aufgelistet. Am Ende des Werbespots bekommt der Verbraucher lediglich noch die Information, um welchen Autohersteller es sich handelt und bei welchem Modell der Verbraucher diese Leistungen erwarten darf.

Inhalt und Beispiel suggestiver Werbung

Die suggestive Werbung dient hingegen dem Ziel, emotionale Erlebnisse zu vermitteln. Diese Werbeform gehört zum Erlebnismarketing und wird oft auch als emotionale Werbung, erlebnisbetonte Werbung oder Lebensstilwerbung bezeichnet. Vor allem werden hier Mittel und Wege genutzt, die an die Emotionen des Umworbenen appellieren. Zum Teil kann dabei sogar komplett auf tatsächliche Informationen zum beworbenen Produkt verzichtet. Dies ist im Grunde so lange erlaubt, wie die emotionale Werbung nicht in irgendeiner bestimmten Form irreführend ist.

Deutlich wird dies wieder anhand des Beispieles für den Autohersteller: Der Spot zeigt nun eine hübsche junge Frau. Sie fährt in dem beworbenen Modell eine Landstraße entlang. Dem Verbraucher wird folgender Appell vermittelt: „In Zukunft bist Du nicht mehr auf einen männlichen Begleiter angewiesen, denn ab jetzt ist das Modell XY Dein kleiner, liebenswerter Freund. Er steht Dir immer zur Verfügung und macht Dich unabhängig!“.

Durch solche Werbung soll der PKW zu einem Modell werden, dass beim Verbraucher Unabhän­gigkeitserlebnisse erweckt. Und somit eine besondere Anziehungskraft erhält. Nur am Rande werden Informationen über die Technik des Autos genannt. Vor allem werden bei Umworbenen hierbei viele verschiedene Erlebnisse vermittelt. Wie u.a. soziales Glück, Freundschaft, Un­abhängigkeit, Männlichkeit & Weiblichkeit, Aktivität, Attraktivität, Sportlichkeit, Genuss, Na­tur, Si­cherheit, und viele mehr.

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