Hast Du Dich auch schon einmal gefragt, was eigentlich ein „Ökofaschist“ ist? Und was ist ein „Feld-, Wald- und Wiesennazi“? Ist beides das Gleiche? Gleich bist Du schlauer. In Zwei Minuten kannst Du mitreden.

Was ist ein Ökofaschist?

Öko steht hier als Abkürzung für Ökologie. Das musst Du Dir unbedingt merken, weil das Kompositum „Ökofaschist“ fälschlicherweise manchmal als ökonomischer Faschist gebraucht wird. Tatsächlich geht es aber um die Einstellung, das Handeln radikal auf das Wohl der Umwelt auszurichten. Wann das zutrifft ist relativ. Einige würden sogar schon Veganern und politisch Linke als „Ökofaschisten“ beschreiben.
In vielen Ländern der Welt, ausgeprägt z.B. in den USA, gibt es Strömungen mit radikaler ökologischer Orientierung. Die Anhänger gehen teilweise so weit, dass sie sich freuen, wenn die Menschheit sich dezimiert oder ausstirbt, damit Natur und Tiere auf dieser Erde noch eine Chance haben.

Redaktionelle Einschätzung: Überall, wo Faschist hinter steckt, werden viele Aspekte nicht bedacht. Eine gesunde Politik wird niemals aus Extremen gemacht. Ob man den Begriff nutzen möchte sollte man sich überlegen: Er ist politisch aufgeladen und macht eine inhaltliche Diskussion sicher nicht leichter.

Inzwischen treten radikale Öko-Aktivisten immer mehr auch in der sogenannten Rechten Szene auf. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

Was ist ein „Feld-, Wald- und Wiesennazi?“

Ein „Wald-und Wiesennazi“ ist eine Beschreibung für den klassischen Glatzenträger, der einfach gestrickt ist, obrigkeitshörig, nicht nachdenkt und daher eben schnell identifiziert werden kann. Es handelt sich nicht um Initiatoren und Menschen, die starken Einfluss haben. Sie leben nach der Ideologie ihrer Anführer und sind unangenehm aber gesellschaftlich für sich genommen eher harmlos.

Heute gibt es zunehmend schwierigere Fälle, weil das Gedankengut des Dritten Reiches (wieder) immer mehr auch von Intellektuellen vertreten wird. Ein Nazi ist oft nicht mehr nur ein „Feld-, Wald- und Wiesennazi“, er kann sogar auch „Ökofaschist“ sein und im Anzug mit langer Haarmähne auftreten. Die Grenzen verschwimmen.

Nicht selten sind diese Gruppen besonders gesellschaftlich engagiert. Sie haben Einfluss und bauen diesen zielgerichtet aus. Teilweise fällt an ihren Kindern aber auf, dass nicht gesellsschaftlich normale Werte in der Familie gelebt werden. Die Kinder scheinen erschreckend früh andere auszuschließen und weniger neugierig zu sein.