Du wolltest schon immer mal wissen, warum ein Fahrstuhl, Fahrstuhl heißt, obwohl du nicht darin sitzt? Wie Du ja weißt, wird ein Fahrstuhl auch als Aufzug bezeichnet. Der Brite und heute auch wir sprechen alternativ von einem Lift (Englisch für heben bzw. hochheben). Alle diese Aufzüge (Aufzugsanlagen) dienen zur Beförderung von Personen sowie auch Lasten in schräger oder vertikaler Richtung, zwischen verschiedenen Ebenen. Das heißt also nicht, dass es nur personenbezogene Lifte gibt.

Wie der Fahrstuhl zu seinem Namen gekommen ist

Im 17. Jahrhundert wurden im Bergbau die abgebauten Rohstoffe wie Erz & co noch schlicht mit Körben an Seilen über jede einzelne Höhenstufe nach oben gezogen. Man sprach hier von einem „Aufzug“. In den Anfägen des Bergbaus musste man die einzelnen Ebenen über einen sogenannten Steigbaum erklettern. Bereits im Mittelalter gab es Leitern in den Schächten zwischen den Sohlen (im Bergbau ein Höhenniveau / Plateau) – diese bezeichnete man als „Fahrten“. Das altdeutsche Ursprungswort „fahran“ ist dabei ein Begriff für jede Art der Fortbewegung. Und auch heute „fährt“ man im Bergbau selbst wenn man sich zu Fuß bewegt.

Mit der Entwicklung von mechanischen Aufzügen wurden dann auch die Bergleute entlang der „Fahrten“ nach oben bzw. unten gefahren. In einem Gefährt, dass einem Stuhl ähnelt. Man sprach von einem Fahrstuhl.

Bauarten von Liften

  • Personenaufzug
  • Lastenaufzug
  • Güteraufzug
  • Behindertenaufzug
  • Autoaufzug
  • Baustellenaufzug

Jetzt hast Du schon einmal einen kleinen Einblick auf die Vielfältigkeit von Liften bekommen. Dir ist sicherlich auch aufgefallen, in wie vielen Arbeitsbereichen Lifte eingesetzt werden. Und nicht nur in vielen Arbeitsbereichen, sondern auch für die Behinderten unter uns, sehr nützlich sind.
Wie Du jetzt selber feststellst, sitzt man zwar in einem Behindertenaufzug, aber nicht auf dem Boden, sondern in einem Rollstuhl.

Wenn Du noch einen größeren Einblick in die jeweiligen Bauarten von Liften erhalten möchtest, erläutere ich sie für Dich hier noch kurz.

Personenaufzug

Personenaufzüge sind hauptsächlich zur Beförderung von Personen gedacht und entsprechen den am häufigsten zur Anwendung kommenden Aufzugsarten.

Lastenaufzug

Das Wort selbst spricht schon für sich. Also ist dies ein Aufzug, der vor allen für Transporte von Lasten und eventuellen Begleitpersonen gedacht ist.
Allerdings ist es nur den Betreiber der Aufzugsanlage oder Mitarbeitern erlaubt, diesen zu nutzen.

Güteraufzug

Im Gegenteil zum Lastenaufzug ist der Güteraufzug ausnahmslos nur für Transporte von Gütern vorgesehen. Es dürfen keine Personen damit transportiert werden. Das betrifft nicht das Be- und Entladen von Gütern.

Behindertenaufzug

Dazu muss ich Dir sicherlich nicht viel erklären, denn dieser Lift ist ausschließlich für Behinderte gedacht und fällt nicht unter das Aufzugsrecht EN81.

Autoaufzug

Autoaufzüge kennst Du ja wahrscheinlich schon aus dem Fernsehen. Dass diese keine Beförderungsmittel für Personen, sondern für Personen Kraftfahrzeuge ausgelegt sind, sollte jedem klar sein.
Solch einen Lift gibt es z.b. schon in der österreichischen Nationalbank, wo sie die Zufahrt ihrer Geldtransporter organisieren.

Außerdem existiert einer der längsten und wohl auch am höchsten transportierbaren Autoaufzüge in Shanghai World Financial Center. Hierbei können Lasten in einer Höhe von 3 Tonnen transportiert werden und das nur in etwa zwei Minuten.

Baustellenaufzug

Baustellenaufzüge sind dagegen Formen von Aufzugsanlagen, die vorwiegend an hören Gebäuden zum Transportieren von Personen sowie Lasten während einer Bauphase installiert worden.

Garantiert hast Du schon mal Sonderformen von Güteraufzügen beobachtet, die in vielen Bürogebäuden vorkommen. Sie dienen zum Transport von Akten oder Labormaterial, Wäsche und Speisen.

Jetzt verstehst Du, für was Fahrstühle alles geeignet sind und warum ein Fahrstuhl deshalb Fahrstuhl heißt, obwohl man nicht darin sitzt.