Der Philanthrop George Soros hat über 6 Milliarden an Spenden für NGO’s ausgegeben. Aber wer ist dieser Mann eigentlich? George Soros wurde als György Schwartz am 12. August 1930 in Budapest, der Hauptstadt Ungarns geboren. Soros studierte an der renommierten London School of Economics and Political Science (LSE). Dort schloss er 1952 das Philosophiestudium mit Promotion ab. Einer seiner Professoren war Karl Popper, dessen umstrittene Vorstellungen einer modernen, weit offenen Gesellschaft Soros nachhaltig prägten.

Soros‘ Bild in der Öffentlichkeit

Im Kopf die Idee der offenen Gesellschaft, begann Soros bereits zu Beginn seiner steilen Karriere als Spekulant und Betreuer von Investment-Fonds nichtstaatliche Organisationen, die sogenannten NGO’s zu unterstützen. Insbesondere Vereinigungen zum Schutz von Minderheiten, Menschenrechten aber auch liberale Vereine finden bei ihm Unterstützung.

Der Milliardär und Philanthrop George Soros verkörpert das Feinbild nationalistischer Politiker, vor allem in Europa und in den USA: Er ist ein Liberaler, ein großzügiger Förderer von Demokratie, Menschenrechten und offenen Grenzen. Obendrein ist er der 29. reichste Mann der Welt und jüdisch.

In Zentral- und Osteuropa und den USA ist Soros zu einer wahren Hassfigur für Nationalisten und Populisten geworden. Soros überlebte das von den Nazis besetzte Ungarn, emigrierte 1947 nach Großbritannien, ließ sich in den USA nieder und machte sein Vermögen an der Wall Street.

Bemerkenswerte Erfolge eines Börsenstrategen

Der ungarisch-amerikanische Hedge-Fonds-Eigner geriet 1992 in Großbritannien in die Schlagzeilen, als „der Mann, der die Bank of England gesprengt hat“. Zuvor hatte er auf den Kurssturz des britischen Pfundes gewettet und so durch den Schwarzen Mittwoch binnen Minuten eine Milliarde Dollar verdient.

Organisationen und deren Ziele unter der Schirmherrschaft von Soros

Seine Open Society Foundations (OSF) haben Nichtregierungsorganisationen, sogenannten NGO’s bei der Förderung von Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit, Bildung, öffentlicher Gesundheit, LGBT- und Roma-Rechten und einer freien Presse in Mittel- und Osteuropa sowie in mehr als 120 Ländern mit mehr als 14 Milliarden US-Dollar unterstützt. Das renommierte Times Magazin hatte intensiv nachgeforscht und kam 2016 auf eine vorsichtig geschätzte Spendensumme von deutlich über 6 Milliarden US-Dollar, die Soros allein aus der eigenen Tasche aufgewendet hat.

Soros Einflussnahme auf die Tagespolitik und die gesellschaftliche Entwicklung beantwortete die ungarischen Regierung mit dem Entwurf zum „Stop Soros“-Gesetz. Darin ist unter anderem eine 25%-ige Steuer auf ausländische Spenden an NGOs vorgesehen. In der Folge war die OSF gezwungen, ihr Budapester Büro zu schließen.

Keine Angst vor großen Gegnern

In den USA hat Soros die Unterstützung von Gruppen zum Schutz von Schwulen- und Lesbenrechten. Er finanziert Kampagnen zur Verringerung der Polizeigewalt ebenso, wie solche, die den Rechtsstaats schützen. Aufsehenerregend war seine Wahlkampfspende an Hillary Clinton sowie die 10-Millionen-Dollar-Spende für den Kampf gegen Hassverbrechen, die er gleich nach dem Wahlsieg von Donald Trump bekannt gab.

Zuvor schon hatte Soros von 1989 bis 1991 eine bedeutende Rolle beim Zusammenbruch des Ostblock unter der Führung der damaligen UdSSR gespielt. Und aktuell unterstützt er massiv Gruppen, die durch ein erneutes Referendum den britischen Ausstieg aus der EU verhindern wollen. Dadurch kehrte er 2018 auf die Titelseiten zurück, nachdem bekannt wurde, dass seine Stiftung insbesondere die Best for Britain-Gruppe finanziert. Deren erklärtes Ziel ist es, den Brexit zu stoppen.