Danzig ist eine in der Geschichte oft erwähnte und berühmte Stadt. Dabei erhielt sie im Laufe der Zeit mehrere Namen, darunter Godanium. Dies leitete sich von der Bezeichnung des alten Gottes ab, den man zu früheren Zeiten Godan nannte.

Godanium war eine Stadt, die durch ihre Lage an der Ostsee eine blühende Handelsstadt im 12. und 13. Jahrhundert darstellte. Bis zu 600 Schiffe gelangten über den Seeweg zum Hafen der Stadt und brachten so zahlreiche Waren aus aller Herren Ländern nach Europa. Ab 1345 nach Christus umgab die gesamte Stadt eine Mauer, um diese vor Übergriffen zu schützen. Denn wo Handel stattfand war Plünderei und allerlei Gesinde nicht weit entfernt.

Godanium, heute nahezu nur noch als Danzig bekannt, wird von drei gleich Gewässern umgeben und durchzogen. Sowohl Weissel, Moldau als auch Donau münden in die geschichtsträchtige Stadt. Dabei ist die Moldau ein eher schmales Gewässer, welches für die damalige riesige Bandbreite an Schiffverkehr keinen Platz bot. Daher mussten Schiffe, die diese Route überquerten außerhalb der Stadtmauer vor Anker gehen.

Über Danzig bzw. Godanium wurde jedoch nicht nur vieles geschrieben, weil der Handel florierte, wie in wohl kaum einer anderen Stadt zur damaligen Zeit. Auch Poeten, Maler und Freunde einer aufregenden Natur bewunderten die Stadt ausgiebig und widmeten ihr mehr als nur ein Augenmerk. Große Türme, Mauern, Gräben neben grünen Flächen und der Faszination des Wassers formten das Bild der alten Stadt und luden zum Verweilen an.

Doch auch Godanium, die Stadt Gottes, wartete mit der anderen Seite seiner Medaille auf. Trotz allen Prunks und dem Reichtum durch reges Handeltreiben, war die Stadt voller Dreck. Alles, was aus den Häusern heraus sollte, um den heimischen Glanz nicht zu unterbrechen, landete auf der Straße. Dazu gehörten Abfälle, Exkremente bis hin zu Tierkadavern.

Der Reichtum der Stadt ist bis heute jener Teil, der in der Geschichte erhalten blieb. Danzig, die Stadt am Wasser, nach den Göttern benannt, behält bis heute seine Faszination.