In den 1930er Jahren beschäftigte sich der Physiker, Erfinder und Elektroingenieur Nicola Tesla mit der Idee von einer Waffe. Einem so genannten Todesstrahl (Star Wars-Fans wissen Bescheid), mit dem Flugzeuge zerstört werden sollten. Auch eine neue Verteidigung in Form eines undurchdringbaren Schilds hatte Tesla sich überlegt. Er starb jedoch, ohne Pläne für seine Ideen zu veröffentlichen. Neue Überlegungen zu einigen dieser geplanten Erfindungen, wurden aber nach seinem Tod zusammen getragen wie beim Tesla-/Mikrowellenrichtstrahler.

Es gibt zwei mögliche Varianten von Tesla-/Mikrowellenstrahlern. Beide wurden von Günter Wahl in „Handbuch Tesla Experimente: Blitz und Donner selbst erzeugt“ zusammengefasst, welches in der Franzis-Experimental-Reihe erschienen ist. Die Funktionsweise der beiden Tesla-/Mikrowellenrichtstrahler zu erklären, ist nicht ganz einfach, aber sie lässt sich grob zusammenfassen. Bei beiden Varianten werden Mikrowellenenergie und elektromagnetischer Puls im Nanosekunden-Bereich erzeugt.

Variante A: Der Tesla-/Mikrowellenrichtstrahler mit 50 bis 100 Meter Reichweite

Ein Tesla- bzw. Mikrowellenrichtstrahler benötigt eine Schaltung, die durch ihre Wirbelfedern sowohl die haushaltsübliche Mikrowellenenergie, als auch elektromagnetischen Puls im Nanosekunden-Bereich in Rohrachse ausstrahlt. Der daraus resultierende Mikrowellenstrahl soll gemeinam mit dem elektromagnetischen Puls elektronische Bauelemente auf bis zu 100 Meter Entfernung zerstören können.

Das Magnetron (die Vakuum-Laufzeitröhre zur Erzeugung elektromagnetischer Wellen aus der Mikrowelle) wird am Ende eines Alu-Vierkantrohrs befestigt, die Sendeantenne des Magnetrons im exakten 9 cm Abstand zum linken Ende des Alu-Vierkantrohrs.
Weiter bedarf es eines 30-Kilovolt-Hochspannungstrafos und einer rotierenden Funkenstrecke.

Variante B: Der Tesla-/Mikrowellenrichtstrahler mit Parabolantenne

Die Schaltung benötigt auch bei der 2. Variante Wirbelfedern. Wobei die Kombination aus dem Tesla- und dem Mikrowellengenerator auch in diesem Fall wieder Mikrowellen und elektromagnetische Pulse im Nanosekunden-Bereich erzeugt. Mit einer Parabolantenne soll die Reichweite bis zu einen Kilometer weit gehen.

Allgemeiner Sicherheitshinweis

Es ist dringend davon abzuraten, einen Tesla-/Mikrowellenrichtstrahler nachzubauen. Weiterhin darf mit einem Richtstrahler niemals auf Menschen oder Tiere gezielt werden. Der Experimentator selbst sollte unbedingt mindestens Schutzkleidung in Form von einem Schutzanzug aus Alufolie und einer Sichtblende aus Maschendraht tragen, wie es Günter Wahl in seinem Handbuch empfiehlt. Der Autor und der Inhaber der Seite übernehmen keine Verantwortung für eine missbräuchliche Herstellung eines Tesla-/Mikrowellenstrahlers.