Im Supermarkt müssen wir meist recht tief in die Tasche greifen, wenn wir einen Energydrink wie Red Bull trinken möchten. Doch nicht nur bei Lebens- und Genussmittel sind die Preise oft unverschämt hoch. Das gilt auch für technische Produkte und deren Zubehör, wie z.B. Druckertinte. Wir verraten Dir hier, wie hoch die tatsächlichen Herstellungskosten von Red Bull und Druckertinte im Vergleich zu den reellen Verkaufspreisen sind.

Was kostet 1 Liter Red Bull in der Herstellung? Was im Verkauf?

Im Vergleich zu anderen Getränken ist Red Bull sehr teuer. Für die Produktion kommen laut Hersteller zahlreiche Inhaltsstoffe zum Einsatz, die industriell miteinander vermengt werden. Natürlich muss die Firma die anfallenden Kosten für den Herstellungsprozesse sowie für die Einfuhr der benötigten Inhaltsstoffe und alle weiteren logistischen Prozesse tragen.

Ein großer Kostenfaktor sind gerade bei solchen Marken wie Red Bull die hohen Aufwendungen für Marketing und Vertrieb. Denn neben der hohen Markenbekanntheit, ist es für den Erfolg genauso wichtig, dass Du das Getränk möglichst an fast jeder Ecke auch kaufen kannst. Damit durch den Verkauf von Red Bull allerdings Gewinne erwirtschaftet werden können und um langfristig eine positive Bilanz aufzustellen, muss der Verbraucher letzten Endes natürlich alle diese Mehrkosten tragen.

Dennoch lässt sich der hohe Verkaufspreis des Red Bull Energydrinks damit nicht vollständig erklären. Die reinen Herstellungskosten werden auf rund 0,20 Euro pro Dose geschätzt, was einem Literpreis von lediglich 0,80 Euro entspricht. Im Supermarkt bezahlst Du für einen Liter Red Bull als Verbraucher jedoch im Durchschnitt 4,50 Euro bis 6,00 Euro pro Liter.

Der hohe Preis, den Du heutzutage für Red Bull bezahlst, liegt darin begründet, dass der Hersteller in den ersten Jahren die Konkurrenz weit hinter sich lassen konnte. Neben geschicktem Marketing in der Jugend- und Partyszene, gelang es Red Bull sich (nicht nur) in Deutschland als Kultgetränk zu etablieren. Hierdurch wurde und wird trotz hoher Marketingausgaben ein beeindruckender Profit erzielt. Die Red Bull GmbH (Österreich) erreichte in 2016 eine sogenannte Umsatzrentabilität von über 20%. Davon können andere Getränkehersteller nur träumen.

Was kostet 1 Liter Druckertinte in der Herstellung? Was im Verkauf?

Bei Druckertinte kannst Du ähnliches beobachten, wie bei Red Bull. Während ein Liter Tinte in der Herstellung nur wenige Cents (je nach Hersteller) kostet, ist der Verkaufspreis im Handel oft sehr hoch. Manchmal kostet die Druckertinte sogar fast genauso viel wie ein neuer Drucker. Rechnet man den Milliliter-Preis für eine Patrone hoch, kann ein Liter schwarze Tinte mehr als 1.000 Euro kosten!

Es gibt natürlich auch komplexe, große Druckerpatronen die viele Komponenten enthalten. Diese müssen aufwändiger hergestellt werden, als einfache Plastikbehälter, die mit Tinte befüllt werden. Bei der haushaltsüblichen Druckertinte handelt es sich jedoch zumeist um ganz normale, kleine, mit Tinte befüllte Behälter. Die Hersteller machen hier einen enorm hohen Gewinn an den Druckerpatronen. Druckerhersteller verfolgen schon lange die Verkaufsstrategie, die Endgeräte günstig im Handel anzubieten, während das Zubehör teuer verkauft wird – und diese scheint immer noch aufzugehen.

Fazit

Bei vielen Produkten liegtzwischen den Verbraucher- und Herstellerkosten eine riesige Preisspanne. Und nicht selten argumentieren Hersteller mit den hohen Produktionskosten. Doch sowohl für Red Bull als auch Druckertinte kosten nur wenige Cents in der Herstellung. Entscheidend sind oft andere Dinge wie hohe Marketing Kosten bzw. eine starke Marke wie bei Red Bull. Oder Vertriebskonzepte bei denen Hersteller Kunden günstig anlocken und erst später mit dem Verbrauchsgut verdienen (Drucker, Kaffepad Maschinen etc.).