Steht der Junggesellenabschied an, gibt es einiges zu planen. Amüsante Outfits, peinliche Spiele und das eine oder andere alkoholische Getränk. Bevor die Sause richtig startet, gibt es den Brauch, dass der Bräutigam mit einem Bauchladen loszieht. Für die einen gehört er unbedingt dazu, andere stehen diesem Trend etwas verhalten gegenüber …

Was ist ein Bauchladen?

Der Name verrät es bereits: Es handelt sich hierbei um eine Art mobilen Verkaufsstand, der aus einer Holzkiste oder einem Pappkarton besteht. Der zukünftige Bräutigam schnallt sich den Bauchladen mittels Trägern um den Körper. So kann er ihn am Bauch vor sich hertragen. Vorher wird die Konstruktion aber mit ein paar kleinen Dingen bestückt, die der Noch-Junggeselle verkaufen muss.

Zusammen mit den Kumpels geht es dann in Richtung Stadtzentrum oder auf die Partymeile. Hauptsache, es sind dort viele Menschen anzutreffen. Nun muss der Bräutigam sein Verkaufstalent unter Beweis stellen und soviel wie möglich von dem Kram loswerden. Ziel ist es, für die anstehende Junggesellenabschiedsparty etwas Geld zu sammeln. Vorrangig werden die Artikel an die Damenwelt verkauft.

Woher kommt der Brauch des Bauchladens?

Die Idee des Bauchladens gibt es schon sehr lange. Bereits im 18. Jahrhundert haben Menschen ihn zur Präsentation ihrer Waren eingesetzt. Allerdings hatte das damals keinen spaßigen Hintergrund und mit einem Junggesellenabschied nichts zu tun. Der Bauchladen war nichts weiter als eine Plattform, auf der die Händler ihre Waren präsentieren konnten. Verkauft wurden in einer derartigen Konstruktion beispielsweise Früchte oder Kurzwaren. In den USA werden Bauchläden sogar als Unterstützung für Promotionaktivitäten genutzt. In Berlin gibt es den Grill Walker, einen Bauchladen, der als mobile Würstchenbude fungiert.

Mit was wird der Bauchladen bestückt?

Die Idee hinter dem Bauchladen ist es, den Ehemann in spe ein bisschen zu ärgern. Daher landen auf der Ladefläche auch lustige bis peinliche Artikel, die ohne Scham angepriesen werden müssen. Der Klassiker sind erotische Gimmicks, wie Plüschhandschellen, Kondome oder anzügliche Figuren. Neben dem können folgende Dinge verkauft werden:

  • Alkohol,
  • Zigaretten,
  • Süßigkeiten
  • Feuerzeuge,
  • Kugelschreiber und
  • Hawaii-Ketten.

Wichtig ist, dass sowohl der Bauchladen als auch dessen Inhalt nicht viel Geld kosten. Schließlich geht es nicht nur um den Spaß, sondern auch darum, ein paar Euro zu verdienen. Verkaufe also kleine großen Mengen Alkohol am Stück, sondern teile die Flasche auf kleine Portionen auf. Dasselbe gilt für die Kondome oder die Süßigkeiten.

Mit was dein Bauchladen bestückt wird, ist letztendlich dir oder deinen Freunden überlassen. Sind erotische Artikel nichts für dich, musst du deshalb nicht auf den Brauch verzichten. Noch spaßiger wird es, wenn der zukünftige Bräutigam kleine Aufgaben zum Verkauf gestellt bekommt. Zum Beispiel muss er einer Passantin einen ganz bestimmten Artikel aufschwatzen oder seine Stimme beim Verkaufsgespräch verstellen.