Sicher hast Du Dir schon mal überlegt, warum oft vom „Trick 17“ die Rede ist. Ob beim Schachspielen, beim Angeln, in der politischen Auseinandersetzung, in der Werbung oder beim Entfernen von Kalkflecken – in fast jeder Situation kann man nach dem berüchtigten „Trick 17“ suchen, um das eigene Ziel zu erreichen oder die Strategie eines Gegners zu enttarnen. Manch einer möchte mit diesem Ausdruck schlicht die Originalität einer Idee unterstreichen. Was bedeutet diese Ziffer? Warum nicht „Trick 16“ oder „Trick 18“? Wann und wie wurde erstmals auf „Trick 17“ zurückgegriffen?

Mehrere Erklärungen

Die Herkunft dieser Redewendung ist bislang nicht bewiesen. Mehrere Anekdoten sind im Umlauf, die plausibel erklären, warum der „Trick 17“ seinen festen Platz im Sprachgebrauch gefunden hat.

Münze mit dem Wert 17

In Österreich sollen früher zwei Münzen existiert haben, die sich äußerlich ähnelten, aber nicht gleich wertvoll waren. Die bessere hatte den Wert 17. Wenn es jemandem gelungen ist, eine Münze mit dem niedrigeren Wert einer anderen Person unterzujubeln, wurde also „Trick 17“ genutzt, um sich zu bereichern.

17 Stiche im Kartenspiel

Eine andere Theorie bezieht sich auf das englische Kartenspiel „Whist“, aus dem später das Spiel „Bridge“ entstanden ist. Beim „Whist“ konnten bis zu 17 Stiche erreicht werden. Der „Trick 17“ war demnach der entscheidende 17. Stich (englisch: „trick“).

Das trickreiche 17-Eck

Am frühesten in der Geschichte setzt die geometrische Entstehungstheorie des „Tricks 17“ an. Demzufolge soll der Mathematiker Carl Friedrich Gauß Ende des 18. Jahrhunderts bewiesen haben, dass ein regelmäßiges 17-Eck mit Zirkel und Lineal konstruiert werden kann. Da sich Gauß offenbar nicht lange mit der 17 aufhalten wollte, sondern sich größeren Eck-Zahlen zuwendete (bis hin zum 65537-Eck), wurde die erste Anleitung zum Zeichnen eines 17-Ecks erst im Jahr 1825 von Johannes Erchinger abgefasst. Doch das aus einem Stern mit 17 Zacken bestehende Gauß-Denkmal in dessen Geburtsstadt Braunschweig erinnert an den Urheber.

Zauberer mit Trick Nr. 17 – schön, aber unwahr

Einer mittlerweile widerlegte Theorie zufolge geht dieser Begriff auf einen Zauberer mit Namen Carlos Luminoso zurück. Dieser habe nach seinem Ableben ein Buch mit seinen Zaubertricks hinterlassen. Aufgrund eines Brandes sei der Trick mit Nummer 17 nicht mehr lesbar gewesen. Seitdem stehe „Trick 17“ für besonders clevere Täuschungsmanöver. Diese Geschichte ist originell, aber leider unwahr. Ein Zauberer namens Luminoso hat nicht existiert.

Viele Möglichkeiten

Es bleibt also offen, welchem Umstand wir diesen wirkungsvollen Ausdruck zu verdanken haben. So kannst Du Dir selbst überlegen, welche der Theorien Dich am meisten überzeugt und ob es vielleicht sogar möglich ist, dass zwei dieser Geschichten zur Verbreitung des „Tricks 17“ beigetragen haben.