Sport bekommt heutzutage einen immer größer werdenden Stellenwert. Aus diesem Grund wächst auch die Zahl der Neuanmeldungen in den deutschen Fitnesstudios stetig. Dort benutzen die Mitglieder oftmals den Fahrstuhl, um sich dann an die entsprechenden Trainingsgeräte zu setzen. Es klingt paradox, dennoch ist es der Alltag in unzähligen Fitnesstudios.

Bus, Fahrstuhl und Stepper

Sport beginnt im Studio. Der Weg dorthin ist ein notwendiges Übel, welches es zu bewältigen gilt. So denken viele Mitglieder unserer Fitnesstudios.
Der zwei Kilometer lange Weg wird mit dem Bus zurückgelegt, in den dritten Stock lassen sie sich mit dem Fahrstuhl befördern. Nach dem Umziehen beginnt die Erwärmung. Diese beinhaltet oftmals zehn Minuten auf dem Laufband oder auf dem Stepper.

Ohne Erwärmung wird die Sporteinheit zu lang

Wer zum Fitnesstudio läuft und dort die Treppen benutzt, spart sich die Erwärmung auf den dort befindlichen Ausdauergeräten.
Doch wir Deutschen sind zeitlich sehr gut strukturiert. Wenn nun eine Stunde Fitnesstudio auf dem Programm steht, wird das Training entsprechend länger ausfallen. Das könnte anstrengend werden und das möchte natürlich niemand.

Es ist alles bezahlt

Dies ist ein unschlagbares Argument. Warum zum Fitnesstudio laufen, wenn die Monatskarte für den Bus bereits bezahlt ist?
Der Mitgliedsbeitrag für das Studio beinhaltet auch die Nutzung aller Ausdauergeräte. Warum sollte man diese dann nicht in Anspruch nehmen?
Und die Anschaffungs- und Wartungskosten für den Fahrstuhl sind in dem Sportabo sicher auch enthalten. Wäre es daher nicht unwirtschaftlich, den Fahrstuhl nicht zu benutzen?

Fazit

Wenn jemand gefragt wird, warum er auf dem Weg zum Sport den Fahrstuhl benutzt, wird ihm wohl keine passende Antwort einfallen.
Letztendlich ist es die Bequemlichkeit, denn wer hat schon Lust, sich beim Treppensteigen anzustrengen?
Im Fitnesstudio wiederum werden die Sporteinheiten ausgeführt, die man sich vorgenommen hat. Schließlich wird man dort von anderen Mitgliedern beobachtet und gegebenenfalls bewundert. Doch wer lässt ich schon von Sätzen wie „ich bin heute bis in die dritte Etage gelaufen“ beeindrucken?