„Haribo macht Kinder froh – und Erwachsene ebenso.“ So ziemlich jeder Deutsche wird diesen Spruch schon einmal gehört und eines der damit beworbenen Produkte probiert haben, denn Haribo ist der mit Abstand größte und bekannteste Süßwarenhersteller Deutschlands. Jeder kennt seine Produkte; sein Markenzeichen, der Goldbär, hat ihn weltberühmt gemacht. Doch wie hat es das Unternehmen bis dahin geschafft und woher kommt überhaupt der Name „Haribo“?

Die Anfänge Haribos

Alles beginnt zum Ende des Jahres 1920. Johann „Hans“ Riegel gründete das Unternehmen Haribo in Bonn. Für den Namen Griff er auf seine Initialen und die des Gründungsorts zurück: HA(ns)RI(egel)BO(nn). Schon war einer der größten Namen Deutschlands, der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt werden sollte, geboren. Und doch fing alles ganz klein an. Nur mithilfe eines Kupferkessels, Zucker und einer Walze begann er seine Produktion. Zwei Jahre später erfand er den Vorläufer dessen, was ihn und sein Unternehmen berühmt machen sollte: Den Goldbären. Damals nannte er ihn noch Tanzbären und er unterschieden sich in Größe und Konsistenz von der heute bekannten Süßware. Nach und nach stieg die Nachfrage nach den Leckereien aus dem Hause Haribo, sodass Hans Riegel entschied, Lakritze herzustellen. Der Bruder des Tanzbärens war geboren: der Schwarzbär.

Erste Expansion und Rückschlage während des 2. Weltkrieg

Nur 10 Jahre nach Gründung beschäftigte das Unternehmen bereits 160 Mitarbeiter, in ganz Deutschland waren Haribo-Süßigkeiten erhältlich. Zu dieser Zeit erhielten Tanz- und Schwarzbär einen weiteren Weggefährten: den Teddybären. Er war kleiner und rundlicher und erinnerte bereits an die heutigen Goldbären. Doch der wahre Geniestreich, der Haribo nach vorne katapultierte, geschah zur Mitte der 30er-Jahre. Mit dem Werbeslogan „HARIBO macht Kinder froh“ machten sie sich deutschlandweit einen Namen. Bis zu Beginn des 2. Weltkriegs wurden die heute noch genutzten Fabrikanlagen fertiggestellt und eine Mitarbeiterzahl von etwa 400 erreicht. Doch Rohstoffknappheit und sinkende Nachfrage setzten dem Unternehmen während des Krieges stark zu. Hinzu kam, dass 1945 Firmengründer Hans Riegel verstarb. Nach Ende des Krieges nahm Haribo die Produktion mit nur 30 Mitarbeiten wieder auf.

Die Erfindung der Goldbären

Bereits fünf Jahre nach dem Krieg konnte das Unternehmen auf eine Belegschaft von etwa 1000 Mitarbeitern blicken. Zehn Jahre später brachte Haribo dann den Goldbären auf den Markt, der noch heute das bekannteste Produkt der Firma ist. 1978 gelangten die Goldbären dann zu ihrer jetzigen Form, 1989 wechselten sie ihre Verpackungsfarbe zum heute bekannten Gold.

Haribo heute

Haribo ist heute der größte Süßwarenhersteller Europas. Mit etwa 7000 Mitarbeitern und rund zwei Milliarden Euro Umsatz gehören zu den größten Unternehmen Deutschlands. Sie betreiben in ganz Europa Produktionsstätten und expandieren stetig. Ihre Produkte sind weltweit in mehr als 100 Ländern zu kaufen. Mittlerweile vertreibt das Unternehmen über 200 verschiedene Produkte mit 120 verschiedenen Formen und Geschmäckern aus Fruchtgummi, Lakritz oder Schaumzucker. Unangefochtene Nummer 1 und Markenzeichen des Unternehmens ist und bleiben jedoch die Haribo Goldbären.