Die meisten von uns kennen diese Redewendung und viele benutzen sie. Doch woher stammt der Spruch und wer ist die besagte Katze, von der hier die Rede ist? Häufig wird auch von „Schmidts“ oder „Schmids Katze“ gesprochen, gemeint ist jedoch meist dasselbe: Jemand oder etwas ist besonders schnell oder etwas läuft besonders gut.

Warum ausgerechnet die Katze?

Katzen toben sich zwar gerne mal aus, jagen einer Maus hinterher oder verstecken sich auf einem Baum vor dem Nachbarshund. Doch die meiste Zeit erleben wir unsere Vierbeiner total gelassen auf der Couch oder faul auf dem Rasen liegend. Warum sollen es hier also ausgerechnet die Katzen sein, die abgehen, fragen sich sicherlich viele. Katzen haben jedoch noch eine weitere Eigenschaft, die wohl auch der Grund für die Existenz von „Schmitts Katze“ ist: sie können sehr schreckhaft sein!

Woher kommt die Redewendung?

Häufig liegt einem Namen in einer Redewendung eine bekannte Persönlichkeit zugrunde, nicht jedoch bei Schmitts Katze. Der Name Schmitt stammt in diesem Fall von dem Beruf des Schmiedes ab. In Schmieden fühlten sich in der früheren Zeit Mäuse und Ratten sehr wohl. Die Schmiede hielten sich daher gerne Katzen, um die ungebetenen Gäste zu vertreiben. Doch wenn der Schmied mit voller Kraft auf sein Werkstück schlug, bekamen die Katzen einen riesigen Schreck und machten sich aus dem Staub. Die Katzen „gingen ab“.

Veränderte Formulierung

Die Verwendung dieser Redewendung geht weit zurück, sie ist den Menschen schon mindestens seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt. Geändert hat sich seitdem nur die Formulierung. Die Menschen sagten früher „weg wie Schmitts Katze“ oder aber auch „fort wie Schmitts Katze“, um ein sehr schnelles Verschwinden zu umschreiben. Die Verwendung des Spruchs mit dem Verb „abgehen“ ist also relativ neu und ein Produkt der Jugendsprache aus den 80er/90er Jahren.

Außerdem ist „Schmitts Katze“ mittlerweile auch Namensgeber für ein Buch eines bekannten TV-Comedian sowie einer deutschen Filmkomödie.