Verkrustete Tuschefedern – schnelle und einfache Reinigung: Für viele Menschen, die sich der Kalligraphie widmen, ist es immer noch das beste und schönste Schreibmittel überhaupt: die Tuschefeder. Schreiben mit einer Feder will geübt sein, genauso wie die Reinigung der Schreibspitze. Nur wie genau funktioniert das? Vor allem interessant sind die Fragen, wie man eine verkrustete Feder wieder sauber bekommt und wie man verhindert, dass sie rostet.

Du solltest die Feder nach der Benutzung sofort reinigen!

Passiert es dir auch immer wieder, dass du deine Feder nicht ganz korrekt ausgewaschen hast und beim nächsten Schreibversuch erstmal mit eingetrockneten Tuscheresten zu kämpfen hast? Am besten vermeidet man diese Verkrustungen, indem man die Feder direkt nach der Benutzung mit einem weichen, fusselfreien Tuch mit lauwarmen Wasser reinigt. Statt dem Tuch kann auch vorsichtig mit einer alten, sehr weichen Zahnbürste gearbeitet werden. Danach muss die Feder in jedem Fall vorsichtig getrocknet und wieder trocken gelagert werden um Rost zu vermeiden. Mikrofasertücher eignen sich sowohl zum Reinigen als auch zum Trocknen sehr gut.

Verkrustungen auf der Feder – was jetzt?

Sollte es dir doch passiert sein und du hast jetzt eine Feder mit eingetrockneten Tuscheresten vor dir liegen, hilft dir Kernseife weiter. Kernseife zur Reinigung ist deshalb ideal, weil sie keine Duftstoffe enthält und nicht rückfettend wie etwa Seife oder Spülmittel wirkt. Mach deiner Feder ein Bad aus Wasser und etwas Kernseife und lege sie darin ein. Bei dicken Verkrustungen kann es sein, dass du die Feder längere Zeit, also unter Umständen ein paar Tage, in dem Bad lassen musst, bis sich alles löst. Du kannst das ganz einfach kontrollieren, indem du die Feder nach einiger Zeit wieder heraus nimmst und versuchst, den Schmutz mit einem Tuch abzuwischen.

Wenn dir das nicht gelingt braucht sie noch ein bisschen Zeit. Außerdem könnte ein Ultraschall-Reinigungsgerät hilfreich sein. Die gibt es schon für relativ wenig Geld und man muss nicht stunden- oder tagelang auf ein Ergebnis warten. Etwas lauwarmes Wasser in das Gerät füllen, die Feder(n) reinlegen und für ein bis zwei Minuten einschalten. Die Tuschereste sollten danach von der Feder abblättern beziehungsweise gut abwischbar sein. Die letzten Reste bekommt man auch bei starken Verkrustungen wieder mit einer weichen Zahnbürste weg. Die Feder wird damit sozusagen poliert bis sie wieder ganz sauber ist.

Die Sache mit dem Rost

Um Rost zu vermeiden musst du wie bereits oben erwähnt die Feder immer schön trocken halten. Nach jeder Reinigung – sei es jetzt direkt nach dem Schreiben oder wenn du mal wieder die Reste deiner letzten kreativen Auslebung beseitigen willst – muss die Feder unbedingt getrocknet werden. Ist sie dann schön trocken legst du sie am besten in eine kleine Holzkiste. Das bietet dir zwei Vorteile: einerseits wird Staub draußen gehalten und andererseits lässt die Kiste doch eine Luftzirkulation zu, damit sich etwaige winzige Wassertröpfchen nicht doch darin ablagern können. So wird deine Feder nicht rostig und du kannst lange mit ihr arbeiten.