Die hässlichsten Tiere der Welt sorgen für VerwunderungSchönheit liegt zwar im Auge des Betrachters, aber einige Tiere fallen durch ihr Äußeres auf und werden von den meisten Menschen als unansehnlich oder hässlich empfunden. Fragt man nach den hässlichsten Tieren der Welt, gibt es natürlich keine allgemeingültige Antwort. Axolotl, Sternnasenmaulwurf, Riesenassel – die Liste potentieller Anwärter ist lang. In diesem Beitrag wollen wir Euch trotzdem drei Arten vorstellen, die wohl zu den hässlichsten Tieren der Welt zählen.

Platz 3: Das Fingertier

Die hässlichsten Tiere der Welt - Das FingertierBeim Fingertier, auch Aye-Aye genannt, handelt es sich um eine Lemurenart aus Madagaskar. In Relation zu seiner Körpergröße, die etwa 30-45 cm beträgt, hat das Fingertier das größte Gehirn unter den Feuchtnasenaffen. Es ist im tropischen Regenwald beheimatet, ist mitunter jedoch auch in Laubwäldern, auf Plantagen und in Sumpf- und Mangrovenwäldern anzutreffen. Ein Aye-Aye ernährt sich als Allesfresser unter anderem von Früchten, Pilzen und Nektar. Wichtigster Bestandteil seiner Nahrung sind allerdings Insekten und Insektenlarven. Sein Gebiss ähnelt dem der Nagetiere, wächst zeitlebens weiter und ist einzigartig unter den Primaten.

Seinen Namen verdankt das Fingertier seinen langen mittleren Fingern, die viel dünner als die anderen sind. Mit einer langen Kralle ausgestattet, eignen sie sich bestens zum Abklopfen von Kokosnüssen und Baumrinden. Anhand der so erzeugten Geräusche prüfen Fingertiere, welcher Baum oder welche Kokosnuss sich als Futterquelle besonders gut eignet. Außerdem bedienen sich Fingertiere ihrer namengebenden mittleren Finger, um Nahrung aus kleinen Öffnungen und Löchern zu angeln.

Platz 2: Der Nacktmull

Die hässlichsten Tiere der Welt - Der NacktmullNacktmulle erblicken nur selten das Tageslicht. Ihr Lebensraum sind große unterirdische Bauten in den Halbwüsten Ostafrikas. Sie haben nur sehr wenige, feine Sinneshaare, was sie nackt erscheinen lässt und ihnen ihren Namen beschert hat. Die rosige Haut ist faltig und ausgelegt auf die Fortbewegung in den unterirdischen Kolonien, in denen der Nacktmull lebt. Weitere prägnante Merkmale der Nagetiere sind ihre stark ausgeprägten Schneidezähne und die kleinen Augen, die vielmehr vom Lid verdeckte Sehschlitze sind. In seiner Gesamterscheinung wird der Nacktmull von den meisten Menschen als befremdlich – und hässlich – empfunden.

Dabei ist der Nacktmull ein faszinierendes Tier. So kann er zum Beispiel sagenhafte 18 Minuten ohne Sauerstoff auskommen. Auch haben Nacktmulle im Vergleich zu anderen Säugetieren eine stark verringerte Schmerzempfindlichkeit. Besonders erstaunlich ist darüber hinaus ihre lange Lebenserwartung von etwa 30 Jahren. Die nackten Nager werden damit zehnmal so alt wie Ratten oder Mäuse. Außerdem scheinen sie über eine sehr robuste Gesundheit zu verfügen und erkranken nie an Krebs oder Diabetes – Krankheiten, die unter anderen Nagern weit verbreitet sind.

Platz 1: Der Blobfisch

Das hässlichste Tier der Welt - Der BlobfischAuf dem Meeresgrund im Südpazifik lebt das hässlichste Tier der Welt: der Blobfisch. In einer Tiefe von 600 bis 1.200 m ist es dunkel und der Druck so groß, dass kein Mensch hier überleben kann. Damit der Blobfisch dem Druck in dieser Tiefe standhalten kann, besteht sein Körper aus einer gallertartigen Masse. Da er halb im Meeresboden vergraben und völlig bewegungslos wartet, bis sich Beute nähert, braucht er kaum Muskeln. Über Lebenserwartung und Verhalten des Tiefseefisches ist nur wenig bekannt, denn Blobfische sind sehr selten und schwer zu erforschen.

2013 wurde der Blobfisch auf dem British Science Festival zum hässlichsten Tier der Welt gekürt. Diesen Titel verteidigte er seitdem in diversen anderen Rankings, und so auch in unserem. Trotz – oder gerade wegen – seiner Erscheinung verfügt der Blobfisch dabei mittlerweile über eine wahre Fangemeinde. Blobfisch Merchandise Artikel wie ein Blobfisch Plüschtier oder Blobfisch Pantoffeln finden großen Anklang. Auch das hässlichste Tier der Welt kann sich also über eine große Gemeinde an Bewunderern freuen. Ein weiterer positiver Effekt: Die verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit stärkt auch das Bewusstsein, dass nicht nur süße und kuschelige Tierarten schützenswert sind. Der Blobfisch ist nur einer von vielen bedrohten Arten, die es zu schützen gilt!

Noch nicht genug?

Weitere hässliche Tiere findet Ihr z.B. in diesem Video: